Martin Kind sieht sein Lebenswerk in Gefahr

DORTMUND/HANNOVER In München, beim 1:5 am vergangenen Wochenende, da zeigte Hannover 96 mal wieder sein anderes Gesicht. Das hässliche. Gibt es eine Konstante im Spiel des Tabellen-13. in dieser Saison, ist es die fehlende Konstanz.

von Von Dirk Krampe

, 13.03.2009, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Kind sieht sein Lebenswerk in Gefahr

Schießbude der Liga: Hinter einer desolaten 96er-Mannschaft kann einem Torhüter Robert Enke nur leid tun.

Für die laufende Saison hat der erfolgreiche Unternehmer einen Rekordetat aufgestellt. 50 Millionen Euro. Das ist angesichts der DFL-Statuten, die eine Mehrheitsübernahme durch einen einzelnen Investor untersagen, absolut die Grenze dessen, was in Niedersachsen wohl möglich ist. Zurückbekommen haben Kind und Trainer Dieter Hecking, der ungeachtet der desaströsen Saison Rückendeckung verspürt, sehr wenig. 46 Gegentore sind Liga-Höchstwert, 96 ist auf dem geraden Weg, legitimer Nachfolger von Borussia Dortmund um den Titel „Schießbude der Liga“ zu werden. Noch ein Spitzenwert, auf den Hecking verzichten könnte: Hannover kassierte schon 17 Gegentore nach ruhenden Bällen.

Schlussmann Robert Enke, dessen Verbleib trotz laufenden Vertrags bis 2010 immer unwahrscheinlicher wird, sagte nach dem Debakel in München: „Vier Gegentore durch Standards, das sagt alles aus.“ Die starken Schwankungen der Elf, die 23 der 24 gesammelten Punkte zu Hause holte, sind allen ein Rätsel. Es fehlt an Struktur, an Führungspersönlichkeiten, die mit konstant guter Form vorangehen. Auch auf der Entscheider-Ebene schlingert das Schiff Hannover 96: Nach der Trennung von Christian Hochstädter sucht der Klub immer noch einen Manager.

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