Gregor Lange: Mehr BVB-Verantwortung im eigenen Stadion

Dortmunder Polizeichef

Polizeipräsident Gregor Lange will die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht für beschleunigte Strafverfahren gegen Gewalttäter unter Fußballfans gewinnen und den Sicherheits-Erfolg beim Derby zwischen BVB und Schalke im März 2014 dauerhaft absichern. Der Behörden-Chef verfolgt damit ein weiteres Ziel.

DORTMUND

, 23.06.2014, 14:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 2. Juli 2014 spricht der Polizeipräsident mit Staatsanwaltschaft, Amtsgericht und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, um seinen

umzusetzen. Bei beschleunigten Strafverfahren arbeiten Polizei und Justiz bereits in Tatort-Nähe eng zusammen, um Straftäter schnellstmöglich zu verurteilen. Jugendliche sind von diesem Verfahren ausgenommen. Um beschleunigte Verfahren einleiten zu können, muss die Polizei stichhaltige Beweise liefern.

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Seit Gregor Langes Amtsantritt im März 2014 verfolgt die Polizei die Straftaten im Bereichen Fußball mit dem "Intensivtäterkonzept Sport". Lange: "Diejenigen, die häufiger mit Gewalttaten in Erscheinung treten, wollen wir in ihrer Rolle als Rädelsführer in den Blick nehmen. Wir wollen die Führungsfiguren stärker unter Kontrolle bekommen. Szenen wie beim Derby im Oktober 2012 in Dortmund oder ein Jahr später auf Schalke will die Polizei auf Dauer verhindern. "Ein friedliches Derby wie im März 2014 muss Standard werden", so der Jurist im Gespräch mit der Redaktion.

Für den Derby-Erfolg habe die Polizei mit viel Personal einen hohen Preis zahlen müssen. Diese Ressourcen will Lange in andere wichtige Aufgabengebiete der Polizei verlagern, um stärker gegen Einbrecher und Raubstraftäter vorgehen und um mehr Präsenz in den Stadtteilen zeigen zu können.

Der Polizeipräsident äußerte sich im Redaktionsgespräch auch zu den Themen Rechtsextremismus, Einbrüche, Raubüberfälle, Nordstadt, Arbeitsbelastung, Personal und Organisation bei der Polizei. Das ausführliche Interview lesen Sie ab Montag (23.6.2014, 20.45 Uhr) auch in der e-Zeitung der Ruhr Nachrichten sowie in der Zeitung am 24. Juni 2014 (2. Seite Lokalteil, Dortmunder Politik).

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