Metzelder sieht BVB-Trainer Favre vor einer besonderen Herausforderung

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Christoph Metzelder sieht den BVB gewappnet für den Titelkampf. Für einen Sommer-Transfer hat er ein besonderes Lob übrig, für Lucien Favre werde die Saison zu einer Herausforderung.

Dortmund

, 22.08.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montag in der Sportschule Hennef bekam Christoph Metzelder den Dank aus dem Pott für ein absolutes Pokal-Traumlos auch noch persönlich ausgesprochen. Heiko Butscher drückt mit Metzelder derzeit die Schulbank während der Ausbildung zum Fußball-Lehrer, der aktuelle Co-Trainer des VfL Bochum dürfte sich über das Pokal-Traumlos FC Bayern, das Losfee Metzelder dem VfL am Sonntag beschert hat, riesig gefreut haben. Am Rande der Auslosung im Deutschen Fußball-Museum sprach der ehemalige BVB-Innenverteidiger aber auch über die Entwicklung bei seinem Ex-Klub.

Neue Tiefe im BVB-Kader wird zu einer Herausforderung

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Für die Transferaktivitäten der Borussia gab es vom 47-fachen deutschen A-Nationalspieler ein riesiges Lob. „Ich fand die Analyse der Vorsaison schon gut. Sie haben Mentalität und Erfahrung für die Sechserposition gesucht und haben das mit Axel Witsel überragend gelöst. Jetzt als Ergebnis der Analyse der vergangenen Spielzeit mit Mats Hummels einen Fixpunkt für die Abwehr zurückzuholen, ist schon cool!“, meint der 38-Jährige. Mit den in der Summe guten und überraschenden Transfers habe Dortmund im Fernduell mit den Bayern auf jeden Fall vorlegt.

„Mats Hummels als einen Fixpunkt für die Abwehr zurückzuholen, ist schon cool.“
Christoph Metzelder

Für den BVB werde die neue Tiefe im Kader aber auch eine Herausforderung - speziell für Trainer Lucien Favre. „Was mache ich mit denen, die ein wenig überzählig sind“, sagt Metzelder, „es wird immer schwierig bleiben in einer Fußball-Mannschaft, die frustrierte Hälfte des Kaders hinter sich zu behalten.“ Favre brauche vor allem Erfolg: „Dann haben diese Spieler keine Argumentation, sich intern oder extern zu äußern.“ Die Herausforderung, vor der der FC Bayern stehe, sei eine ganz andere: „Sie bekommen in Philippe Coutinho zwar einen super Spieler. Aber den muss Niko Kovac erst einmal integrieren. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt für den BVB.“

Metzelder zieht den BVB-Vergleich zu 2002

Metzelder hat gefallen, dass Borussia Dortmund in diesem Sommer seine Ziele klar formuliert hat. „Im Sport“, meint er, „formuliert man Ziele immer mit dem Risiko, sie nicht zu erreichen. Aber mir hat das in der vergangenen Saison gefehlt, es hätte für eine Verbindlichkeit nach innen und außen gesorgt, viel eher zu sagen, dass man Meister werden will.“ Metzelder vergleicht die Situation mit der BVB-Meisterschaft 2002. „Damals, als wir mit dem Sieg in Hamburg an Leverkusen vorbeizogen, hatten wir abends eigentlich in Dortmund was geplant. Das haben wir abgesagt, um uns voll auf das Ziel zu fokussieren. Dadurch hat Matthias Sammer die ganze Mannschaft hinter diesem großen Ziel vereint.“

Metzelder sieht BVB-Trainer Favre vor einer besonderen Herausforderung

Christoph Metzelder (r.) im Gespräch mit Ex-Teamkollege Sebastian Kehl. © Kirchner-Media

Der Auftakt in die Saison, meint der ehemalige Innenverteidiger, könne Borussia Dortmund auf jeden Fall Mut machen. „Sie sind erster Punktsieger. Aber die Preise werden im April, Mai verteilt.“ Im Fernduell mit den Bayern werde auch die Psychologie ein entscheidender Faktor sein. Metzelder traut der Borussia zu, allen Druckfaktoren Stand zu halten. „Sie haben eine gute Chance, es in diesem Jahr zu schaffen. „Und es ist doch toll, dass wir ein solches Duell in Deutschland wieder haben.“

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