(L)eidgenosse Frei

DORTMUND „Es ist zum Heulen! Die Vorstellung, mich wieder zwei bis vier Wochen mit Therapeuten und Aufbautraining herumschlagen zu müssen, ist bitter“ – Zitat von Borussia Dortmunds Stürmer Alexander Frei (28).

von Von Sascha Fligge

, 09.09.2007, 17:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
12. Mai: Frei erzielt gegen Schalke das bis dato letzte seiner 16 Bundesligatore.

12. Mai: Frei erzielt gegen Schalke das bis dato letzte seiner 16 Bundesligatore.

Erst vor einer Woche hatte der BVB-Topscorer der vergangenen Saison (16 Treffer, 5 Vorlagen) erklärt: „Ich fühle mich richtig gut. In den Länderspielen gegen Chile und Japan hole ich mir den Feinschliff für die Bundesliga-Partie gegen Bremen.“ Daraus wurde nichts. Freis Wadenverletzung ist wieder aufgebrochen (wir berichteten in unserer Samstag-Ausgabe).

Während der Einheit vor dem Test in Österreich gegen Chile (2:1) rissen die Muskelfasern abermals. In den Liga-Spielen des BVB gegen Bremen, Berlin und Hamburg wird der Kapitän des Schweizer Nationalteams definitiv nicht mitwirken können – bitter. „Frei ist für uns unersetzbar. Genauso wie Sebastian Kehl. Das sind für uns zwei absolute Führungsspieler“, klagt Dortmunds KGaA-Chef Hans-Joachim Watzke.

Vor vier Monaten, beim 2:0 im Derby gegen Schalke, spielte und traf Frei zuletzt. Anschließend musste er sich aufgrund einer Arthrose („Es kann sein, dass ich mit 40 oder 50 Jahren ein künstliches Gelenk brauche“) an der Hüfte operieren lassen, arbeitete sich rasend schnell wieder heran – dann der erste Faserriss, wieder Reha, wieder Behandlungen. Am Freitag der nächste Rückschlag. Frei wird sich deshalb am Montag in Dortmund von Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun untersuchen lassen. Michael Zorc: „Wenn es wirklich eine Re-Ruptur sein sollte, also ein Riss an derselben Stelle, könnte der Heilungsprozess sogar länger dauern.“

Der Sportdirektor kündigte zudem ein klärendes Gespräch mit dem Stürmer an. Grund: Aussagen, die Frei gegenüber dem „Blick“ getätigt haben soll. Das Schweizer Boulevardblatt zitierte ihn in der vergangenen Woche vor (!) seiner neuerlichen Verletzung mit den kryptischen Worten: „Die Verletzung hätte verhindert werden können. (...) Ich gehe lieber nicht näher auf dieses Thema ein. Man wird älter. Es gibt Sachen, die man nicht erzählt. Ich weiß, wie das Haifischbecken Bundesliga funktioniert.“

Spekulationen sind nun Tür und Tor geöffnet...

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