Horst Köppel über die zwei Herzen in seiner Brust

Das Borussen-Duell

Früher stand Horst Köppel in Mönchengladbach und Dortmund als Trainer an der Seitenlinie. Heute sitzt er entspannt auf Mallorca vor dem Fernseher, wenn beide Mannschaften heute im Borussen-Duell (18.30 Uhr) in Mönchengladbach aufeinandertreffen.

DORTMUND

von Von Daniel Müller

, 22.04.2011, 21:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Trainerjob als Droge: Horst Köppel war an der Seitenlinie bekannt für sein großes Engagement. Umso schwerer fällt es dem mittlerweile 62-Jährigen, derzeit nur als Zuschauer das Treiben in der Bundesliga beobachten zu können.

Der Trainerjob als Droge: Horst Köppel war an der Seitenlinie bekannt für sein großes Engagement. Umso schwerer fällt es dem mittlerweile 62-Jährigen, derzeit nur als Zuschauer das Treiben in der Bundesliga beobachten zu können.

Ich denke, der BVB lässt sich den Titel nicht mehr nehmen. Die Mannschaft spielt sehr konstant auf hohem Niveau und wird mit Recht Deutscher Meister. Deshalb drücke ich heute den Gladbachern die Daumen, sie benötigen die Punkte dringender.

So lange es rechnerisch noch möglich ist, sollten alle Beteiligten ganz fest daran glauben. Meiner Meinung nach braucht Gladbach aus den letzten vier Spielen drei Siege. Dann könnte es noch reichen.

Sollte Gladbach wirklich absteigen, dann hat der Klub sicherlich das Potenzial, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Dafür braucht man eine schlagkräftige Truppe auch mit jungen Spielern.

Er hat eine super Entwicklung genommen. Doch ein Jahr in der zweiten Liga würde ihm sicherlich nicht schaden. Angesichts der Finanzkraft der Bewerber dürfte es für die Verantwortlichen in Gladbach allerdings schwierig werden, Reus zu halten.

Wenn man einmal Trainer gewesen ist, ist das wie eine Droge. Ich würde liebend gerne wieder einen Job annehmen. Allerdings muss es für alle Seiten auch passen. Das ist nicht so einfach. Der Trend geht ja eher zu jüngeren Trainern. Aber um es deutlich zu sagen: Ich bin bereit, wieder als Trainer zu arbeiten.

Als Trainer war das mein größter Erfolg. Ein Glücksfall.

Das war eine absolute Bauch-Entscheidung. Ich hatte eine schlaflose Nacht deswegen. Ich wollte ihn ja eigentlich verkaufen. Aber weil ihn keiner wollte… Mit Nobby stehe ich übrigens noch immer in Kontakt. Auch mit Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke telefoniere ich regelmäßig.

Die Entwicklung, die die Mannschaft unter Jürgen Klopp genommen hat, ist unglaublich. Ich bin sicher, dass der BVB auch in der kommenden Saison eine gute Rolle spielt. Was im Europapokal möglich ist, muss man sehen. Es kommt auf den Kader an. Auch in Dortmund gibt es ja einige Wechselgerüchte.

Noch habe ich nichts vor. Ich würde gerne kommen. Ich denke, für mich gibt es auch noch eine Karte.

Lesen Sie jetzt