Klare Ansage: BVB-Profi Axel Witsel meldet sich aus der Reha

Borussia Dortmund

Axel Witsel arbeitet weiter hart an seinem Comeback für den BVB. Der Mittelfeldspieler findet, der BVB gehört nicht in die Europa League – und erklärt, was aktuell nicht gut läuft.

Dortmund

, 12.02.2021, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Axel Witsel erlitt im Bundesligaspiel gegen RB Leipzig einen Achillessehenriss und musste gestützt werden, als er den Platz verließ. Aus der Reha gibt er sich kämpferisch.

Axel Witsel erlitt im Bundesligaspiel gegen RB Leipzig einen Achillessehenriss und musste gestützt werden, als er den Platz verließ. Aus der Reha gibt er sich kämpferisch. © picture alliance/dpa

Die Fernsehbilder ließen schon nichts gutes ahnen. Ohne Fremdeinwirkung hatte sich Axel Witsel im Bundesligaspiel gegen RB Leipzig schwer verletzt. Geschützt verließ er humpelnd den Platz. Bis zum Ende der Saison wird er wegen eines Achillessehnenrisses ausfallen.

Im Feiertagsmagazin des BVB vor dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim erzählte der defensive Mittelfeldspieler, der aktuell in seiner Heimat Belgien ist, wie die Reha verläuft und wie er die aktuelle Situation der Borussen bewertet.

Vor dem BVB-Heimspiel gegen Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr, live bei Sky) sprach Axel Witsel über ...

... die Operation:Die Operation lief sehr gut. Nach der OP hatte ich keine Schmerzen und musste auch keine Schmerzmittel nehmen. Zwei Wochen durfte ich nichts machen und habe dann mit der Reha begonnen.“

... seine Reha: „Ich trainiere von Montag bis Samstag immer etwa zwei Stunden. 20 bis 30 Minuten davon werde ich an den Füßen behandelt, um die Beweglichkeit zurückzuerlangen. Danach arbeite ich an allem, was möglich ist und trainiere den Oberkörper und sogar die Beine, trotz dieses Dings hier (zeigt seine Schiene in die Kamera und lacht). In zwei Monaten kann ich den Stiefel ablegen und dann wird die richtig harte Arbeit beginnen.“

... das Gefühl, nicht spielen zu können: „Für mich ist es nicht einfach. Ich vermisse meine Mitspieler, die Trainings, das Spiel, den Wettbewerb. Aber das ist Fußball. 16 Jahre lang hatte ich keine besonderen Verletzungen. Also kann ich mich nicht beschweren. Ich muss das akzeptieren und noch härter arbeiten, um stärker zurückzukommen.“

... die T-Shirts, die die BVB-Profis vor dem Spiel gegen Mainz trugen, um ihm gute Besserung zu wünschen: „Das ist eine zusätzliche Motivation. Es gibt einem die Kraft weiter zu machen und härter zu trainieren. Es war eine sehr schöne Geste. Es hat mich berührt, als ich es im Fernsehen gesehen habe. Das war eine schöne Botschaft.“

... die Situation bei Borussia Dortmund: „Wir sind in keiner guten Phase aktuell. Der sechste Platz ist nicht der, auf den wir gehören. Wir müssen weiter oben stehen. Wir probieren aktuell Dinge aus, aber sie funktionieren nicht immer. Wir brauchen zum Beispiel fünf oder sechs gute Chancen, um ein Tor zu erzielen. In den letzten Jahren haben wir fast mit jedem Atemzug ein Tor gemacht. Wir hatten zuletzt schlechte Momente, aber das wichtigste ist, dass wir zusammenhalten und hart arbeiten. Wir müssen alles dafür tun, um in der nächsten Saison in der Champions League zu spielen. Ein Klub wie Borussia Dortmund muss in der Champions League spielen, nicht in der Europa League. Ich bin mir sicher, am Ende der Saison werden wir unter den ersten Vier stehen.“

... das Spiel gegen Hoffenheim: „Wir müssen von Beginn an aggressiv sein und den Gegner unter Druck setzen. In der Situation, in der wir sind, sollten wir nicht zu viel nachdenken. Egal ob wir gut oder schlecht spielen, das Wichtigste ist, dass wir drei Punkte holen. Wir können schön spielen, Tikitaka, aber im Moment, brauchen wir einfach die drei Punkte.“

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... die Zeit zu Hause: „Jeden Tag stellt mir meine jüngste Tochter dieselbe Frage: Warum bist du noch zu Hause? Was machst du hier? Geh zum Training. Am Anfang war es ein bisschen komisch für sie, weil sie nicht gewohnt ist, dass ich so viel zu Hause bin. Und wenn wir das Spiel schauen, fragt sie auch immer, warum ich nicht auf dem Platz stehe. Aber ich genieße es, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen.“

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