Borussia Dortmund

Mario Götze über BVB-Zeit: „Das war für mich nicht zufriedenstellend“

Nach seiner Rückkehr 2016 vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund fand Mario Götze nicht zu alter Form zurück. Jetzt äußert sich der 29-Jährige kritisch zu seinem zweiten Anlauf beim BVB.
2020 wechselte Mario Götze nach einer für ihn eher unglücklichen Zeit vom BVB zur PSV Eindhoven. © IMAGO/Pro Shots

Von seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund hatte sich Mario Götze viel erhofft. Nach drei eher unglücklichen Jahren beim FC Bayern kehrte der heute 29-Jährige zum BVB zurück – konnte dort aber nie an die Leistungen aus seiner ersten Zeit anknüpfen. Jetzt hat Götze einen der Gründe dafür genannt – und sich kritisch zu seinem zweiten BVB-Anlauf geäußert.

Mario Götze spürt in Eindhoven wieder das Vertrauen

Seit seinem Abgang von Borussia Dortmund und dem Wechsel in die Niederlande zur PSV Eindhoven vor zwei Jahren ist es ruhiger geworden um Mario Götze. Dass um den ehemaligen BVB-Star und WM-Helden medial Ruhe eingekehrt ist, war ihm auch persönlich wichtig, wie Götze jetzt im „kicker meets dazn“-Podcast erzählt.

Nach einer schwierigen zweiten Zeit beim BVB (2017-2020) gilt Götze in Eindhoven unter Trainer Roger Schmidt als gesetzt. Schmidt, den viele Bundesligafans noch aus seiner Zeit bei Leverkusen (2014-2017) kennen dürften, war beim Wechsel für Götze der wichtigste Faktor: „Wenn ich das Gefühl habe jemand ist überzeugt und schenkt mir das Vertrauen, dann spielen die anderen Faktoren nicht so eine große Rolle“, erzählt der 29-Jährige. Eine gewisse Konstanz auf der Trainerposition und bei den Spielern sei laut Götze wichtig, um erfolgreich zu sein.

Mario Götze kritisiert viele Trainerwechsel beim BVB

Genau diese Konstanz habe ihm bei seiner zweiten Zeit beim BVB gefehlt. Nachdem er aus München zu den Borussen zurückgekehrt war, spielte Götze in vier Jahren unter vier verschiedenen Trainer: Thomas Tuchel, Peter Bosz, Peter Stöger und schließlich Lucien Favre. „Das war nicht zufriedenstellend für mich als Spieler. Für mich ist die Trainerpersonalie am wichtigsten.“

Die hohe Anzahl an Trainern in so kurzer Zeit war ein Novum für Götze. Vorher spielte er von 2013 bis 2016 unter Pep Guardiola, davor von 2009 bis 2013 unter Jürgen Klopp. „Eine super erfolgreiche Zeit, wo ich auch Weltmeister geworden bin. Dann kam die Zeit in Dortmund, wo ich in vier Jahren vier Trainer hatte. Das war ein bisschen schade“, resümiert Götze. In seiner zweiten Zeit beim BVB gewann er nur einmal den DFB-Pokal: „Das ist schon echt dünn“, sagt er.

Folgt Ex-BVB-Profi Mario Götze seinem Trainer nach Portugal?

Bei der PSV sei die Situation eine andere. „Es ist auf vielen Ebenen Konstanz da, um erfolgreich zu sein“, sagt Götze, der mit Eindhoven den niederländischen Pokal holte. Den Wechsel habe er bislang nicht bereut, sein Fazit falle bisher „sehr positiv“ aus.

Trotzdem ist offen, ob es für Götze, der in Eindhoven noch einen Vertrag bis Sommer 2024 besitzt, auch nach der Saison in den Niederlanden weitergeht. Trainer Roger Schmidt wird den Verein in Richtung Benfica Lissabon verlassen, es gibt Gerüchte, dass der Mittelfeldspieler seinem Coach nach Portugal folgen könnte.

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