Nuri Sahins Berater pocht auf Verhandlungs-Auszeit

BVB-Stoppschild

Borussia Dortmund stellt die Weichen für die Zukunft. Zahlreiche Leistungsträger haben in den letzten Monaten ihre schwarzgelben Verträge langfristig verlängert. Nur Nuri Sahin (22) hat die Tinte bisher nicht unter ein neues Arbeitspapier gesetzt...

HAMBURG/DORTMUND

von Von Sascha Fligge und Dirk Krampe

, 11.04.2011, 08:01 Uhr / Lesedauer: 5 min
Spielt eine überragende Saison: Nuri Sahin (r.).

Spielt eine überragende Saison: Nuri Sahin (r.).

Wenige Minuten später eroberte Sahin artistisch den Ball, flankte der exzellente Marcel Schmelzer (23) nach innen, verlängerte Patrick Owomoyela (31) per Kopf und knallte der seit Monaten darbende Jakub Blaszczykowski (25) den Ball volley aus 13 Metern krachwummernd ins Netz – 1:1. „Es kann sein“, sagte Sven Bender (21), Dortmunds Wellenbrecher im defensiven Mittelfeld, „dass wir in einigen Wochen sagen: Dieses Tor hat das Titelrennen entschieden.“ Nuri Sahin kämpfte mit dem Mund schon gegen alle Leverkusener Rest-Hoffnungen an, Dortmunds Vorsprung auf der Zielgeraden schmelzen könne schmelzen wie Eis in der Sauna. „Nimmt man den Torverhältnis-Vorteil hinzu, haben wir fünf Spieltage vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf Bayer. Ganz ehrlich: Ich mache mir gar keine Sorgen.“ Keine Sorgen, „dass unsere kleine Weltmeisterschaft“ (so Sahin über das letzte Stück Wegstrecke) tragisch enden werde. „Wir lassen uns nicht kleinkriegen. Dieses Jahr haben wir es verdient. Und wir werden es schaffen.“

Zweifel daran, dass Borussia Dortmund die Titeljagd erfolgreich beenden wird, bestehen in der Tat kaum noch. Aber gilt dieser Optimismus auch für die Jagd auf Sahins Unterschrift? Nach Informationen unserer Redaktion lässt der stärkste Feldspieler der Bundesliga-Hinrunde zurzeit alle Gesprächsangebote über eine vorzeitige Vertragsverlängerung an sich abperlen als wäre er aus Teflon. Bender (bis 2016), Mario Götze, Kevin Großkreutz, Mats Hummels, Schmelzer, Roman Weidenfeller (bis 2014) – sie alle haben ihr Haltbarkeitsdatum beim künftigen Champions League-Teilnehmer schon ausgedehnt. Sahin, der in den finalen 30 Minuten von Hamburg eine Demonstration seines Könnens bot, blockt ab.

„In einer Phase, in der es um so viel geht, sollte man alles zur Seite legen“, betonte sein Berater Reza Fazeli auf Anfrage, „im Moment besteht keine Not. Nuri denkt zu 100 Prozent an die Meisterschaft. Vor der Entscheidung in der Titelfrage diskutieren wir nicht über Vertragsangelegenheiten.“ Es wäre geradezu „fatal“, zum jetzigen Zeitpunkt solche Gespräche zu führen, sagte sein Klient am Samstagnachmittag: „Und außerdem läuft mein Vertrag noch bis 2013.“ Dass das nur die halbe Wahrheit ist, weiß Sahin nur zu gut, denn er hat sich vertraglich zusichern lassen, Dortmund im Sommer verlassen zu dürfen, wenn ein anderer Verein bereit ist, sechs Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Für den Fall der Fälle muss sich Dortmund nun rüsten und flirtet auch deshalb intensiv mit dem Nürnberger Ilkay Gündogan (20).

Klopp verweigert sich nach wie vor jedem Gedanken an ein Abschieds-Szenario. „Ich wüsste nicht“, sagt der BVB-Trainer, „warum Nuri im nächsten Jahr woanders spielen sollte.“ Vielleicht weiß er ja am 14. Mai Genaueres. Spätestens dann darf verhandelt werden.Wenige Minuten später eroberte Sahin artistisch den Ball, flankte der exzellente Marcel Schmelzer (23) nach innen, verlängerte Patrick Owomoyela (31) per Kopf und knallte der seit Monaten darbende Jakub Blaszczykowski (25) den Ball volley aus 13 Metern krachwummernd ins Netz – 1:1. „Es kann sein“, sagte Sven Bender (21), Dortmunds Wellenbrecher im defensiven Mittelfeld, „dass wir in einigen Wochen sagen: Dieses Tor hat das Titelrennen entschieden.“ Nuri Sahin kämpfte mit dem Mund schon gegen alle Leverkusener Rest-Hoffnungen an, Dortmunds Vorsprung auf der Zielgeraden schmelzen könne schmelzen wie Eis in der Sauna. „Nimmt man den Torverhältnis-Vorteil hinzu, haben wir fünf Spieltage vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf Bayer. Ganz ehrlich: Ich mache mir gar keine Sorgen.“ Keine Sorgen, „dass unsere kleine Weltmeisterschaft“ (so Sahin über das letzte Stück Wegstrecke) tragisch enden werde. „Wir lassen uns nicht kleinkriegen. Dieses Jahr haben wir es verdient. Und wir werden es schaffen.“ Zweifel daran, dass Borussia Dortmund die Titeljagd erfolgreich beenden wird, bestehen in der Tat kaum noch. Aber gilt dieser Optimismus auch für die Jagd auf Sahins Unterschrift? Nach Informationen unserer Zeitung lässt der stärkste Feldspieler der Bundesliga-Hinrunde zurzeit alle Gesprächsangebote über eine vorzeitige Vertragsverlängerung an sich abperlen als wäre er aus Teflon. Bender (bis 2016), Mario Götze, Kevin Großkreutz, Mats Hummels, Schmelzer, Roman Weidenfeller (bis 2014) – sie alle haben ihr Haltbarkeitsdatum beim künftigen Champions League-Teilnehmer schon ausgedehnt. Sahin, der in den finalen 30 Minuten von Hamburg eine Demonstration seines Könnens bot, blockt ab. „In einer Phase, in der es um so viel geht, sollte man alles zur Seite legen“, betonte sein Berater Reza Fazeli im Gespräch mit unserer Zeitung, „im Moment besteht keine Not. Nuri denkt zu 100 Prozent an die Meisterschaft. Vor der Entscheidung in der Titelfrage diskutieren wir nicht über Vertragsangelegenheiten.“ Es wäre geradezu „fatal“, zum jetzigen Zeitpunkt solche Gespräche zu führen, sagte sein Klient am Samstagnachmittag: „Und außerdem läuft mein Vertrag noch bis 2013.“ Dass das nur die halbe Wahrheit ist, weiß Sahin nur zu gut, denn er hat sich vertraglich zusichern lassen, Dortmund im Sommer verlassen zu dürfen, wenn ein anderer Verein bereit ist, sechs Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Für den Fall der Fälle muss sich Dortmund nun rüsten und flirtet auch deshalb intensiv mit dem Nürnberger Ilkay Gündogan (20). Klopp verweigert sich nach wie vor jedem Gedanken an ein Abschieds-Szenario. „Ich wüsste nicht“, sagt der BVB-Trainer, „warum Nuri im nächsten Jahr woanders spielen sollte.“ Vielleicht weiß er ja am 14. Mai Genaueres. Spätestens dann darf verhandelt werden. Fligge/Krampe Wenige Minuten später eroberte Sahin artistisch den Ball, flankte der exzellente Marcel Schmelzer (23) nach innen, verlängerte Patrick Owomoyela (31) per Kopf und knallte der seit Monaten darbende Jakub Blaszczykowski (25) den Ball volley aus 13 Metern krachwummernd ins Netz – 1:1. „Es kann sein“, sagte Sven Bender (21), Dortmunds Wellenbrecher im defensiven Mittelfeld, „dass wir in einigen Wochen sagen: Dieses Tor hat das Titelrennen entschieden.“ Nuri Sahin kämpfte mit dem Mund schon gegen alle Leverkusener Rest-Hoffnungen an, Dortmunds Vorsprung auf der Zielgeraden schmelzen könne schmelzen wie Eis in der Sauna. „Nimmt man den Torverhältnis-Vorteil hinzu, haben wir fünf Spieltage vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf Bayer. Ganz ehrlich: Ich mache mir gar keine Sorgen.“ Keine Sorgen, „dass unsere kleine Weltmeisterschaft“ (so Sahin über das letzte Stück Wegstrecke) tragisch enden werde. „Wir lassen uns nicht kleinkriegen. Dieses Jahr haben wir es verdient. Und wir werden es schaffen.“ Zweifel daran, dass Borussia Dortmund die Titeljagd erfolgreich beenden wird, bestehen in der Tat kaum noch. Aber gilt dieser Optimismus auch für die Jagd auf Sahins Unterschrift? Nach Informationen unserer Zeitung lässt der stärkste Feldspieler der Bundesliga-Hinrunde zurzeit alle Gesprächsangebote über eine vorzeitige Vertragsverlängerung an sich abperlen als wäre er aus Teflon. Bender (bis 2016), Mario Götze, Kevin Großkreutz, Mats Hummels, Schmelzer, Roman Weidenfeller (bis 2014) – sie alle haben ihr Haltbarkeitsdatum beim künftigen Champions League-Teilnehmer schon ausgedehnt. Sahin, der in den finalen 30 Minuten von Hamburg eine Demonstration seines Könnens bot, blockt ab. „In einer Phase, in der es um so viel geht, sollte man alles zur Seite legen“, betonte sein Berater Reza Fazeli im Gespräch mit unserer Zeitung, „im Moment besteht keine Not. Nuri denkt zu 100 Prozent an die Meisterschaft. Vor der Entscheidung in der Titelfrage diskutieren wir nicht über Vertragsangelegenheiten.“ Es wäre geradezu „fatal“, zum jetzigen Zeitpunkt solche Gespräche zu führen, sagte sein Klient am Samstagnachmittag: „Und außerdem läuft mein Vertrag noch bis 2013.“ Dass das nur die halbe Wahrheit ist, weiß Sahin nur zu gut, denn er hat sich vertraglich zusichern lassen, Dortmund im Sommer verlassen zu dürfen, wenn ein anderer Verein bereit ist, sechs Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Für den Fall der Fälle muss sich Dortmund nun rüsten und flirtet auch deshalb intensiv mit dem Nürnberger Ilkay Gündogan (20). Klopp verweigert sich nach wie vor jedem Gedanken an ein Abschieds-Szenario. „Ich wüsste nicht“, sagt der BVB-Trainer, „warum Nuri im nächsten Jahr woanders spielen sollte.“ Vielleicht weiß er ja am 14. Mai Genaueres. Spätestens dann darf verhandelt werden. Fligge/Krampe 

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