Macht der BVB sich Gedanken über mögliche Favre-Nachfolger? Das sagen unsere Redakteure

Borussia Dortmund

Unsere Redakteure diskutieren bei Facebook-Live die aktuelle Situation beim BVB. Sie fordern mehr Schutz vom BVB für Marco Reus und beziehen Stellung zur Trainerdiskussion um Lucien Favre.

Dortmund

, 09.10.2019, 18:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Macht der BVB sich Gedanken über mögliche Favre-Nachfolger? Das sagen unsere Redakteure

© Kisker

Die aktuelle Schwächephase beim BVB beschäftigt Fans und Medien. Während die BVB-Profis auf Länderspielreise sind oder sich in Ruhe auf die kommenden, schweren Aufgaben vorbereiten, erhitzen sich bei den Anhängern vor allem die Gemüter, wenn es um die Trainerposition geht.

Schon unter der Ankündigung zum Live-Stream, bei dem über 500 Zuschauer live dabei waren, lief die Diskussion auf Hochtouren. Und die ebbte auch nicht ab, als Jürgen Koers und Dirk Krampe die Fragen der Follower beantworteten.

Peter Netzer stellte zum Beispiel fest: „Bei dem Programm vor der Brust und mit der jetzigen Spielweise sehe ich ehrlich gesagt mehr Schwarz als Gelb, aber vom Potenzial der Mannschaft müssten wir uns eigentlich vor niemandem fürchten.“

„Nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen“

Viele Facebook-User sehen das Hauptproblem auf der Trainerposition und werfen Lucien Favre vor, er könne den Spielern nicht den Willen zum Sieg vermitteln und würde zu sehr an seiner Spielweise festhalten. Deshalb haben einige User auch schon kreative Alternativen, die von Jose Mourinho bis zu Ralf Rangnick reichen.

BVB-Redakteur Jürgen Koers drückt bei dem Thema neuer BVB-Trainer ein bisschen auf die Bremse. „Man sollte nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.“ Trotzdem sind sich Jürgen Koers und Dirk Krampe sicher, dass „die Führungsetage sicher ein paar Gedanken um das Thema kreisen lässt“. Aber es sei noch nichts so weit, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden würden.

Matthias Sammer ist Wunsch-Trainer der Fans

Eine Favre-Alternative ist für die Facebook-User übrigens ein alter Bekannter in Dortmund: Matthias Sammer - Sympathiewerte hin oder her. „Dass ich nach seiner Bayern-Zeit, in der ich ihn echt mega ätzend fand, wirklich dazu tendiere, finde ich selbst befremdlich. Aber wenn jemand auf und neben dem Platz unfassbaren Ehrgeiz und Fachwissen gezeigt und vermittelt hat, dann bleibt nur Sammer“, findet Stefan Nolte.

Und mit seinem Post erntet er viele Likes und positive Kommentare, wie den von Steffan Strott, der findet, dass Sammer „sagt, was Sache ist und das direkt ohne es vorher in ein rosa Schleifchen zu packen“.

Macht der BVB sich Gedanken über mögliche Favre-Nachfolger? Das sagen unsere Redakteure

Matthias Sammer war für seine Motivationsreden bekannt - hier mit Marcio Amoroso. © imago

„Da würden den jungen Spielern wahrscheinlich die Ohren schlackern“, kommentiert Redakteur Dirk Krampe ein mögliches Trainer-Comeback von Matthias Sammer. Das wird - entgegen dem Wunsch vieler Fans - aber mit großer Sicherheit nicht mehr passieren.

Marco Reus ist im Moment schon fast „überfordert“

Unsere Redakteure schließen eine Rückkehr von Matthias Sammer an die Seitenlinie entschieden aus, aufgrund der bekannten gesundheitlichen Probleme. „Da sollen wir auch alle Verständnis für haben“, erklärt Krampe.

In Schutz nahmen unsere BVB-Akteure übrigens den viel kritisierten BVB-Kapitän Marco, der im Moment an vielen Baustellen zu arbeiten hat: „Marco Reus ist immer im Einsatz, bei Borussia Dortmund gesetzt, in der Nationalmannschaft gefordert, hat zuhause ein kleines Kind und eine Frau, die ihn auch brauchen und dann hat der BVB auch noch genug Marketing-Termine für ihn. Der ist schon stark gefordert, wenn nicht schon überfordert“, erklärt Jürgen Koers und geht sogar noch eine Schritt weiter: „Da müsste ihm der Verein auch mal helfen, ich finde, sie verheizen ihn ein bisschen.“

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