Neuzugang trifft in der Nachspielzeit zum wichtigen 3:2

Batshuayi rettet den BVB

Der BVB geht mit einem knappen Vorsprung ins Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde gegen Atalanta Bergamo. Mann des Abends beim 3:2 (1:0) ist Neuzugang Michy Batshuayi, der in der Nachspielzeit das goldene Tor erzielt.

DORTMUND

, 15.02.2018, 21:05 Uhr / Lesedauer: 3 min
Michy Batshuayi (l.) rettete den BVB-Sieg gegen Bergamo.

Michy Batshuayi (l.) rettete den BVB-Sieg gegen Bergamo. © Kirchner/Inderlied

Die Hymne ist anders und wohl für alle ungewohnt. Doch die Lust auf europäischen Fußball ist im ersten internationalen Spiel des Jahres nicht nur bei Marco Reus ausgeprägt, auch wenn es nicht mehr die Königsklasse ist, die da auf dem Rasen stattfindet.

Gruppenphase zum Vergessen

Nach einer Gruppenphase zum Vergessen in der Champions League bietet der kleinere Wettbewerb darunter für Borussia Dortmund ja die spannende Perspektive, einen in den Vereinsvitrinen noch fehlenden Pokal ausstellen zu dürfen - die Europa League sollte für den BVB vor allem aber auch die Chance sein, verlorenen Kredit zurückzugewinnen. Doch es kommt anders an diesem kalten Februarabend.


Mit dem Tabellen-Achten der italienischen Liga hatte sich die Borussia schon im Sommer-Trainingslager duelliert und damals 0:1 verloren. Robust, gut organisiert - so beschrieb Peter Stöger nach dem Videostudium die Gäste von Atalanta Bergamo, die etwas überraschend aber im Signal Iduna Park zeigten, dass sie auch gefällig nach vorne kombinieren können.

Mutiger Auftritt der Gäste

Bergamos Auftritt der ersten 45 Minuten war mutig und stellte die Borussia vor einige Herausforderungen. Offensiv war das ordentlich vom BVB, defensiv aber bisweilen wenig souverän. Es hätte 0:1 stehen können, als eine Ecke an Freund und Feind vorbeiflog - der BVB konnte durchatmen, weil der überraschte Mattia Caldara am zweiten Pfosten einen Tick zu spät zum Flugkopfball ansetzte (13.).

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Europa League, Zwischenrunde: BVB - Atalanta Bergamo 3:2 (1:0)

15.02.2018
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Bilder der Europa-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo.© Kirchner/Inderlied
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Bilder der Europa-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo.© Guido Kirchner
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Bilder der Europa-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo.© dpa

Dortmund wie erwartet mit Reus als Kapitän in seinem zweiten Startelfeinsatz nach seiner langen Verletzungspause, etwas überraschend aber ohne Mario Götze, für den Stöger Gonzalo Castro auf die Doppel-Sechs neben Julian Weigl beorderte.

Schürrle setzt Aufwärtstrend fort

Damit gab es den gemeinsamen Einsatz des Offensiv-Trios Götze, Reus und Andre Schürrle zunächst nicht, doch zumindest Schürrle und Reus harmonierten wie schon am Samstag gegen den HSV sehr ordentlich. Gleich der erste Konter brachte Reus nach einem perfekten Schürrle-Ball in den Lauf in eine Abschlussposition - der Schuss Richtung langes Eck ging knapp am Tor vorbei (6.).

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Es war kein Zufall, dass es Schürrle war, der die ausgeglichene Partie mit dem 1:0 für seine Farben öffnete. Der Linksaußen, selten fit und wenn dann oft gescholten, hatte seinen Aufwärtstrend schon mit einem Schuss an den Außenpfosten bestätigt (17.). Dann nahm er einen scharfen Pass von Lukasz Piszczek perfekt mit und legte die Kugel mit dem langen Bein an Atalanta-Keeper Etrit Berisha vorbei ins Netz (30.). Vorausgegangen war eine starke Balleroberung von Michy Batshuayi gegen Remo Freuler im Mittelfeld. Die Führung war verdient, weil zuvor schon Christian Pulisic einen scharfen Ball von Marco Reus nur knapp verfehlt hatte (24.).

Toljan und Bürki patzen

Doch Bergamo blieb mit Beginn des zweiten Durchgangs ein erstaunlich gefestigter Widersacher. Und über Dortmunds Achillesferse der vergangenen Wochen kamen die Italiener tatsächlich zum Ausgleich. Einen langen Ball von Spinazzola unterschätzte Jeremy Toljan komplett, Josip Ilicic bedankte sich mit einem Schlenzer ins lange Eck (54.).

Das Tor war ein Stimmungskiller - und ein Killer für das Dortmunder Selbstvertrauen. Nur zwei Minuten später konnte Weigl Cristante nicht folgen, dessen Schuss aus spitzem Winkel faustete Roman Bürki vor die Füße von Ilicic. Toljan war wieder zu spät dran - eine fatale Fehlerkette, es stand 1:2 (56.).

Götze bringt neuen Schwung

Stöger reagierte. Reus machte Platz für Mario Götze, der in der nun dramatisch verunsichert wirkenden Mannschaft das Heft in die Hand nehmen sollte. Und Götze lieferte: Toller Pass auf Batshuayi, trockener Schuss aus zwölf Metern - mit Wucht landete das Leder im Winkel (65.). Plötzlich war spürbar, welche Kraft dieses Stadion entfalten kann. Der BVB nun mit Wucht und dem unbedingten Willen, zumindest den Sieg einzufahren. Nach Basthuayis Hackentrick aber wurde Christian Pulisic im Strafraum in letzter Sekunde geblockt.

Doch die Zeit rannte nun unerbittlich gegen die Borussia. Bergamo verstärkte seine Defensive , Stöger brachte auch noch Alexander Isak. Doch für den umjubelten Siegtreffer sorgte Michy Batshuaiy. Dessen unglaubliche Serie fand mit dem 3:2, seinem fünften (!) Treffer im dritten Pflichtspiel, eine märchenhafte Fortsetzung (90.+1) und verschafft dem BVB nun eine deutlich bessere, wenn auch nicht gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Der Belgier ist auf dem Weg zum Publikumsliebling.

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