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Borussia Dortmund hat nach Informationen dieser Redaktion großes Interesse an einer Verpflichtung von Nico Schulz. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden.

Dortmund

, 03.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Linksverteidiger in Diensten der TSG Hoffenheim, seit September 2018 deutscher Nationalspieler, steht im Kraichgau noch bis 2021 unter Vertrag, soll aber durchaus angetan sein von der Idee, nächste Saison in Dortmund Fußball zu spielen. Sein Marktwert wird auf rund 20 Millionen Euro geschätzt, Tendenz steigend.


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Noch vor gut eineinhalb Jahren hätte wohl nicht einmal Nico Schulz selbst an eine solche Entwicklung geglaubt. Für drei Millionen Euro wechselte Schulz von Borussia Mönchengladbach in Richtung Hoffenheim. Hinter dem gebürtigen Berliner, der bei Hertha BSC den Sprung zum Profi schaffte, lagen zwei Spielzeiten voller Frust.

Vorgeschichte unter Trainer Lucien Favre

Im August 2015 war Schulz für vier Millionen Euro von der Hertha zur Borussia an den Niederrhein gewechselt. Trainer in Mönchengladbach war damals Lucien Favre, der bereits in Berlin Trainer gewesen war, als Schulz noch in der Hertha-Jugend spielte. Doch nur einen Monat nach dem Wechsel ins Rheinland schmiss Favre in Gladbach die Brocken hin.

Und einen weiteren Monat später zog sich Schulz die bis heute schlimmste Verletzung seiner Karriere zu: Kreuzbandriss, Saison-Aus im Oktober. Schulz fasste danach nie mehr Fuß in Gladbach. Insgesamt brachte es der heute 26-jährige Linksfuß nur auf fünf Einsätze von Beginn an für die Fohlen.

Karriere-Höhepunkt auf Vorlage von BVB-Kapitän Reus

Im Sommer 2017 folgte der Wechsel nach Hoffenheim. Unter TSG-Trainer Julian Nagelsmann ging es für Schulz stetig bergauf. Vorläufiger Höhepunkt: Sein Siegtor für die Nationalmannschaft zum 3:2 gegen die Niederlande am 24. März in Amsterdam – auf Vorlage von BVB-Kapitän Marco Reus.

Nico Schulz im Visier - BVB will Nationalspieler aus Hoffenheim holen

In seinen sechs Länderspielen sammelte Nico Schulz bereits drei Scorer-Punkte. Hier jubelt er mit Marco Reus über den Siegtreffer gegen die Niederlande. © imago

In der laufenden Saison bringt es Schulz in der Bundesliga, der Champions League und im Pokal auf 31 Pflichtspiele, zwei Treffer und sieben Tor-Vorlagen. „Nicos Entwicklung ist geradezu sensationell“, sagte Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen kurz vor Weihnachten, als die TSG einseitig eine Option zog und den ursprünglich bis 2020 laufenden Vertrag mit Schulz um ein weiteres Jahr bis 2021 verlängerte.

Schulz soll mit Wechsel zum BVB aus mehreren Gründen liebäugeln

Doch trotz der Vertragslaufzeit, so ist zu hören, soll Schulz mit einem Wechsel zum BVB liebäugeln. Schulz will in die Champions League, er will seinen Platz in der Nationalmannschaft auf der linken Seite dauerhaft behaupten.

Nico Schulz im Visier - BVB will Nationalspieler aus Hoffenheim holen

© Deltatre

Und er macht keinen Hehl daraus, dass er Nagelsmanns Abgang aus Hoffenheim in Richtung Leipzig bedauert: „Wie es dann sein wird, wenn Nagelsmann nicht mehr da ist, sehen wir dann“, sagte er jüngst, „es wird sicher nicht einfach, weil er ein herausragender Trainer ist, der auch nicht so einfach zu ersetzen ist.“

Wichtigste Planstelle im BVB-Kader

Bei Borussia Dortmund könnte Schulz, der in Hoffenheim mal als linker Verteidiger und mal im linken Mittelfeld spielt, die vielleicht wichtigste Planstelle im BVB-Kader besetzen, die Position hinten links in der Viererkette – auch wenn BVB-Sportdirektor Michael Zorc das am Mittwoch auf Nachfrage wie gewohnt nicht kommentieren wollte.

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