Kompakter mit Hummels

Innenverteidigung

DORTMUND Eine der spannendsten Fragen des Vorbereitungs-Sommers bei Borussia Dortmund war die nach der Besetzung der beiden Innenverteidiger-Posten. Das 1:0 am Samstag könnte eine vorläufige Antwort gegeben haben

von Von Dirk Krampe

, 05.10.2009, 11:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mats Hummels : Stärkster Dortmunder in Gladbach.

Mats Hummels : Stärkster Dortmunder in Gladbach.

Den Saisonbeginn hatte der Ex-Münchner mehr oder minder Zähne knirschend auf der Bank erlebt. Als vorläufiger Verlierer im internen Dreikampf mit Subotic und dem Brasilianer Felipe Santana, der ihn während seiner langen Verletzungspause überragend gut vertreten hatte. Gegen Köln und Stuttgart sowie im Auswärtsspiel in Hamburg kam Hummels nur als Einwechselspieler zum Zug. Danach setzte Klopp ihn in Frankfurt und im Pokal in Karlsruhe sowie in den Liga-Heimspielen gegen Bayern und Schalke jeweils in der Raute ein – auf der Sechs, die sich nach Sebastian Kehls Verletzung zur Problemzone im Dortmunder Spiel auswuchs. Tinga, Sahin und Hummels versuchten sich dort. Mit mehr oder minder großem Erfolg.

Als sich Kehls Rückkehr Anfang der vergangenen Woche definitiv ins nächste Jahr verschob, musste eine tragfähige Lösung für die defensive Achse her – gut möglich, dass Klopp sie mit Subotic/Hummels und Sven Bender vor der Abwehr nun gefunden hat. „Ich bin froh, dass ich da spielen durfte“, meinte Hummels, „und froh, dass wir zu Null gespielt haben.“ Spekulationen über die kommenden Wochen wolle er sich „ersparen. Aber es ist kein Geheimnis, dass ich mich hinten wohler fühle. Das sage ich seit Wochen.“ Hummels (kicker-Notenschnitt 3,75) hat die Herausforderung nach einem verkorksten ersten Halbjahr angenommen. Nach seiner Bänder-Operation, die ihn die Rückrunde kostete, spielte er sich rechtzeitig zur U21-Europameisterschaft in Form. Im Finale glänzte er als Abräumer auf der „Sechs“. Beim BVB brachte ihm das keine Pluspunkte. „Das Rennen“, sagte Klopp im Sommer-Trainingslager in Donaueschingen, „ist offen.“ Intern hatte Santana nach seiner glänzenden Rückrunde offenkundig einen gewissen Vorsprung. Nach sechs Liga-Spielen in Serie ohne Sieg war die Rückkehr zur defensiven Kompaktheit in Gladbach oberstes Gebot. Auch dank Hummels hielt Dortmund das zu Null. „Es war wichtig“, meinte er, „dass wir nicht auf Platz 15 oder 16 in die Länderspiel-Pause gehen müssen"

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