Für BVB-Neuzugang Nico Schulz ist die Situation komplizierter geworden

mlzBVB-Transfercheck

Für Nico Schulz geht es bei Borussia Dortmund vielversprechend los. Zuletzt bremst ihn eine Verletzung aus. Die Konkurrenzsituation beim BVB ist für den Nationalspieler komplizierter geworden.

Dortmund

, 12.10.2019, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die vergangenen Wochen waren nicht wirklich schön für Nico Schulz. Der Nationalspieler musste verletzt zusehen, wie sein neuer Klub Borussia Dortmund in der Bundesliga wertvolle Punkte liegen ließ. Von der Tribüne aus sei das doppelt schmerzhaft gewesen, erklärte er jüngst im Interview mit dem „Westfälische Anzeiger“. Er sei meistens ins Stadion gegangen, „aber nicht immer“, sagte der 26 Jahre alte Linksverteidiger. „Es hört sich zwar blöd an, doch wenn man sich nicht so gut fühlt und ständig gefragt wird, wie es mit der Verletzung aussieht und wann man wieder dabei ist, dann macht das keinen Spaß.“

Zu Beginn der Saison spielte der Neuzugang, der für gut 25 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim zum BVB wechselte, immer von Anfang an, saß dann einmal auf der Bank und fiel schließlich verletzt aus. Nico Schulz im Transfercheck.


Statistik: Der gebürtige Berliner hat in dieser Spielzeit bislang 332 Pflichtspielminuten in Schwarz und Gelb gesammelt. In den ersten vier Partien der Saison stand Schulz immer in der Startelf. Beim 3:1 in Köln wurde er erstmals ausgewechselt, Achraf Hakimi kam für ihn und erzielte prompt das wichtige 2:1 für den BVB. Eine Woche später - beim 1:3 gegen Union Berlin - saß der Linksfuß dann nur auf der Bank, in der darauffolgenden Länderspielpause im September zog er sich bei der Nationalmannschaft einen Teilriss eines Bandes in der linken Fußwurzel zu - und fällt seitdem verletzt aus.

Für BVB-Neuzugang Nico Schulz ist die Situation komplizierter geworden

© Deltatre

Form: Schulz arbeitet am Comeback, absolviert wieder Teile des Mannschaftstrainings. „Ich steigere die Belastung von Tag zu Tag und arbeite darauf hin, dass ich bis zum Spiel gegen Mönchengladbach möglichst eine Option für den Trainer sein kann“, sagt er. Bei 100 Prozent Leistungsvermögen aber kann Schulz nach rund einem Monat Pause freilich noch nicht wieder sein.


Perspektive: Der Auftrag an Schulz ist klar: Er soll das Problem des BVB hinten links in der Viererkette lösen, das vor allem in der vergangenen Saison unübersehbar war. Zuletzt spielte Raphael Guerreiro, der unter BVB-Trainer Lucien Favre deutlich häufiger in der Offensive als in der Viererkette eingesetzt wurde, auf dieser Position - und erledigte seine Aufgabe ordentlich. Schulz hat also einen potenziellen Konkurrenten dazu bekommen. Auch Achraf Hakimi und Marcel Schmelzer können auf seiner Lieblingsposition spielen. Schulz gibt sich trotzdem selbstbewusst: „Die Konkurrenz in der Mannschaft ist immer groß, aber ich glaube, wenn ich gesund und fit bin und meine Leistung bringe, werde ich auch spielen.“

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Zwischenzeugnis: Schulz kommt in vier bewerteten Pflichtspielen wettbewerbsübergreifend auf einen RN-Notenschnitt von 3,5. Im Supercup und im Pokal spielte er zweimal solide, in der Liga gegen Augsburg stark, eine Woche später in Köln schwach. Der Nationalspieler hat noch Luft nach oben, hatte aber natürlich Pech mit seiner Verletzung. Note: 3,5

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