Geschickter Schachzug: BVB-Boss Watzke in Vorstand der Klubvereinigung ECA gewählt

Borussia Dortmund

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vertritt auf europäischer Verbandsebene künftig die Interessen der Fußball-Bundesligisten. Ein geschickter Schachzug erspart ihm eine Kampfabstimmung.

Dortmund

, 10.09.2019, 14:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geschickter Schachzug: BVB-Boss Watzke in Vorstand der Klubvereinigung ECA gewählt

Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, vertritt künftig die Interessen der Bundesliga auf europäischer Verbandsebene. © dpa

Watzke wurde am Dienstag als neues Vorstandsmitglied in die European Club Association (ECA) gewählt, sein Leverkusener Kollege Fernando Carro gehört künftig dem UEFA Club Competition Committee (CCC) an. „Ich freue mich sehr über die Wahl und das Vertrauen, das in mich gesetzt wird. Es ist mir ein großes Anliegen, mich für einen möglichst ausbalancierten Fußball einzusetzen und mich aktiv in den Diskurs einzubringen“, erklärte Borussia Dortmunds Geschäftsführer.

Watzke ist eines von 13 neuen Mitgliedern

Bei der Abstimmung in Genf wurde Watzke als eines von 13 neuen Mitgliedern in das insgesamt 24-köpfige Gremium gewählt, das als selbstständige Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine fungiert. An der Spitze steht weiter Andrea Agnelli, Clubchef von Juventus Turin. Die weiteren Vertreter erhalten ihre Posten durch Vergabe.

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Demnach galt der Sitz von Bayern-Anwalt Michael Gerlinger (46) als neuem Verwaltungsrat der UEFA-Vermarktungstochter (Club Competitions SA) bereits im Vorfeld als sicher.

Watzke und Carro versändigen sich im Vorfeld der Abstimmung

Der 55-jährige Carro löst Gerlinger im CCC ab - einem Gremium, das sich aus Vertretern der ECA sowie Mitgliedern der UEFA zusammensetzt und dem Exekutiv Komitee der UEFA vorgeschaltet ist. Carro ist einziges deutsches Mitglied.

Geschickter Schachzug: BVB-Boss Watzke in Vorstand der Klubvereinigung ECA gewählt

Fernando Carro war Mitglied des Vorstands von Bertelsmann und arbeitet seit dem 1. Juli 2018 als Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen. © dpa

Watzke und der Leverkusener hatten sich im Vorfeld darauf verständigt, auf eine Kandidatur gegeneinander zu verzichten. Beide einigten sich darauf, sich jeweils für eine der beiden Organisationen zu bewerben. „Der europäische Vereins-Fußball steht vor bedeutenden Weichenstellungen. Es wird darauf ankommen, unterschiedliche Interessen zu bündeln und tragfähige Lösungen für alle Beteiligten zu finden“, sagte Carro.

Watzke-Wahl im März scheiterte

Vom ECA-Gründungsjahr 2008 bis 2017 war Karl-Heinz Rummenigge Chef der Klub-Vereinigung. Als Nachfolger wurde der Italiener Agnelli bestimmt, Rummenigge zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Im März war Watzke beim Versuch, in die ECA gewählt zu werden, an Ivan Gazidis vom AC Mailand gescheitert. Bei der deutschen Fußball-Liga verwehrte ihm ein Bündnis von Mittelschicht-Klubs den Weg in die Präsidiumsebene.


mit dpa-Material

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