Youssoufa Moukoko lernt derzeit von einem bekannten Dortmunder Amateurfußball-Funktionär. © picture alliance/dpa/dpa-Pool
Fußball

Moukoko ist ein Top-Talent – eine Sache lernt er aber von einem Dortmunder Amateurfußballcoach

Youssoufa Moukoko gilt als das deutsche Top-Talent im Fußball. Ein Dortmunder Fußball-Funktionär bringt ihm aber dennoch eine wichtige Sache bei.

Als Trainer führte er erfolgreich den TuS Eichlinghofen, den VfL Kemminghausen sowie Türkspor Dortmund, arbeitete unter anderem mit Kevin Großkreutz zusammen. Jetzt ist er Teammanager beim FC Brünninghausen. Die Rede ist natürlich von Reza Hassani, der nicht nur ein erfolgreicher Fußballfunktionär ist.

Hassani ist Fahrlehrer in seiner eigenen Fahrschule. Und als solcher hat er schon den einen oder anderen bekannten Namen durch die Führerscheinprüfung geführt. Denn Hassani, der ein guter Freund von Daniel Rios (U19-Co-Trainer des BVB) ist, hat nicht wenige ehemalige U19-Spieler des BVB unter seinen Fittichen gehabt.

Alexander Isak hat er damals nach seinem Wechsel nach Dortmund betreut. „Ihn aber nur eine Woche, er hatte schon viel in Schweden gemacht“, erzählt Hassani. Einer seiner besten Fahrschüler sei BVB-Profi Ansgar Knauff gewesen. „Der war relativ gut“, sagt Hassani, er habe schnell gelernt und sei sicher gefahren. Momentan ist auch Innenverteidiger-Talent Pharell Nnamdi Collins Fahrschüler bei Hassani, der als 17-Jähriger derzeit bei den BVB-Profis mittrainiert.

Der bekannteste Fußballer, den Hassani aber zurzeit unterrichtet, ist Youssoufa Moukoko. Der Junioren-Nationalspieler hatte unter der Woche seine erste Doppelfahrstunde beim Amateurfußball-Funktionär. Und schon jetzt lässt sich dieser zu diesem Urteil hinreißen: „So wie ich es nach der ersten Fahrstunde einschätzen kann, scheint Moukoko meine besten Fahrschüler noch ein bisschen zu toppen.“

Youssoufa Moukoko ist derzeit Fahrschüler bei Reza Hassani. © Reza Hassani © Reza Hassani

Moukoko machte „Fahrtraining“ mit Julian Brandt

Moukoko kann also nicht nur besonders gut Fußball spielen, sondern auch richtig gut Auto fahren. „Er hat bereits jetzt eine sehr gute Lenkradhaltung“, sagt Hassani. Erst fragte er ihn, ob der 16-Jährige bereits ein paar Erfahrungen hinter dem Steuer gesammelt habe. „Er sagte mir aber nur, dass er so ein cooles Spiel mit Julian Brandt gezockt habe, wo er viel mit dem Lenkrad machen konnte.“

Was Hassani vor allem beeindruckte, war die Auffassungsgabe des Riesentalents. Moukoko habe sofort alles umgesetzt, was Hassani an Tipps mitgab. „Er lernt extrem schnell und ist für seine 16 Jahre bereits sehr klar im Kopf.“

Was sind denn Gespräche, die er mit seinen prominenten Fahrschülern so führt? „Wir sprechen viel über Fußball. Was mir Moukoko so erzählte, beeindruckt mich. Er hat eine brutale Einstellung. Als wir über Ziele gesprochen haben, hat mich das fasziniert. Er ernährt sich gesund und arbeitet viel an sich.“

Eine Einschätzung, die für Hassani nichts Neues war. „Daniel (Rios, Anm. d. Red.) hat mir das bereits erzählt.“ Als Moukoko in die U19 kam beim BVB, sei er – obwohl er der Jüngste war – immer der Erste auf dem Platz und der Letzte in der Kabine gewesen. Zudem sei Moukoko ein „mega sympathischer und bodenständiger“ Junge.

Das beweist diese Anekdote Hassanis: „Wir sind dann kurz zu mir nach Hause gefahren nach der Fahrstunde und haben ein paar Unterlagen abgeholt. Youssoufa kam dann mit mir rein und hat eine Runde Fifa mit meinem Sohn gespielt. Er ist sehr höflich.“

Nur eine Sache stört den Fahrlehrer, der bekennender Bayern-Fan ist: „Er schafft es noch, meinen Sohn umzuswitchen von Bayern auf BVB“, sagt er lachend.

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