Kein Promi-Bonus für BVB-Profi Zidan

Landgericht Dortmund

DORTMUND Mohamed Zidan musste am Donnerstag vor Gericht antanzen. Promi-Bonus? Ein Fremdwort für Wilfried Meyer-Laucke. Seine richterlichen Anweisungen sind zu befolgen: „Wer eine Vorladung hat, hat zu erscheinen":

30.10.2009, 13:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mohamed Zidan fehlte am Donnerstag vor Gericht.

Mohamed Zidan fehlte am Donnerstag vor Gericht.

Anschließend soll er jedoch die in Rechnung gestellten 8925 Euro nicht bezahlt haben. Grund: Zidan will den Architektenvertrag schon drei Tage später widerrufen haben. Der Bauantrag hätte also nie eingereicht werden dürfen. Pikant ist jedoch: Laut Anwalt Buhl könne sich Zidan in Sachen Kündigung weder an deren Wortlaut, das Wetter, geschweige denn an die Tageszeit erinnern, zu der er im Dortmunder Büro der Immobilienfirma aufgetaucht sein will. Und noch pikanter: Das Unternehmen besaß zum besagten Zeitpunkt gar kein Dortmunder Büro, sondern befand sich in Lünen. Passenderweise konnte der Fußballer auch das Bürogebäude nicht mehr beschreiben.

Für Dirk Schulte-Umberg von der Immobilienfirma steht fest: „Zidan war nie da.“ „Die Prozessaussichten sind alles andere als günstig“, sagte schließlich auch Richter Meyer-Laucke, der sich zwischenzeitlich so veräppelt fühlte, dass er gegen den fehlenden Zidan sogar ein Ordnungsgeld von 500 Euro verhängen wollte.  Fazit: Die Parteien schlossen einen Vergleich, wonach der BVB-Spieler 7500 Euro und die Prozesskosten zahlen muss.

Lesen Sie jetzt