Levin Öztunali: Wir sind auf einem guten Weg

BVB-Gegner Mainz

Über Hamburg, Leverkusen und Bremen ist Levin Öztunali in Mainz gelandet. Dort will der 21-jährige sesshaft werden. Vor dem Spiel gegen den BVB hat Matthias Henkel mit dem Mittelfeldspieler gesprochen.

DORTMUND/MAINZ

, 12.12.2017, 13:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Unangenehmer Gegenspieler: Der Mainzer Levin Öztunali hat mit 21 Jahren bereits 100 Bundesliga-Spiele absolviert.

Unangenehmer Gegenspieler: Der Mainzer Levin Öztunali hat mit 21 Jahren bereits 100 Bundesliga-Spiele absolviert. © dpa

Wie oft werden Sie auf Ihren Großvater Uwe Seeler angesprochen und wie nervig ist das manchmal?

Was heißt nervig? Es ist nun einmal eine Tatsache, dass Uwe Seeler mein Opa ist. Ich bin stolz darauf, was er geleistet hat. Für mich ist das nicht nervig.


Gibt er Ihnen Rückmeldung zu Ihren Spielen?

Ab und zu, wenn man sich sieht oder wenn wir uns schreiben, dann spricht man schon über die Spiele. Es ist aber nicht so, dass wir uns da jede Woche austauschen.

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Sie haben 2014 die Fritz-Walter-Medaille in Silber gewonnen. Bedeutet so eine Auszeichnung zusätzlichen Druck?

Das war kein zusätzlicher Druck für mich. Eher eine Bestätigung für die Leistungen, die ich in jungen Jahren gebracht habe. Natürlich habe ich mich über die Auszeichnung gefreut.


Nach mehreren Bundesliga-Stationen sind Sie in Mainz gelandet. Was ist möglich mit dem FSV?

In den vergangenen Wochen lagen wir immer in Schlagdistanz zum Mittelfeld und hätten aufschließen können, diese Chancen haben wir leider vertan. Es ist möglich, dass wir uns nach oben durcharbeiten. Dazu müssen wir aber mal zwei Spiele am Stück gewinnen.


Vergangene Saison mussten Sie lange Zeit zittern, bei Ihrer Station bei Werder Bremen ging es auch vor allem darum, die Klasse zu halten. Wie zermürbend ist das?

Noch befinden wir uns vor der Abstiegszone und wollen da auch gar nicht unten reinrutschen. Die Spiele gegen Augsburg (1:3) und Freiburg (1:2) haben wir leider unnötig verloren und hätten gerne etwas mitgenommen, um uns von unten etwas zu distanzieren. Ich hoffe, dass wir nicht tiefer nach unten rutschen.

Ihr Trainer Sandro Schwarz trainiert das erste Mal einen Bundesligisten. Was ist er für ein Typ?

Er versucht, jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Er ist sehr akribisch, sehr variabel. Er spricht viel mit uns. Wir sind auf einem guten Weg.


Beim BVB läuft es derzeit alles andere als rund. Wie ist Ihr Eindruck der Borussia?

Dortmund hat seit Jahren eine Top-Mannschaft, sie haben immer oben mitgespielt. Wir wissen, dass uns ein starker Gegner erwartet, egal, in welcher Form sie sich derzeit befinden.


Was rechnen Sie sich aus?

Ich denke, der BVB hat viele Qualitäten im Spiel nach vorne. Wir können sicher jedem Gegner Schwierigkeiten bereiten und wollen unsere Chancen suchen. Gegen Dortmund zu punkten, das hat ja in der Vergangenheit auch schon geklappt.


Als gebürtiger Hamburger, was vermissen Sie in Mainz aus der Hansestadt?

(lacht) Hamburg ist eine sehr, sehr schöne Stadt, Mainz hat auch seine schönen Ecken. Hier ist es ein paar Grad wärmer, das ist ganz angenehm. Für Hamburg sprechen das Umfeld und die Freunde, die ich dort noch habe.

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Haben Sie sich mit der Fassnacht anfreunden können?

Während meiner Leverkusener Zeit habe ich das in Köln kennengelernt. Da ist die Stadt im Ausnahmezustand.

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