Mateu Morey wird dem BVB in den kommenden Monaten fehlen. © imago / firo
Borussia Dortmund

Otto Addo: Das hilft BVB-Profi Mateu Morey durch die Leidenszeit

Mateu Morey wird Borussia Dortmund aufgrund einer schweren Knieverletzung monatelang fehlen. BVB-Assistenztrainer Otto Addo weiß, was für den jungen Spanier jetzt besonders wichtig ist.

Die lauten Schreie von Mateu Morey hallten durch den Signal Iduna Park. Der Rechtsverteidiger des BVB hatte höllische Schmerzen, er krümmte sich auf dem Rasen. Im Pokal-Halbfinale gegen Kiel am Samstagabend erlitt Morey eine schwere Band- und Kapselverletzung im rechten Knie. In den nächsten Monaten wird der 21-jährige Spanier keinen Fußball spielen können. Er wird sich stattdessen durch eine harte Reha quälen müssen. „Das wird natürlich eine Leidenszeit sein, durch die er durch muss“, sagt Otto Addo. Der Assistenztrainer der BVB-Profis weiß, wovon er spricht.

BVB-Co-Trainer Addo: „Entscheidend, dass du immer positiv bleibst“

Im September 2003 riss er sich im UEFA-Pokal-Spiel der Borussia gegen Austria Wien das Kreuzband im Knie und überstand dann genau das, was nun vor Mateu Morey liegt. Eine Zeit voller Entbehrungen, Mühen und auch Zweifeln. „Natürlich können Ängste in dir aufkommen, ob es mit deiner Karriere nach der Verletzung weitergehen kann“, sagt Addo im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten, „entscheidend ist, dass du immer positiv bleibst und davon überzeugt bist, dass dich diese Erlebnisse stärker machen.“

Moreys Vorteil: „Mateu ist ein grundauf positiver, lebensfroher Mensch. Das wird ihm sehr helfen auf dem Weg zurück“, betont Addo. Das habe dem gebürtigen Mallorquiner schon geholfen, als dieser vor zwei Jahren aus Barcelona zur Borussia kam, und zu Beginn kaum bis gar nicht Fuß fasste bei den Profis, auch da schon von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Er musste sich über Einsätze in der Regionalliga-Mannschaft des BVB Spielpraxis holen.

Otto Addo kehrt am 1. Juli auf seinen ursprünglichen Posten zurück

Otto Addo begleitete als Borussias Top-Talentetrainer in dieser ersten Zeit Teenager Morey besonders eng. „Er ist auch im Kopf sehr weit für sein Alter, ich mache mir um ihn keine Sorgen, denn ich erlebe ihn auch jetzt gerade sehr optimistisch“, sagt der 45-Jährige. Wenn Morey im Laufe der nächsten Saison fit zurückkehrt, wird Addo nicht mehr an dessen Seite sein. Denn zum 30. Juni endet der Einsatz des Deutsch-Ghanaers als Assistenz-Coach Edin Terzics. Am Tag danach nimmt Addo die Arbeit als Top-Talentetrainer des BVB wieder auf. An der wichtigen Schnittstelle vom Junioren- zum Seniorenbereich.

Derzeit Co-Trainer der BVB-Profis, ab 1. Juli wieder Top-Talentetrainer: Otto Addo © imago / Revierfoto © imago / Revierfoto

Durch die aktuelle Hilfe im Stab der Profis musste er bei der Talenteförderung seit Dezember deutlich kürzer treten. Mike Tullberg, Coach der BVB U19, vertrat ihn. „Wir haben uns eng ausgetauscht, so dass ich immer auf dem Laufenden war und bin“, erklärt Addo, „und ab Juli sitze ich dort wieder zu 100 Prozent im Boot.“

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Sportredaktion Dortmund
Sascha Klaverkamp, Jahrgang 1975, lebt im und liebt das Münsterland. Der Familienvater beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Sportberichterstattung. Einer seiner journalistischen Schwerpunkte ist Borussia Dortmund.
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Sascha Klaverkamp

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