Laufzeit, Ziele: So plant der BVB mit Torhüter Roman Bürki

mlzBorussia Dortmund

Ein starker Rückhalt im Tor und intern geschätzt: Borussia Dortmund und Keeper Roman Bürki gehen weiter gemeinsam auf Titeljagd. So lange bleibt dafür Zeit.

Dortmund

, 14.06.2020, 20:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

An eine derartige Erfolgsgeschichte war nicht zu denken, als Borussia Dortmund im Frühjahr 2015 die Verpflichtung des Torhüters Roman Bürki vom SC Freiburg bekanntgab. 3,5 Millionen Euro überwies der BVB damals für die Dienste des Schweizers. Als ein Nobody kam er an, inzwischen hat er sich nicht nur als Bällefänger bei Borussia Dortmund verdient gemacht.

Wenn Bürki in den nächsten Tagen seinen neuen Vertrag bei Borussia Dortmund unterschreibt, wird die Zusammenarbeit um zwei weitere Jahre verlängert, sein neuer Kontrakt endet dann im Sommer 2023. Der Schweizer, der in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, hätte sich auch eine längere Laufzeit vorstellen können. Doch der BVB setzte sich in diesem Punkt durch in den Verhandlungen, die bereits im Januar als lose Gespräche begannen, während der Corona-Zwangspause ruhten und in der vergangenen Woche finalisiert wurden. Große Gehaltssprünge waren ebenfalls nicht realisierbar.

Bürkis Stellenwert als BVB-Antreiber darf nicht unterschätzt werden

Bürki ist für den BVB ein starker Rückhalt, spielt aber nicht fehlerfrei. Er ist klasse, aber nicht Weltklasse, soweit die Einschätzung in Dortmund. Spätestens durch die Corona-Krise und fehlende Alternativen auf dem Transfermarkt dürften mögliche Gedankenspiele um eine neue Nummer eins schnell ein Ende gefunden haben. Bürkis Stellenwert als Antreiber, Mahner und Motivator innerhalb des Kaders darf dabei nicht unterschätzt werden.

„Ich freue mich und hoffe, dass wir nächste Woche einen Termin finden, um das Ganze unter Dach und Fach zu bringen“, sagte Bürki am Samstag. „Ich fühle mich sehr wohl hier, ich habe über die ganzen Jahre viel durchgemacht mit dem BVB und dabei immer die Liebe des Vereins gespürt.“

Roman Bürki erlebt beim BVB turbulente Jahre

Bürki und der BVB haben in der Tat gemeinsam viel durchgemacht in den bewegten Jahren seit 2015. In den ersten Spielzeiten schwankten die Leistungen des Keepers, inmitten großer Spekulationen im Herbst 2017 verlängerte der Klub den Vertrag bis 2021. In der Saison 2018/19 gelang Bürki endgültig der leistungsmäßige Durchbruch. Die Zuneigung der Fans in Dortmund musste sich der Schlussmann zwar mühsam erarbeiten, doch inzwischen gehören die „Bürki, Bürki“-Rufe von der Südtribüne zum festen Programm des Spieltags.

Laufzeit, Ziele: So plant der BVB mit Torhüter Roman Bürki

© Deltatre

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir Roman weitere Jahre bei uns im Verein haben“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Er kann in der Kaderplanung für die nächsten Jahre einen Haken machen. Reserve-Torhüter Marwin Hitz (32, Vertrag bis 2021) hat immer seinen Mann gestanden, wenn er einspringen musste. Und in Luca Unbehaun (19) reift ein hoffnungsvolles Eigengewächs im Schatten der Schweizer Bergmänner heran.

Bürki will mit dem BVB in den kommenden Jahren Titel gewinnen

Gemeinsames Ziel von Bürki und Borussia: Nach dem gemeinsamen Sieg im DFB-Pokal 2017 soll in den nächsten Jahren auf jeden Fall noch ein werthaltiger Titel gewonnen werden.

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