Borussia Dortmund

Geht Marco Rose ins Risiko? So könnte der BVB beim SC Freiburg spielen

Mit voller Kapelle tritt der BVB beim SC Freiburg an. Hummels, Brandt, Guerreiro und Can kehren in den Kader zurück. Geht Marco Rose ins Risiko? So könnte Borussia Dortmund im Breisgau starten.
Wellenreiter versus Wellenbrecher: Erling Haaland (links) und Marco Reus wollen das Dreisamstadion erobern. © imago images/Moritz Müller

Der Schwarzwald gilt als beliebtes Urlaubsgebiet. Für Badetourismus ist er allerdings weniger bekannt. Urlaub am Strand, See oder Pool? Schön und gut – aber doch nicht im Breisgau. Borussia Dortmund könnte das nun ändern. Jedenfalls erwartet Christian Streich – in seiner Funktion als Trainer am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky) auch so etwas wie der Chef-Bademeister des SC Freiburg – eine schwarzgelbe Welle, die auf sein Team zuschwappt.

Der SC Freiburg will die BVB-Welle brechen

Die Druckwellen, die beim 5:2 gegen Eintracht Frankfurt, aber auch beim 1:3 im Supercup gegen Bayern München vom BVB ausgegangen sind, hat Streich auch ohne Seismograph sehr deutlich wahrgenommen. „Du musst diese Welle, die immer wieder auf dich zurollt, brechen. Das geht so schnell, da ist so viel Dynamik – da musst du ein Stück weit mitgehen. Wenn du es kannst und du hast noch ein bisschen Glück, dann hast du eine Chance. Wenn du es nicht schaffst, bist du chancenlos“, sagte Streich.

Der Dortmunder Offensivwirbel könnte sich zurückziehen, um dann umso intensiver im Ballbesitz plötzlich umzuschalten. Streich rechnet fest damit und versucht, sich und die Seinen so gut es geht dafür zu wappnen. „Wenn die erste Welle über dich rüberrollt, heißt das nicht, dass die zweite und dritte dich ganz verschluckt. Du musst immer wieder hochkommen und weitermachen – alle Spieler. Das wird eine große Aufgabe. Das hat etwas mit Qualität und Frustrationstoleranz zu tun, diese Energie an sich abprallen zu lassen und sie zurückschlagen zu lassen“, so der SC-Coach.

BVB-Stürmer Haaland eine Mischung aus Poseidon und Aqua Man

Das dürfte gar nicht so leicht werden, zumal Marco Rose im Angriff wieder auf Erling Haaland setzt. Der Norweger ist so etwas wie Poseidon und Aqua Man in Personalunion und brennt erst recht auf Tore, nachdem er im Supercup leer ausgegangen ist. An seiner Seite dürfte der Youngster Youssoufa Moukoko stürmen.

Insgesamt bessert sich die Personalsituation beim BVB. Mats Hummels ist nach monatelangen Patellasehnen-Problemen mittlerweile beschwerdefrei. Er hat genauso das Training wieder aufgenommen wie Raphael Guerreiro, Emre Can und die zuletzt wegen Corona pausierenden Thomas Meunier und Julian Brandt. Meunier saß allerdings am Freitagabend nicht im Flieger nach Freiburg. Genauso wenig wie Steffen Tigges, Ansgar Knauff und Antonios Papadopoulos, die damit am Samstag im Heimspiel der U23 gegen den 1. FC Saarbrücken zum Einsatz kommen dürften.

BVB-Trainer Rose lobt: „In der Mannschaft stimmt alles“

BVB-Trainer Marco Rose freut sich auf die Partie. Er verbindet mit dem Dreisamstadion angenehme Erinnerungen. Als Spieler erzielte er in der Saison 2004/2005 für Mainz 05 – damals noch unter Trainer Jürgen Klopp – sein erstes Bundesliga-Tor in Freiburg. In der Nachspielzeit traf Rose zum 2:1-Sieg. „Das war ein gutes Gefühl. Danach gab es auch ein paar Kaltgetränke im Bus“ erinnert sich der heutige BVB-Coach.

Als Trainer hat Rose dagegen in Freiburg noch nicht gewonnen. Im Februar verlor der BVB mit 1:2. „Wir werden zu spüren bekommen, was es bedeutet, dort zu spielen.“ Rose sagt aber auch: „In der Mannschaft stimmt alles. Die Mentalität ist gut, der Ehrgeiz und das gesunde Aggressivitätspotenzial, um Gegner zu bekämpfen, sind da.“ Klingt ganz nach reichlich Wellengang im Dreisamstadion.

So könnte der BVB in Freiburg spielen:

Kobel – Can, Witsel, Akanji, Schulz – Dahoud – Bellingham, Reyna – Reus – Haaland, Moukoko

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.