Jojic und Schmelzer die Schwachpunkte gegen Stuttgart

BVB-Einzelkritik

Er erwarte „nichts Besonderes, nur drei Punkte“, sagte Borussia Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke kurz vor dem Anpfiff. Mit dem ersten Teil seiner Prognose behielt er Recht, mit den drei Punkten wurde es jedoch nichts beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart. Die Einzelkritik.

DORTMUND

, 24.09.2014, 22:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jojic und Schmelzer die Schwachpunkte gegen Stuttgart

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Starker Ball auf Kagawa (33.), hatte viel Platz auf seiner Seite, bekam aber zu wenig brauchbare Anspiele. Im Endeffekt gelang ihm zu wenig Zwingendes, mit Ausnahme des Zuspiels auf Aubameyang vor dem 1:2. Hatte in der hektischen Schlussphase den Siegtreffer auf dem Fuß (90.)

In den ersten 45 Minuten fast unsichtbar, weil wenig gefordert. Versuchte sich an weiten Diagonalpässen, zumeist ohne Fortune. Pech bei seiner Chance kurz nach Wiederanpfiff (46.), weil er den Ball in Bedrängnis nicht voll erwischte. Wirkte nicht so präsent wie gewohnt, dazu fehlerbehaftet. 

Unkonzentriert, als er den Ball vor Werners Chance verlor (23.). Als Zweikämpfer wenig gefordert, Spielgestaltung aus der hintersten Abwehrreihe ist nicht sein Metier. In der Schlussphase musste er im Mittelfeld (!) ran.

Erster Starfelf-Einsatz in der Bundesliga. Wie Sokratis zu weit weg von Gentner (10.). Stuttgart versuchte es oft über seine Seite. So auch beim 0:1, als er Leitner in seinem Rücken vergaß und den Ball nicht entschlossen klärte (48.). Dann mit eier gut gemeinten Rettungstat, die zum Bumerang wurde und zum 0:2 führte. Sein Freistoß, der zum 2:2 führt, mildert die Note.

War um die Auslösung der Spielabläufe bemüht. Aber er hat andere Kernkompetenzen. Nur war er defensiv kaum gefordert und blieb daher vergleichsweise unauffällig bis zu seiner Auswechslung (65.).

Wie zuletzt immer: Einige vielversprechende Ansätze machte er durch eine viel zu hohe Fehlerquote zunichte. Nach schönem Doppelpass mit Kagawa zielte er drei Meter zu hoch (36.). Er war auf der Achter-Position kreativ gefordert – und scheiterte an der Aufgabe. Auch die Standards blieben ungefährlich.

Sein Tempo ist seine Waffe – die stumpf bleibt, wenn danach die Abspiele nicht ankommen. Mit zunehmender Spieldauer tauchte auch er zunächst ab, ehe er dann zum Anschlusstreffer plötzlich wieder auftauchte (73.). Das rettete ihn aber nicht vor der Auswechslung (74.).

Seine starke Ballmitname samt Abschluss hätte mehr als einen Lattentreffer verdient gehabt (33.), die Flanke auf Aubameyang (45.) war mit feiner Finte vorbereitet. Sogar per Kopf gefährlich (66.). Der Alleinunterhalter kann er aber noch nicht sein. Auf die übergroßen Erwartungen musste große Ernüchterung folgen. Zweite durchschnittliche Partie hintereinander.

Machte anfangs viel Betrieb über seine linke Seite. Strammer Schuss aus 25 Metern (41.), kein Druck beim Kopfball (55.). Es fehlte an Kombinationsspiel mit ihm, er spielte schwächer als zuletzt.

Ein Abschluss (29.) und mit dem festen Willen, am Spiel teilzunehmen. Doch wenn die Partie nicht ins Rollen kommt, sieht der Stürmer immer schwach aus. Als Knipser jedoch mit dem richtigen Riecher trotzdem zur Stelle beim Ausgleich (86.).

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