Lichtshow vor dem Anstoß? Das passt nicht zu Borussia Dortmund

Neue Flutlichtanlage

Die neue Flutlichtanlage im Signal Iduna Park soll in Kürze einsatzbereit sein. Mit den neuen LED-Einheiten ist vieles möglich. Lichtshows soll es beim BVB aber vorerst nicht geben.

Dortmund

, 22.07.2019, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lichtshow vor dem Anstoß? Das passt nicht zu Borussia Dortmund

Das neue LED-Licht ist auf Knopfdruck einsatzbereit, das alte Flutlicht (hier im Bild) benötigte mitunter 40 Sekunden Vorlaufzeit. © imago

1,3 Millionen Euro investiert der BVB in diesem Sommer in eine neue Flutlichtanlage im Signal Iduna Park. Die klassischen Leuchtmittel mussten 240 neuen LED-Lichtern weichen. Am 27. Juli soll das neue Lichtsystem angeschlossen und einsatzbereit sein.

„Die alte Flutlichtanlage hat die Helligkeitsanforderungen nicht mehr erfüllt, mit der LED-Technik erreichen wir die DFL-Norm und die Vorgaben der Uefa für die Euro 2024“, hatte Christian Hockenjos, Borussias Direktor für Organisation, Anfang Juli bei einem Ortstermin erklärt. Gegenüber dieser Redaktion sprach er über die Vorteile der neuen Anlage und weitere bauliche Maßnahmen im Wohnzimmer des BVB.

„Noch nicht in Eventtechnologie investiert“

Im Interview mit schwatzgelb.de griff Hockenjos jetzt Befürchtungen der Fans auf, der BVB könne mit der neuen Flutlichtanlage jetzt auch auf Lichtshows rund um die Spiele des BVB setzen. Hockenjos stellt dazu klar: „Aktuell haben wir noch nicht in Eventtechnologie investiert, sondern nur in das reine Flutlicht. Ein weißes Licht, das man schnell ab- und wieder einschalten kann.“

Lichtshow vor dem Anstoß? Das passt nicht zu Borussia Dortmund

Dr. Christian Hockenjos ist als Direktor für Organisation zuständig für alle Angelegenheiten rund um den Signal Iduna Park. © Groeger

Der BVB habe ohnehin noch vor der Entscheidungsphase unter anderem mit der Fanbetreuung zusammengesessen und über die Anforderungen der neuen Anlage gesprochen. „Da wurde relativ schnell klar, dass wir keine Lichtshow um 15:22 Uhr haben wollen. Das passt nicht zu Borussia Dortmund“, erklärt Hockenjos.

BVB will den Geschmack der Zuschauer im Blick haben

Es könne natürlich sein, dass auch der BVB irgendwann mit dem Licht spielen werde, „aber ich glaube, dass wir in Dortmund auch immer den Geschmack der Südtribüne und der Zuschauer im Blick haben und damit ordentlich umgehen“, sagt Hockenjos.

Auf lange Sicht hält er die Eventtechnologie für erstrebenswert. Alleine, um Abschiedsspiele, das Weihnachtssingen oder private Veranstaltungen inszenieren zu können. Bislang müsse der BVB bei solchen Events für viel Geld separate Anlagen anmieten.

Hier geht es zum kompletten Interview von schwatzgelb.de mit Dr. Christian Hockenjos über die Stadionarbeiten für die EM 2024, geplante und wieder verworfene Änderungen im Einlassbereich und Stehplätze bei internationalen Spielen.
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