Kehl hört auf den kleinen Luis

Treffer des BVB-Kapitäns

Seinen letzten Bundesliga-Treffer hatte Sebastian Kehl (31) am 13. März 2010 erzielt, beim 4:1 in Bochum. Die Zeit danach war geprägt von Verletzungen und Entbehrungen. Mit dem Treffer zum 5:0 beim Sieg über einen überforderten 1. FC Köln ist Kehl endgültig wieder da.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 22.10.2011, 18:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sebastian Kehl war immer Herr der Lage, wie hier im Kopfball-Duell gegen Roshi.

Sebastian Kehl war immer Herr der Lage, wie hier im Kopfball-Duell gegen Roshi.

Gegen Köln machte Kehl sein fünftes Bundesliga-Spiel in dieser Saison, das zweite von Beginn an. Mit ihm und einem wieder deutlich verbesserten Sven Bender wirkte das defensive Mittelfeld der Borussia deutlich besser organisiert als noch am Mittwoch – allerdings muss man zugestehen, dass es auch für den erfahrenen Kapitän wohl selten so einfache Spiele wie das gegen die erschreckend schwachen Kölner gegeben hat. Kehl genoss die 90 Minuten dennoch. Er steckte den frühen Zusammenprall mit Martin Lanig weg, der eine sichtbar dicke Lippe ("Dafür bezahlen andere viel Geld") und einen wackeligen Schneidezahn zur Folge hatte. Und als Jakub Blaszczykowski alle Zeit der Welt hatte und die Flanke gefühlvoll ins Zentrum des Kölner Strafraums schaufelte, spurtete Kehl in die Lücke und wuchtete den Ball mit dem Kopf ins Tor.

"Wären da noch zwei Verteidiger gewesen, ich hätte auch sie noch aus dem Weg geräumt", meinte er später und lieferte den Grund gleich mit: "Ich habe heute mit meinem kleinen Sohn telefoniert, der fünf Jahre alt ist. Er hat gesagt, ohne Tor brauche ich gar nicht nach Hause zu kommen." Und dem kleinen Luis wollte Papa Kehl nicht widersprechen.  

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