Gündogan zeigt Gala-Vorstellung in Gladbach

Genialer BVB-Strippenzieher

Ilkay Gündogan grinste breit. Sein 36. Torschuss, das hatten Statistiker akribisch ausgerechnet, führte in dieser Bundesliga-Saison endlich zu seinem ersten Saisontor. Wie es manchmal vorkommt, traf Gündogan den Ball beim 3:1 gar nicht richtig. Seine Leistung in Mönchengladbach war allerdings ein Volltreffer.

MÖNCHENGLADBACH

, 25.01.2016, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ilkay Gündogan bot in Gladbach eine bärenstarke Partie.

Ilkay Gündogan bot in Gladbach eine bärenstarke Partie.

Anders als bei vor allem einer Szene zuvor, als er aus gut 20 Metern mit Brachialgewalt abzog und die Oberkante des Gladbacher Gehäuses touchierte. Das späte Glück mit dem Tor zum entscheidenden 3:1 hatte sich der Mittelfeldspieler hart erarbeitet. Gündogan war Dreh- und Angelpunkt im Dortmunder Spielaufbau, und er gab nicht auf, nachdem ihm zuvor bei einigen Szenen ein Treffer partout nicht gelingen wollte.

Nicht an Toren gemessen

„Gut“, meinte er lachend, „dass ich den Ball von Micki nicht richtig getroffen habe. Er wäre sonst bestimmt nicht reingegangen.“ Gündogan ist nicht der Spieler, der zwingend an Toren gemessen wird. Dennoch ärgerte ihn die persönliche Statistik. „Man braucht ja auch Spieler, die vorbereiten. Aber so lange soll es bis zum nächsten Treffer bitte nicht dauern.“

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Bundesliga, 18. Spieltag: Borussia M'gladbach - BVB 1:3 (0:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund.
23.01.2016
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Bilder der Partie Mönchengladbach gegen BVB.© Foto: DeFodi
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Die Gala-Vorstellung des Regisseurs dürften die BVB-Verantwortlichen mit Genugtuung, vielleicht aber auch mit einem kleinen bangen Blick verfolgt haben. Dass Gündogan nach einer verkorksten Saison, in der er nach seiner 13-monatigen Verletzungspause vergeblich der eigenen Fitness und Form hinterhergelaufen war, in dieser Spielzeit und unter einem neuen Trainer an alte Klasse würde anknüpfen können, diese Hoffnung verband der BVB mit der Vertragsverlängerung im vergangenen Sommer.

Höchste Ansprüche

Unumstritten war diese in den Fankreisen der Borussia nicht, denn Gündogan hatte sich im Mai schon verabschiedet, dann aber einen Wechsel nicht realisieren können.

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Es wäre allerdings ein Wunder, wenn Spiele wie das am Samstag nicht bei den Top-Klubs Begehrlichkeiten wecken würden. Gündogans Ballbehandlung, sein Auge und sein Gespür für die Situation, seine Ball- und Pass-Sicherheit - in all diesen Bereichen genügte sein Spiel in Gladbach höchsten Ansprüchen.

Perspektiven aufzeigen

Im Herbst hat der Spieler betont, sich durchaus eine weitere Vertragsverlängerung in Dortmund vorstellen zu können. Auch eine, die über nur ein weiteres Jahr hinaus geht. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat gleichzeitig angekündigt, allen Leistungsträgern, deren Verträge 2017 auslaufen, Perspektiven aufzeigen zu können. Im Klartext heißt das: ein Gesamtpaket, das dem BVB auch in der Zukunft ermöglichen soll, um Titel mitzuspielen.

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De facto ist es aber eine knifflige Situation. Hummels, Mkhitaryan, Gündogan und Schmelzer, sie alle werden in den kommenden Wochen mit dem BVB am Verhandlungstisch sitzen. Alle werden auch darauf schielen, wie sich die Kollegen entscheiden. Mit allen, das ist unbestritten, hätte der BVB auch in Zukunft ein schlagkräftiges Team. Einer aber wird den Anfang machen müssen.

Hohe individuelle Qualität

Gladbachs Trainer André Schubert hat die hohe individuelle Qualität der Dortmunder betont. Sie, meinte er, sei der Schlüssel gewesen in diesem Spiel. Und besonders das 1:0, „der Dosenöffner“ wie Gündogan plakativ erklärte, habe die Klasse von Spielern wie Reus oder eben Gündogan gezeigt.

Als er noch verletzt war, da haben die Interessenten dennoch Schlange gestanden bei Ilkay Gündogan. Dazu gibt es seinen Traum, einmal für den FC Barcelona zu spielen. Für den BVB werden es schwierige Verhandlungen – aber auch Ilkay Gündogan steht vor einer schweren Entscheidung. Denn er hat zu schätzen gelernt, wie sehr sich der BVB um ihn gekümmert hat, als es nach seiner langen Pause nur langsam bergauf ging.

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