"Ich kann viel mehr"

Dede im Interview

DORTMUND Noch steht sein Name für den missglückten Saisonstart: Borussia Dortmunds Publikumsliebling Dede (31) fehlt es an Dynamik und offensiver Durchschlagskraft. Im Interview spricht der Brasilianer über seine Verfassung, Trainer Jürgen Klopp und das kleine Revierderby gegen Bochum.

von Von Sascha Fligge

, 14.10.2009, 18:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Immer 100 Prozent: Dede (r.) stoppt Arjen Robben.

Immer 100 Prozent: Dede (r.) stoppt Arjen Robben.

Ich habe keine Lust, die Schuld auf einzelne Mannschaftsteile oder irgendwelche Achsen zu schieben. Wir alle haben unsere Leistung nicht ansatzweise gebracht. In der vergangenen Rückrunde haben wir sieben Mal in Serie gewonnen. Damals war Sebastian Kehl unser Anführer. Vielleicht haben wir zu lange gebraucht, um seinen Ausfall zu kompensieren.

Das kann man schwer beschreiben. Er ist ein außergewöhnlich starker Charakter. Sebastian führt uns auf dem Platz und außerhalb. Jeder hört auf ihn. Trotzdem darf es nie soweit kommen, dass der Ausfall eines Spielers zum Alibi für eine schwache Phase wird. Kehl ist jetzt nicht da, das muss für einen Kader unserer Qualität verkraftbar sein.

Ja, auf jeden Fall. Auch ich kann viel mehr.

Auf jeden Fall. Aber auch mein Knie ist kein Alibi. Die Sache ist durch, vorbei. Ich bin Profi, man verlangt von mir, dass ich Vollgas gebe, um mich wieder in eine Top-Verfassung zu bringen. Daran arbeite ich.

Nein, der ist noch da. Vor drei, vier Jahren gab es eine Situation, da hat uns in der wirtschaftlichen Krise des Vereins niemand mehr ernst genommen. Das tat mir richtig weh! Jedes Team ist damals mit breiter Brust nach Dortmund gereist und war total überzeugt davon, dass es in unserem Stadion gewinnen wird. Aber das ist vorbei. Daran ändert auch der mäßige Saisonstart nichts.

Quatsch! Kloppo hat zwei Seiten – eine nette und eine böse. Er weiß genau, wann er hin- und herschalten muss. Klopp lebt seinen Job wie kein anderer Trainer, den ich je kennen gelernt habe. Der Mann ist Emotion pur…

Auf jeden Fall. Er hätte das Zeug dazu.

Klimo, Du bist ein Super-Freund, aber auf dem Platz werde ich darauf keine Rücksicht nehmen. Niemals! Wir haben schon das große Derby gegen Schalke verloren. Gegen Euch gewinnen wir. Völlig egal, wie!

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