Borussia Dortmund

Gegner, Finanzen, TV-Übertragung: So geht es für den BVB in der Europa League weiter

Borussia Dortmund ist aus der Champions League ausgeschieden und muss nun mit der finanziell deutlich unattraktiveren Europa League vorliebnehmen. So geht es für den BVB in der Europa League weiter.
Für den BVB geht es im kommenden Jahr in der Europa League weiter. © imago / Eibner

Wenn am 13. Dezember in Nyon die nächste Runde des Europapokals ausgelost wird, findet sich Borussia Dortmund in der Europa League wieder. Finanziell ist dieser Wettbewerb deutlich weniger attraktiv, sportlich könnte er für Borussia Dortmund aber durchaus seine Reize haben – zumal die Europa-League-Trophäe die einzige ist, die im Vitrinenschrank des BVB noch fehlt.

In der Europa League warten namhafte Gegner auf den BVB

Auch wenn die Europa League bei Weitem nicht die Strahlkraft der Königsklasse besitzt, sind durchaus namhafte Mannschaften dort vertreten. Neben den beiden deutschen Vertretern Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt spielen Teams wie West Ham United, Lazio Rom, Olympique Marseille, Leicester oder AS Monaco in der Euro League.

Nach vier Spieltagen ist bislang nur Olympique Lyon für das Achtelfinale qualifiziert, am Donnerstag könnten weitere Entscheidungen fallen. Eintracht Frankfurt könnte mit einem Sieg gegen Royal Antwerpen bereits am fünften Spieltag das Achtelfinal-Ticket lösen, gleiches gilt für die Leverkusener, die gegen Celtic Glasgow spielen.

Borussia Dortmund trifft auf einen der Gruppenzweiten

Aus der Uefa Champions League treten sicher Sheriff Tiraspol und Zenit St. Petersburg als Gruppendritte zusammen mit Borussia Dortmund den Weg in die Europa League an. Fünf weitere Teams werden folgen – unter anderem vielleicht RB Leipzig. Nach dem mehr als deutlichen 5:0 (4:0)-Sieg beim FC Brügge haben die „Roten Bullen“ das Erreichen der Playoffs zur Europa League jetzt in der eigenen Hand.

Auf die „Champions-League-Absteiger“ wird der BVB am 17. und 24. Februar in den Europa-League-Playoffs allerdings nicht treffen. Für die Auslosung gelten folgende Regelungen:

  • Die Gruppenzweiten der Europa League müssen auf einen Gruppendritten aus der Champions League treffen.
  • Die Gruppenzweiten der Europa League bestreiten das Rückspiel zu Hause.

  • Klubs aus dem gleichen Verband können nicht aufeinandertreffen.
  • Die Partien werden am 17. und 24. Februar ausgetragen.
  • Die Sieger der acht Duelle nehmen neben den acht Gruppensiegern der UEFA Europa League am Achtelfinale teil.

Dem BVB fehlen durch das CL-Aus viele Millionen Euro in der Kasse

Aus finanzieller Sicht ist die Europa League natürlich deutlich unattraktiver. Allein durch das Verpassen des Champions-League-Achtelfinals fließen 9,1 Millionen Euro weniger an Prämien nach Dortmund. Auch das Erreichen des Achtel- (1,2 Millionen Euro), Viertel- (1,8 Millionen Euro) und Halbfinals (2,8 Millionen Euro) in der Europa League würde diesen Verlust kaum auffangen. „Da musst du in der Euro League ja schon sehr weit kommen, um das zu kompensieren“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

In der vergangenen Saison generierte der BVB allein aus der Champions League Einnahmen in Höhe von 83,1 Millionen Euro. Eine gewaltige Summe. Zum Vergleich: Der FC Villarreal als Gewinner der Europa League spielte durch diesen internationalen Erfolg lediglich 25,08 Millionen Euro ein.

So sehen die BVB-Fans die Partien in der Europa League

Nachdem sich die BVB-Fans gerade erst auf das Durcheinander der Übertragungsrechte in der Champions League eingestellt haben, kommt nun wieder eine Änderung auf sie zu. Denn die Europa League wird weder von DAZN oder Amazon noch von Sky übertragen. RTL hat sich für drei Jahre alle Free-TV- und Pay-TV-Rechte an der Europa League gesichert. Die Spiele werden bei RTL, bei Nitro und dem Videoportal TV Now (RTL+) gezeigt.

Und auf noch etwas müssen sich die Fans von Borussia Dortmund einstellen. Da die Europa-League-Spieltage immer donnerstags stattfinden, dürfte der BVB in der Bundesliga in Zukunft häufiger sonntags spielen – zumindest wenn er weit kommt. Eine Kampfansage in Richtung Europa-League-Konkurrenz wollte BVB-Sportdirektor Michael Zorc auf jeden Fall noch nicht machen: „Jetzt fliegen wir erst einmal nach Hause. Erst einmal ist jetzt die Zeit, um Wunden zu lecken, statt Ziele zu proklamieren.“

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