Langerak soll Tor hüten - Temme verabschiedet

Dienstag in Wiedenbrück

Vor dem Spiel hatten sie sich so viel vorgenommen, im Spiel rackerten sie rastlos, nach dem Spiel standen sie mit leeren Händen da – Borussia Dortmund II ist derzeit im eigenen Stadion noch immer ohne Punktgewinn.

DORTMUND

von Von Harald Gehring

, 28.08.2011, 18:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das darf alles nicht wahr sein - ein bitter enttäuschter Mario Vrancic nach der Niederlage gegen Trier.

Das darf alles nicht wahr sein - ein bitter enttäuschter Mario Vrancic nach der Niederlage gegen Trier.

Die Borussen verfügen zurzeit nur über drei Spieler, die wirklich Torgefährlichkeit ausstrahlen: Terrence Boyd, Mario Vrancic mit seinen Distanzschüssen und Jonas Hofmann. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dieses Trio auch halbwegs regelmäßig trifft. In Sachen Torausbeute ist einzig Boyd mit zwei Saisontreffern hervorzuheben. Aber ausgerechnet Boyd wird immer noch viel zu selten gesucht, angespielt und in aussichtsreiche Positionen gebracht. In diesem Zusammenhang ist sicherlich auch Ensar Baykan gefordert, der als Zehner noch nicht die erhoffte Dominanz im offensiven Dortmunder Mittelfeld verbreitet. Fakt bleibt: Ein einziges Tor (durch Boyd) in zwei Heimspielen macht eben keinen Dreier möglich.

Tröstlich erscheint jedoch die intakte Moral der Mannschaft, die sich nie aufgibt, immer aufs Neue die Chance sucht. Das allerdings sollte etwas zielstrebiger passieren. Bereits in Wiedenbrück am Dienstag (19 Uhr) soll sich der gastgebende SC davon überzeugen. Beim BVB wird dabei voraussichtlich Mitch Langerak aus dem Bundesliga-Kader das Tor hüten, da er Spielpraxis sammeln soll. Johannes Focher pausiert nach seiner Roten Karte. „Den Ärger über Rot habe ich verarbeitet. Ich hab‘ mir da nichts vorzuwerfen.“ Tatsächlich belegen Fotos, dass Fochers Aktion eindeutig dem Ball galt. Der BVB-Schlussmann hofft jetzt auf eine kurze Sperre.

Neben „Neuzugang“ Langerak steht Konstantin Fring als „Rückkehrer“ in Wiedenbrück bereit. Tim Treude muss sich dagegen einem weiteren Belastungstest unterziehen, ehe die Ampel für ihn auf Grün umschaltet. Fring könnte übrigens als Sechser im BVB-Mittelfeld auftauchen, weil Ivan Paurevic bereits zum Lehrgang der kroatischen U 21 abgereist ist. Verabschiedet hat der BVB nun auch offiziell Jan Temme. Nachwuchs-Koordinator Lars Ricken und BVB II-Manager Ingo Preuß überreichten vor dem Trier-Spiel ein Erinnerungsgeschenk. Künftig wird der Defensive, der wegen seiner Hüftproblematik keinen Hochleistungssport mehr betreiben kann, für den Westfalenligisten SuS Stadtlohn spielen.

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