Klopp fordert mediale Sachlichkeit

BVB-Pleite in Hoffenheim

Nach der Entzauberung von Jungstar Mario Götze & Co. durch die fleißigen Fußball-Handwerker der TSG 1899 Hoffenheim reagierte BVB-Trainer Jürgen Klopp sichtlich gereizt.

SINSHEIM

von Von Eric Dobias (dpa)

, 14.08.2011, 09:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Enttäuscht: Chris Löwe.

Enttäuscht: Chris Löwe.

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Fußball-Bundesliga: TSG Hoffenheim - BVB

Bei Angstgegner TSG Hoffenheim unterlag der Deutsche Meister Borussia Dortmund am 2. Spieltag der Saison 2011/12 unglücklich mit 0:1 (0:1).
13.08.2011
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Enttäuschte Borussen nach Spielende.© Foto: dpa
Trotz BVB-Niederlage nicht unzufrieden: Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Jakub Blaszczykowski kam für den ausgepumpten Mario Götze ins Spiel.© Foto: DeFodi
Mario Götze (r.) setzt sich gegen Sejad Salihovic durch.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) im Zweikampf mit Marvin Compper.© Foto: dpa
Shinji Kagawa (r.) im Zweikampf mit Firmino Roberto.© Foto: DeFodi
Andreas Beck (oben) foult Mario Götze.© Foto: dpa
BVB-Torhüter Roman Weidenfeller (M.) konnte den frühen Rückstand nicht verhindern.© Foto: dpa
Mats Hummels nach dem Schlusspfiff.© Foto: DeFodi
Sejad Salihovic jubelt über seinen Treffer zum 1:0.© Foto: dpa
Erster Sieg als 1899-Coach: Holger Stanislawski.© Foto: dpa
Chinedu Obasi (unten) foult Lukasz Piszczek.© Foto: DeFodi
Shinji Kagawa (vorne) behauptet den Ball gegen Roberto Firmino.© Foto: dpa
Enttäuscht: Chris Löwe. © Foto: dpa
Mats Hummels (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen gegen Marvin Compper.© Foto: DeFodi
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Bei Angstgegner TSG Hoffenheim unterlag der Deutsche Meister Borussia Dortmund am 2. Spieltag der Saison 2011/12 unglücklich mit 0:1 (0:1).
13.08.2011
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Enttäuschte Borussen nach Spielende.© Foto: dpa
Trotz BVB-Niederlage nicht unzufrieden: Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Jakub Blaszczykowski kam für den ausgepumpten Mario Götze ins Spiel.© Foto: DeFodi
Mario Götze (r.) setzt sich gegen Sejad Salihovic durch.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) im Zweikampf mit Marvin Compper.© Foto: dpa
Shinji Kagawa (r.) im Zweikampf mit Firmino Roberto.© Foto: DeFodi
Andreas Beck (oben) foult Mario Götze.© Foto: dpa
BVB-Torhüter Roman Weidenfeller (M.) konnte den frühen Rückstand nicht verhindern.© Foto: dpa
Mats Hummels nach dem Schlusspfiff.© Foto: DeFodi
Sejad Salihovic jubelt über seinen Treffer zum 1:0.© Foto: dpa
Erster Sieg als 1899-Coach: Holger Stanislawski.© Foto: dpa
Chinedu Obasi (unten) foult Lukasz Piszczek.© Foto: DeFodi
Shinji Kagawa (vorne) behauptet den Ball gegen Roberto Firmino.© Foto: dpa
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Mats Hummels (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen gegen Marvin Compper.© Foto: DeFodi
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Drei Tage nach seiner bejubelten Gala im DFB-Trikot gegen Brasilien konnte Götze dem Spiel des BVB in Hoffenheim keine Impulse verleihen. "Mario war sicher ein wenig müde, dass ist auch ein Stück weit normal für einen 19-Jährigen. Da werden wir auch in Zukunft aufpassen", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

Trotz der Jubelarien, die nach dem beeindruckenden 3:1-Auftaktsieg gegen den HSV und dem starken Auftritt in der Nationalmannschaft angestimmt worden waren, wollte Klopp von "Kopfproblemen" bei Götze nichts wissen. Vielmehr mahnte er eindringlich mehr Sachlichkeit in den Medien an. "Dass die Öffentlichkeit beim Erreichen von Zielen hilft, ist selten. Deshalb war ich nicht überrascht, dass Dinge überzeichnet wurden. Aber in der vergangenen Woche ist es über uns gekommen wie aus einem Füllhorn", geißelte er die Schlagzeilen über das Jahrhunderttalent und den möglichen Durchmarsch in der Bundesliga. Noch deutlicher wurde Mats Hummels. "Jeden hat das ein bisschen genervt, auch das Thema, was bei Mario los war. Da wurde teilweise keine Peinlichkeit ausgelassen", übte der BVB-Innenverteidiger Medienschelte.

Götze selbst, der angeschlagen in die Partie gegangen war, verließ die mit 30.150 Fans ausverkaufte Rhein-Neckar-Arena kommentarlos durch den Hinterausgang. "Dass Mario nach dem intensiven Spiel gegen Hamburg und dem Länderspiel müde ist, war uns klar. In der Pause hat er gesagt, dass wir langsam an einen Wechsel denken sollten", sagte Klopp. "Der eine oder andere war etwas müder als es gut gewesen wäre", stellte Zorc fest.Dennoch erarbeiteten sich die Dortmunder einige Chancen, doch mehr als ein Lattenkopfball des eingewechselten Ivan Perisic (63.) sprang nicht heraus. "Wir sind dem Rückstand nicht immer mit den richtigen Mitteln hinterhergelaufen, haben zu viel Klein-Klein gespielt. Und wir machen zu wenig Tore aus unseren Chancen. Das ist ein Problem", benannte Zorc die BVB-Schwächen gegen extrem leidenschaftliche Hoffenheimer.

Die ernteten den Lohn für "90 Minuten harte Arbeit", wie Trainer Holger Stanislawski zufrieden feststellte, weil Sejad Salihovic in der 9. Minute zu einem Kunstfreistoß der Marke "Tor des Monats" ansetzte. Aus 33,5 Metern hämmerte der Bosnier den Ball in den Winkel und erntete dafür auch vom Gegner viel Lob. "Den hat er sensationell reingehauen", sagte Klopp. Auch BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller zog seinen Hut: "Den hätte ich nicht einmal gehalten, wenn ich in der Ecke gestanden hätte. Das muss man hinnehmen und gratulieren."

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BVB-Einzelkritik zum Spiel gegen Hoffenheim

Die BVB-Spieler in der Einzelkritik.
05.08.2011
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Roman Weidenfeller schiebt Frust. Trotz der Verletzung von René Adler und beständig guter Leistungen bei Borussia Dortmund wird der Torhüter von den DFB-Verantwortlichen ignoriert© Foto: Defodi
Lukasz Piszczek: Aktiver als Löwe auf der anderen Seite. Suchte die Sprints, hinterließ aber auch große Lücken. > Note: 3,0© Foto: Defodi
Felipe Santana: Dem schnellen Brasilianer unterliefen einige Stellungs- und Stockfehler. Konnte nie überzeugen. > Note: 5,0© Foto: Defodi
Mats Hummels: Starke Szenen wechselten einander mit unnötigen Fehlpässen ab. Die Spritzigkeit fehlte. > Note: 3,5© Foto: Defodi
Chris Löwe: Schießt gute Standards, machte seine Bahn weitgehend dicht. Keinerlei Impulse nach vorn. > Note: 4,0© Foto: Defodi
Ilkay Gündogan: Im Offensivspiel ohne Ideen und Durchschlagskraft. Foulte häufig, unter anderem vor dem 0:1. > Note: 5,0© Foto: Defodi
Sven Bender ist wieder einsatzbereit.© Foto: DeFodi
Mario Götze: Wirkte müde, war trotzdem effektivster BVB-Profi. Schnell, fintenreich, früh ausgewechselt. > Note: 3,0 © Foto: Defodi
Shinji Kagawa: Konnte sein Potenzial nach zwei 16-Stunden-Flügen nie ausschöpfen. Lief sich häufig fest, verursachte Ballverluste. > Note: 4,0© Foto: Defodi
Kevin Großkreutz und Co. treten am 25. Oktober um 20.30 Uhr gegen Dynamo Dresden an.© Foto: Defodi
Robert Lewandowski: Starke Strafraumszene samt Pass in den Rücken der Abwehr zu Beginn. Bekam danach kaum Bälle, ging deshalb unter. > Note: 4,5© Foto: Defodi
Jakub Blaszczykowski: Kam für Götze (54.). Nutzte seine Schnelligkeit, servierte fleißig Flanken von der rechten Seite. > Note: 3,0© Foto: Defodi
Ivan Perisic: Ersetzte von der 56. Minute an Gündogan. Hatte drei Topchancen - vergab sie allesamt! > Note: 3,0© Foto: Defodi
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So trat der Meister wie im Vorjahr mit leeren Händen die Rückreise aus dem Kraichgau an. "Gegen Hoffenheim kalkulieren wir schon nichts mehr ein", sagte Hummels. Für Klopp fühlte sich die Niederlage schlecht an, "weil sie nicht nötig war". Genauso wie sein heftiges Wortgefecht mit dem Vierten Offiziellen nach dem Abpfiff. Klopps Schlusskommentar: "Es gibt kaum Möglichkeiten, diese Dinge angemessen darzustellen. Deshalb habe ich mir angewöhnt, zu diesem Thema die Schnauze zu halten."

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