Poker um Dembele: BVB empfängt Barca-Delegation

110 Millionen plus X

Im Poker um Ousmane Dembélé könnte es nun ganz schnell gehen: Nach Informationen mehrerer spanischer Medien hat sich am Dienstag eine Delegation des FC Barcelona auf den Weg nach Dortmund gemacht, um mit den BVB-Bossen über einen Transfer des Franzosen zu verhandeln.

DORTMUND

, 08.08.2017, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ousmane Dembélé steht beim FC Barcelona hoch im Kurs.

Ousmane Dembélé steht beim FC Barcelona hoch im Kurs.

Demnach sollen sich der „Football Management Director“ Raul Sanllehi, der Vorstandsvorsitzende Oscar Grau sowie Javier Bordas als Sportlicher Leiter in Marsch gesetzt haben, um nach dem Verlust des Brasilianers Neymar in Deutschland, genauer in Dortmund, für Ersatz zu sorgen. Sanllehi fädelte vor vier Jahren auch den Wechsel von Neymar zu den Katalanen ein und gilt seither als Meister im Abwickeln schwieriger Transfers.

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Die Rekord-Verkäufe von Borussia Dortmund

Sollte Borussia Dortmund Ousmane Dembélé für mehr als 100 Millionen Euro an den FC Barcelona verkaufen, würde er dem BVB eine Rekord-Ablösesumme einbringen. Aber auch andere Spieler hat die Borussia schon für viel Geld verkauft. In unserer Fotostrecke finden Sie die Top Ten (Quelle: Transfermarkt.de).
08.08.2017
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Sven Bender wechselte 2017 für rund 12,5 Millionen Euro zu Bayer 04 Leverkusen.© Foto: dpa
Jörg Heinrich wechselte 1998 für umgerechnet rund 12,6 Millionen Euro zum AC Florenz.© Foto: dpa
Shinji Kagawa wechselte 2012 für rund 16 Millionen Euro zu Manchester United.© Foto: dpa
Evanilson wechselte 2001 für rund 17 Millionen Euro zu AC Parma.© Foto: dpa
Matthias Ginter wechselte 2017 für rund 17 Millionen Euro zu Borussia Mönchengladbach.© Foto: dpa
Ilkay Gündogan wechselte 2016 für rund 27 Millionen Euro zu Manchester City.© Foto: dpa
Mats Hummels wechselte 2016 für rund 35 Millionen Euro zum FC Bayern München.© Foto: dpa
Mario Götze wechselte 2013 für rund 37 Millionen Euro zum FC Bayern München© Foto: dpa
Henrikh Mkhitaryan wechselte 2016 für rund 42 Millionen Euro zu Manchester United.© Foto: dpa
Ousmane Dembélé wechselte für 105 Millionen Euro, die durch weitere erfolgsabhängige Zahlungen noch auf insgesamt 147 Millionen Euro steigen könnten, zum FC Barcelona.© Foto: dpa
Schlagworte Borussia Dortmund

Nach der Rekordeinnahme von 222 Millionen Euro könnten die Spanier beinahe jede Dortmunder Forderung erfüllen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte am Wochenende eine Summe von 100 Millionen als „zu wenig“ für eine Zustimmung der Borussia zu einem Transfer beziffert. Dortmund dürfte demnach erst ab 110 Millionen plus X schwach werden. Vor einem Jahr überwies der BVB 15 Millionen Euro an Stade Rennes. Weil Dembélés Vertrag bis 2021 läuft, haben Watzke und Sportdirektor Michael Zorc gute Karten im Poker um das Super-Talent.

Abstecher nach Liverpool

Nach Berichten aus Spanien soll auf der Reiseroute der Delegation des FC Barcelona auch ein Abstecher nach Liverpool stehen. Das Interesse der Katalanen an Philipp Coutinho stieß an der Anfield Road jedoch bislang auf wenig Gegenliebe. Englische Medien berichteten am Dienstag, Barcelona habe sein ursprüngliches Angebot von 70 Millionen Pfund (etwa 77 Millionen Euro) auf 120 Millionen (etwa 132 Millionen Euro) ausgeweitet. Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp soll allerdings weiter um seinen offensiven Mittelfeldspieler kämpfen. Theoretisch könnte Barcelona mit dem Geld aus dem Neymar-Transfer sogar beide Spieler unter Vertrag nehmen, das gilt nach Aussagen einiger Offizieller des Klubs allerdings als unwahrscheinlich.

Ein Wechsel des 20-jährigen Dembélé, der in seiner ersten Saison in Dortmund an 31 (!) Treffern des BVB (10 Tore, 21 Torvorbereitungen) beteiligt war,  wäre ein harter Schlag für den neuen Trainer Peter Bosz und würde den BVB unter Zugzwang setzen, weil in Marco Reus die zweite Konstante im offensiven Mittelfeld des BVB noch bis zur Rückrunde ausfällt. Dortmund würde sich zwingend nach Ersatz auf dem mittlerweile überhitzten Markt umschauen müssen. 

"Kindheitstraum"

Dembélé selbst hat einen Wechsel nach Spanien immer als „Kindheitstraum“ beschrieben. Es könnte  ein Indiz für einen baldigen Abschied sein, dass er auf sowohl auf seinem Instagram-Account als auch auf seinem Twitter-Profil mittlerweile den Hashtag  „#EchteLiebe“ entfernt hat. Dort steht jetzt nur noch seine Rückennummer. „#7“

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