© Viviane Bierhoff
Borussia Dortmund

Marlen Valderrama-Alvarez über ihre Beziehung zu BVB-Torhüter Roman Bürki

Marlen Valderrama-Alvarez ist die Freundin von Roman Bürki. Die 24-Jährige arbeitet als Influencerin, hat mehr Tattoos als der BVB-Torhüter und kommt aus einer fußballverrückten Familie.

Ihre Beziehung zu BVB-Profi Roman Bürki unterscheide sich eigentlich nicht von anderen Beziehungen, sagt Marlen Valderrama-Alvarez. Alles ganz normal. Die Sache mit dem Einziehen zum Beispiel. Sie habe ohnehin ständig Zeit in Dortmund verbracht, „und irgendwann war ich dann einfach komplett hier“, sagt sie. „So, wie es bei anderen eben auch läuft.“

Freundin von BVB-Torhüter Bürki ist mit Fußball groß geworden

Zusammen leben Roman Bürki und Marlen Valderrama-Alvarez in Bürkis Wohnung am Dortmunder Phoenixsee. Seit knapp einem Jahr ist ihre Beziehung öffentlich bekannt. Wie sie sich kennen und lieben gelernt haben, das behalten die beiden für sich. „Aber wir kennen uns schon seit vier Jahren“, sagt Marlen Valderrama Alvarez.

Aufgewachsen ist die 24-Jährige in der Kleinstadt Wertheim in Baden-Württemberg, sie hat zwei ältere Schwestern und eine abgeschlossene Ausbildung zur Kinderpflegerin. Als Jugendliche hat sie selbst Fußball gespielt. „Aber das war mehr Blumenpflücken als Fußballspielen“, sagt sie und schickt ein herzliches Lachen hinterher. Mit Fußball sei sie groß geworden, es macht ihr Spaß, zuzuschauen. „Ich komme aus einer fußballverrückten Familie“, sagt sie. Auf die Frage, welchem Verein ihre Familie die Daumen drückt, wird sie kurz still, zögert, sagt etwas leiser: „Meine Familie sympathisiert mit dem FC Schalke 04.“ Aber da wolle sie keine große Sache draus machen, das habe Roman auch gewusst, als er sie kennengelernt habe. „Für uns ist das kein Thema. Ich unterstütze jeden Verein, bei dem Roman spielt und ich unterstütze ihn in allem, was er macht.“

Mehr Aufmerksamkeit, seit sie mit dem BVB-Torhüter zusammen ist

Und andersherum sei das genauso. Denn auch Marlen Valderrama-Alvarez hat eine eigene Karriere: Seit knapp zwei Jahren arbeitet sie hauptberuflich als Influencerin – überwiegend auf der Plattform Instagram. Dort zeigt sie über 200.000 Followern ihren Alltag, gibt Fitness- und Ernährungstipps, stellt Produkte vor, präsentiert Outfits und beantwortet auch immer wieder private Fragen. Sie sei ein sehr offener Mensch, „ich bin nicht auf den Mund gefallen“. Doch durch die Beziehung mit dem BVB-Torhüter habe sich auf Aufmerksamkeit für ihre Person noch einmal verändert, erzählt sie. Am Anfang habe sie sich deshalb oft verstellt, sich nicht mehr getraut, Dinge zu sagen. „Ich habe lange gebraucht, bis ich vor der Kamera wieder ich selbst sein konnte“, sagt sie. Mittlerweile habe sie ihre Einstellung aber geändert. „Ich will für Roman das Beste. Aber ich will mir nicht das Mundwerk verbieten lassen, weil die Augen auf mich gerichtet sind“, sagt sie.

Als es noch möglich war, hat Marlen Valderrama-Alvarez – hier mit Ann-Kathrin Götze – BVB-Torhüter Roman Bürki zu den Champions-League-Spielen begleitet. © Groeger © Groeger

Deshalb zeige sie ab und zu auch öffentlich, welche Nachrichten sie regelmäßig erreichen. Immer öfter komme es vor, dass Frauen ihr schrieben, dass sie dumm sei, dass sie Blödsinn rede, dass es ihr Job sei, Windeln zu wechseln. „Eigentlich lache ich darüber. Aber mir ist es wichtig, darauf aufmerksam zu machen“, sagt sie. „Denn das hat zugenommen, seit Roman und ich zusammen sind.“ Deshalb sei es für sie auch schwer, mit dem Begriff Spielerfrau umzugehen. „Dieser Begriff wird so negativ verwendet. Er klingt so geldgierig, aber so ist es nicht.“ Sie bekomme keine Sonderbehandlung. Auch bei ihrer Arbeit nicht – zum Glück, sagt sie. „Wir haben beide unseren eigenen Job und ich möchte deshalb beruflich auch nicht mit Roman in Verbindung gebracht werden.“

Eine eigene Mode-Kollektion und Tattoos am gesamten Körper

Im Frühjahr hat Marlen Valderrama-Alvarez ihre eigene Mode-Kollektion „TIY – Trust In Yourself“ herausgebracht. Die Idee habe sie schon vor eineinhalb Jahren gehabt, in der Corona-Zeit habe sie dann die Chance genutzt, die ersten Stücke auf den Markt zu bringen. Zur Kollektion gehören Pullover, ein Kleid und Mützen. „Es ist chillige Mode für Frauen, Männer und Kinder“, sagt sie. Modisch sei sie ein Jogginghosen-Typ. „Ich schminke mich auch nur selten“, sagt sie. „Ich mag das einfach nicht so.“

Eine Leidenschaft, die sie dagegen mit ihrem Freund teilt, ist das Tätowieren. Wie Roman Bürki hat Marlen Valderrama-Alvarez etliche Tattoos am gesamten Körper. „Ich habe Roman mittlerweile überholt“, sagt sie – und lacht wieder. „Als wir uns kennengelernt haben, war das noch anders.“ Ihr erstes Tattoo habe sie sich kurz vor ihrem 18. Geburtstag stechen lassen. Im Innenarm. Ein Unendlichkeitszeichen und den Buchstaben M – für Mama, die Namen ihrer zwei Schwestern und ihren eigenen Namen. Nach und nach seien immer mehr Tattoos dazugekommen. „Ich habe die Finger tätowiert, die Füße, auch eine Pobacke.“

Wenn die BVB-Fans an der Haustür klingeln

Nach Dortmund zu ziehen sei für sie kein Problem gewesen. Nur im Moment, mit der Corona-Situation, tue sie sich hier schwer, weil sie so wenig machen könne. Ab und zu trifft sie sich mit den Freundinnen anderer BVB-Profis am Phoenixsee, „hier wohnen ja viele andere.“

„Am Anfang hatte ich Angst, in ein Loch zu fallen“, sagt sie. Mittlerweile fühle sie sich vor allem eingesperrt. „Die Situation macht mich sehr traurig.“ Aber, wie so viele andere, mache sie das Beste aus dem Ganzen, ihrer Arbeit kann sie zum Glück auch von zu Hause aus nachgehen – anders als ihr Freund. Ab und an komme es vor, dass ein BVB-Fan an der Haustür klingele. „Aber dann treffen sie immer nur mich“, sagt sie. „Roman ist dann meistens beim BVB.“

Über die Autorin
BVB-Team
Liebt geschriebene Worte, wollte deshalb nie etwas anderes als Journalistin werden. 1989 geboren im Schwarzwald, aufgewachsen im Sauerland, heute in Dortmund zu Hause. Erzählt seit 2013 die Geschichten dieser Stadt, ihrer Menschen und ihres schwarzgelben Fußballklubs.
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