Gute Kumpels: Wie Manuel Akanji BVB-Youngster Gio Reyna unterstützt

Borussia Dortmund

BVB-Youngster Gio Reyna erlebte unlängst ein sportliches Tief, abseits des Rasens bereitet ihm die coronabedingte Isolation Probleme. Manuel Akanji verrät, wie er Reyna hilft.

Dortmund

, 04.05.2021, 16:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Torschütze Gio Reyna (M.) freut sich zusammen mit BVB-Verteidiger Manuel Akanji (r.) über einen Treffer.

Torschütze Gio Reyna (M.) freut sich zusammen mit BVB-Verteidiger Manuel Akanji (r.) über einen Treffer. © picture alliance/dpa

Was er kocht, hat er nicht verraten. Vielleicht kommt auch nur der Lieferdienst. Tragisch wäre das nicht. Im Gegenteil. Schmackhafte Alternativen gibt es im Großraum Dortmund schließlich reichlich. Es geht um Akanjis Geste an sich. Denn der Schweizer ist für BVB-Youngster Gio Reyna gerade in der schweren Zeit ein richtig wichtiger Freund. In Akanji hat Reyna eine wichtige Bezugsperson gefunden, der Innenverteidiger lädt Borussia Dortmunds junge Offensivkraft oft zum Essen ein. Dabei leistet er nicht nur kulinarische Unterstützung.

BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji: „Es ist nicht einfach für einen jungen Spieler“

„Es ist nicht einfach für einen jungen Spieler, aus Amerika hierher zu kommen, ganz allein und weit weg von seiner Familie“, erklärte BVB-Verteidiger Akanji unlängst gegenüber bundesliga.com. Gio Reyna ist erst 18 Jahre alt. Ein Teenager. Alleine in der großen und lauten Welt des Fußballs. Der Druck ist enorm, durch die coronabedingte Isolation gestaltete sich seine Situation nicht gerade leichter.

Jetzt lesen

Akanji, der es als Innenverteidiger des BVB gewohnt ist, der Retter in der Not zu sein, war also zur Stelle. Nicht mit einer beherzten Grätsche oder einem klärenden Kopfball, sondern mit viel Zeit und klugen Gesprächen. Reyna und er sind fast Nachbarn, die beiden BVB-Profis wohnen nur zwei Minuten voneinander entfernt. „Also bringe ich ihn jeden Tag zum Training, bis er seinen Führerschein hat, und lade ihn zum Essen ein, damit er sich nicht allein fühlt“, sagte der 25-jährige Akanji.

BVB-Profi Akanji spricht über seine Rolle als Familienvater

Die Tischgespräche dürften sich dabei häufig um das runde Leder drehen. Aber auch für andere Lebenslagen wird der junge Familienvater Akanji Tipps parat haben. „Ich denke schon, Vater, Mutter, Elternteil zu werden, hilft jedem, eine andere Perspektive auf das Leben zu bekommen, mehr Verantwortung zu übernehmen und über die Entscheidungen nachzudenken, die man trifft““, meinte er.

Jetzt lesen

Reyna jedenfalls sei ein interessierter Zuhörer. „Ich verstehe mich sehr gut mit ihm, er ist noch recht jung und muss noch viel lernen, aber er ist sehr lernbereit und hört zu, wenn ich ihm etwas erklären will. Ich freue mich sehr für ihn und hoffe, dass es so weitergeht“, so Akanji. Mit eben dieser Geduld und Lernbereitschaft hat es BVB-Youngster Reyna schließlich auch aus einem kleinen fußballerischen Leistungsloch heraus geschafft. Seit dem Spiel gegen Bremen zeigt er wieder stärkere Leistungen. Das blieb auch den BVB-Bossen nicht verborgen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc lobt Gio Reyna

„Es sieht schon seit einigen Wochen wieder deutlich besser aus bei ihm. Er ist noch ein junger Spieler, gerade 18 Jahre alt, die Familie ist weit weg, das ist dann auch nicht so einfach. Er hatte ein normales Tief, aus dem er sich eindrucksvoll herausgearbeitet hat. Seine Torgefahr ist wieder da“, erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Gegen Holstein Kiel ebnete Reyna mit seinem Doppelpack den Weg zum 5:0-Kantersieg und war maßgeblich am Einzug des BVB ins Finale des DFB-Pokals beteiligt. Geschmeckt hat das allen Beteiligten.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt