Grandioser Bürki ebnet dem BVB den Weg ins Achtelfinale

Champions League

Roman Bürki zeigt beim 2:1 gegen Prag eine herausragende Leistung und ebnet dem BVB mit seinen Paraden den Weg ins Achtelfinale der Champions League. Lucien Favre reagiert emotional.

Dortmund

, 10.12.2019, 23:10 Uhr / Lesedauer: 3 min
Grandioser Bürki ebnet dem BVB den Weg ins Achtelfinale

Überragende Leistung gegen Prag: BVB-Torhüter Roman Bürki. © imago/Team 2

Zwischen Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt gab es die ganze Bandbreite an Emotionen im Signal Iduna Park, wo die Gefühle mit den Fans Karussell fuhren während der 90 Minuten. Dortmund im Achtelfinale der Champions League, Dortmund nach der Winterpause nur in der Europa League, drei Mal wechselte das Szenario, am Ende reichte es ganz knapp für den BVB, der die Pflichtaufgabe gegen erneut starke Tschechen aus Prag mit Mühe löste und in Mailand Schützenhilfe des mit einer B-Elf angetretenen FC Barcelona erhielt. Die Erleichterung war bei den mit ihren Kräften am Limit spielenden Schwarzgelben größer als die Freude.

Der BVB startet gegen Prag furios

Als im Wohnzimmer des BVB Slavia Prag kurz vor der Halbzeit den Ausgleich erzielte, traf in Mailand Romelu Lukaku - die komfortable Ausgangslage nach der eigenen Führung und der des FC Barcelona in Mailand zerrann wie Sand am Strand zwischen den eigenen Fingern. Überraschend kam das nicht, denn nach dem furiosen Beginn der Borussia ließ die Heimmannschaft gegen überaus mutige Prager mit jeder Minute ein Stück weiter nach.

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Champions League, 6. Spieltag: BVB - Slavia Prag 2:1 (1:1)

Die Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Slavia Prag.
10.12.2019
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Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Slavia Prag.© dpa
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Mit dem Führungstreffer verlief zunächst alles nach Plan. Julian Brandt beschleunigte das Spiel aus dem Mittelfeld mit einer sehenswerten direkten Weiterleitung auf Marco Reus, der mit einem sauberen Querpass Jadon Sancho bediente. Der Torabschluss war Formsache - 1:0 (10.).

BVB-Kapitän Reus versagen die Nerven

Der Kapitän hätte danach für Beruhigung sorgen können. Marco Reus eilte nach dem Traumpass von Mats Hummels zum ersten Mal allein auf Slavia-Keeper Ondrej Kolar zu (15.), scheiterte aber im Eins-gegen-Eins hier und acht Minuten später noch ein weiteres Mal. In einer Phase, in der Prag unverdrossen mit Mut die eigene Abwehr weit nach vorne schob und auch immer bessere Chancen hatte, versäumte es der BVB, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen.

Roman Bürki rückte unvermutet in den Mittelpunkt des Geschehens. Weil der BVB im Zentrum keinen Zugriff auf Nicolae Stanciu kam und auch in Strafraumnähe sehr luftig verteidigte, rollte Angriff um Angriff auf das Dortmunder Tor. Bürki zeichnete sich gegen Olayinka (8.), Stanciu (21.), Takacs (29.) und Skoda (30.) aus, nach 30 Minuten waren die Kräfteverhältnisse ausgeglichen.

BVB-Defensive wirkt nicht sattelfest

Auch beim Gegentor wirkte die Dortmunder Defensive nicht sattelfest. Hummels ließ sich aus dem Zentrum locken, beim Pass von Masopust auf Skoda fehlte der Abwehrchef in der Mitte, dessen Brust-Vorlage auf Torschütze Tomas Soucek hielt auch der Abseitsüberprüfung durch den Video-Assistenten stand.

Der BVB musste etwas tun. Brandts Schuss knapp über das Tor war ein erstes Signal (51.). Im zweiten Versuch aus deutlich spitzerem Winkel war der 23-Jährige nach Vorarbeit von Jadon Sancho dann erfolgreich. Durchatmen, nach einer Stunde legte der BVB im Fernduell mit Inter erneut vor (61.).

Bürki rückt beim BVB immer wieder in den Mittelpunkt

Entspannung brachte die erneute Führung aber nicht. Prag presste weiter extrem hoch, zum Teil mit acht Feldspielern in der Dortmunder Hälfte. Die Borussia spielte die Konter zu schlampig aus - und in Mailand versiebte Lukaku für Inter eine Großchance nach der anderen. Noch reichte es. Auch nach der Prager Doppelchance durch Soucek und Kudela (73./74.) hielt der BVB die hauchdünne Führung, erneut durften sich die Vorderleute beim bärenstarken Bürki bedanken.

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Die letzten 15 Minuten dann musste Dortmund nach der Gelb-Roten Karte gegen Julian Weigl (77.) auch noch in Unterzahl überstehen. Prag rannte nimmermüde an, Hazard vergab für die Borussia die größte Konterchance (81.). In Unterzahl setzte Trainer Lucien Favre auf verstärkte Defensive. Er brachte in Leonardo Balerdi und Lukasz Piszczek zwei Abwehrspezialisten. Auch die Schlussphase bot große Spannung, die sich erst löste, als über die Stadionleinwand das Führungstor des FC Barcelona in Mailand flimmerte. Inter waren zuvor drei Treffer wegen Abseitsstellungen nicht anerkannt worden.

BVB-Trainer Favre läuft jubelnd über den Platz

Das Durchatmen auf dem Rasen war beim Schlusspfiff bis auf die Tribüne zu hören. Dann verkündete Stadionsprecher Nobby Dickel das Endergebnis aus Mailand. Es durfte gejubelt werden. Einer im lilafarbigen Trikot bekam Sonder-Sprechchöre. Und Trainer Lucien Favre zeigt große Emotionen: Der Schweizer rannte nach dem jubelnd über den Platz und fiel „Co“ Manfred Stefes in die Arme.

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