Mkhitaryan ist beim BVB fast unverzichtbar

"Er macht den Unterschied"

Michael Zorc benötigte nur einen Satz, um die Wichtigkeit von Henrikh Mkhitaryan für Borussia Dortmund zu beschreiben: "Micki", sagte der BVB-Sportdirektor nach dem 3:0-Sieg in Stuttgart, "macht den Unterschied." Gegen den VfB gelangen dem Armenier seine Torbeteiligungen 51 bis 53. Doch eine Frage blieb erneut unbeantwortet: Verlängert der Ausnahmekönner seinen Vertrag?

STUTTGART

, 24.04.2016, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fast immer einen Schritt schneller als seine Gegenspieler: Henrikh Mkhitaryan.

Fast immer einen Schritt schneller als seine Gegenspieler: Henrikh Mkhitaryan.

Nein, nein, Fragen wolle er nicht beantworten, erklärte Henrikh Mkhitaryan mit schüttelndem Kopf, als er nach dem 23. Saisonsieg des BVB schnellen Schrittes durch die Mixed Zone des Stuttgarters Stadions schritt. Er sagte es keinesfalls unhöflich, sondern mit einem feinen Lächeln auf den Lippen. Eben genau so, wie man ihn in seinen mittlerweile rund drei Jahren beim BVB kennengelernt hat. Höflich, zurückhaltend, sich selbst nicht so wichtig nehmend.

Fast unverzichtbar

Dabei hat er beim BVB längst einen Status erlangt, der ihn fast unverzichtbar macht. Zu beobachten war das in Stuttgart, wo er in einem zu Beginn fast chaotischen Spiel in jeder Aktion eine beeindruckende Klarheit ausstrahlte. Ob mit dem Rücken zum Tor, tief in der eigenen Hälfte, weit vorne auf dem Flügel - der Offensivspieler wusste immer, was er als nächstes mit dem Ball anstellen wollte. Im Gegensatz zu seinen fast bemitleidenswerten Gegnern, die er reihenweise ins Leere laufen oder grätschen ließ.  

Die Pressekonferenz mit Thomas Tuchel nach dem Sieg beim @VfB#vfbbvbhttps://t.co/GsSQ1yWfI1

— Borussia Dortmund (@BVB)

Vor dem Führungstor spielte er erst auf engstem Raum einen Doppelpass mit Marco Reus, um dann einen extrem scharfe und flach getretene Flanke auf den langen Pfosten zu schlagen, die Shinji Kagawa nur noch verwerten musste. Vor dem 2:0 zwang er Stuttgarts Keeper Przemyslaw Tyton mit einem strammen Schuss zu einer verunglückten Parade. Das 3:0 erzielte er nach einem abgewehrten Kopfball von Adrian Ramos selbst. Mehr geht kaum.

Auf allerhöchstem Niveau

Vor dem Spiel hatte der Bundesliga-Datendienstleister Opta eine Statistik veröffentlicht, die besagte, Mkhitaryan sei der Bundesliga-Spieler mit den meisten Einsätzen in dieser Saison (49). Später war er schon wieder zu einer Statistik über den Armenier gezwungen. Diesmal ging es um seine Scorerpunkte: Wettbewerbsübergreifend kommt er in seinen Pflichtspielen für den BVB in diesem Jahr auf 23 Tore und 30 Vorlagen. Allein in der Bundesliga bereitete er 18 Treffer vor. Nur drei Assists fehlen ihm noch zum bisherigen Rekord von Kevin De Bruyne aus der Vorsaison.

Der in seinen ersten beiden Jahren in Dortmund oft mit sich selbst hadernde Mkhitaryan hat sich in den ersten zehn Monaten unter Thomas Tuchel zu einer absoluten Konstante im BVB-Spiel entwickelt - und das auf allerhöchstem Niveau. Kein Wunder, dass der BVB alles tut, um den 27-Jährigen zu halten.

Der wohl umtriebigste Spielerberater

Doch die Borussia hat ein Problem: Mino Raiola. Der hemdsärmelige Italiener ist der wohl umtriebigste Spielerberater der Branche. Vor drei Jahren half er Mkhitaryan und dem BVB dabei, den Armenier aus einem komplizierten Rechte-Geflecht bei Schachtar Donezk zu befreien. Jetzt versucht er alles, um das Gehalt seines Mandanten in die Höhe zu schrauben.

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Bildergalerie

Bundesliga, 31. Spieltag: VfB Stuttgart - BVB 0:3 (0:2)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund.
23.04.2016
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Bilder der Partie Stuttgart gegen Dortmund.© Foto: dpa
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Mal bietet er den Armenier bei Juventus Turin feil, mal fordert er eine fixe Ablöse, die es beim BVB nicht mehr geben soll. Raiola weiß, dass er am längeren Hebel sitzt. Auch wenn die wahrscheinlichste Option nach wie vor die ist, dass Mkhitaryan einen weiteren langfristigen Vertrag bei Borussia Dortmund unterschreibt.

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