Holt der BVB noch einen Stürmer? Zorc verweist auf vergangene Saison

Borussia Dortmund

BVB-Sportdirektor Michael Zorc deutet an, dass Borussia Dortmund keinen weiteren Stürmer verpflichten wird – und versucht, die Erwartungshaltung an Youssoufa Moukoko zu dämpfen.

Dortmund

, 23.07.2020, 13:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Holt BVB-Sportdirektor Michael Zorc (l.) Coach Lucien Favre noch einen weiteren Stürmer?

Holt BVB-Sportdirektor Michael Zorc (l.) Coach Lucien Favre noch einen weiteren Stürmer? © picture alliance/dpa

Geht Borussia Dortmund wie schon im Vorjahr mit nur einem gelernten Mittelstürmer in die neue Saison? Michael Zorc deutet an, dass es so kommen wird. „Wir haben in der vergangenen Saison nicht zu wenig Tore geschossen“, sagte der BVB-Sportdirektor dem „Kicker“ (Donnerstagsausgabe) auf die Frage, ob der Vizemeister noch einen zweiten echten Stürmer benötige. Die Zahlen geben Zorc recht. 84 Tore erzielte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit – Vereinsrekord.

Sportdirektor Michael Zorc sieht genug Torgefahr beim BVB

Er werde nicht unter Schlaflosigkeit leiden, falls der einzige Vollblut-Torjäger im BVB-Kader, Erling Haaland (20), mal mit Ladehemmungen oder Verletzungen zu kämpfen habe, meinte Zorc. Er sieht den BVB breit genug aufgestellt, um auch dann noch torgefährlich zu sein. Der Dortmunder Kaderplaner verwies auf die Möglichkeiten, die Trainer Favre besitze, um einen möglichen Ausfall Haalands zu kompensieren. So habe der BVB in der vergangenen Saison häufiger in einem System mit zwei Spitzen agiert, vorzugsweise Thorgan Hazard und Jadon Sancho. „In diesem Sinne gibt es gar keinen klassischen Neuner mehr“, sagte Zorc. Nur falls Sancho den BVB noch in Richtung England verlasse, bestehe Handlungsbedarf in der Offensive.

Auch vor einem Jahr hatten sich die BVB-Verantwortlichen dazu entschieden, nur mit einem gelernten Stürmer in die Spielzeit zu starten, damals hieß dieser Stürmer noch Paco Alcacer. Ein paar Monate später, auf der Mitgliederversammlung am 24. November 2019, hatte Hans-Joachim Watzke diese Entscheidung einen „Fehler“ genannt. „Wir hätten definitiv noch einer zweiter Nummer Neun verpflichten müssen“, erklärte der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung damals.

BVB kann vielleicht auf Moukoko setzen

Anders als vor einem Jahr ist in diesem Sommer, dass in Youssoufa Moukoko ein Nachwuchsstürmer mit den Hufen scharrt und sich bei den Profis beweisen möchte. Das 15-jährige Offensivtalent, das in der Jugend Torrekord um Torrekord pulverisiert hat, wird ab dem 30. Juli bei den Profis mittrainieren und in der U19 spielen. Ab seinem 16. Geburtstag, am 20. November, ist er dann für die erste Mannschaft spielberechtigt und könnte in der Bundesliga auf Torejagd gehen. Zorc erklärte allerdings: „Ich warne vor einer zu großen Erwartungshaltung.“

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