Rasantes BVB-Wachstum! Aus dem einstigen Sorgenkind ist ein Global Player geworden

mlzKommentar

Der BVB wächst rasant weiter. Die 500-Millionen-Schallmauer bei den Umsatzerlösen ist in Blickweite. Aus dem einstigen Sorgenkind ist längst ein Global Player geworden.

Dortmund

, 13.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Wie rasant sich die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA in den vergangenen Jahren entwickelt hat, verdeutlicht ein Vergleich mit den Zahlen nach der letzten Dortmunder Meistersaison. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Umsatzerlöse von 215 Millionen Euro erwirtschaftet, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 waren es 489 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung von 127 Prozent. Ähnlich spektakulär hat sich das Eigenkapital entwickelt. 355 Milionen Euro sind es nach dem gerade beendeten Geschäftsjahr, 132 Millionen Euro waren es vor sieben Jahren. Ein Plus von 168 Prozent. Aus dem einstigen Sorgenkind der Fußball-Bundesliga ist längst ein Klub mit großer Strahlkraft geworden - auch international.

BVB hat eine gestiegene gesellschaftliche Verantwortung inne

Borussia Dortmund ist rasant gewachsen während der Jahre, das ist auch die Folge einer konsequenten Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens. Mittlerweile beschäftigt der Klub mehr als 800 Menschen, er ist damit auch einer der größten Arbeitgeber in der Region. Und er spürt angesichts weiter wachsender Mitgliederzahlen in einem sozialen Umfeld, in dem sich die Menschen zeitgleich von Politik und Kirche abwenden, auch seine gestiegene gesellschaftliche Verantwortung.

Der Wachstumskurs, den Borussia Dortmund nahezu ungebremst fortsetzt, betrifft nicht alle Bereiche der Geschäftstätigkeit. In einigen Segmenten stößt man aus naheliegenden Gründen an Erlösgrenzen. Da ist Kreativität gefragt. Die rasanten Steigerungen im Bereich der TV-Vermarktung (plus 46 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr), vor allem im internationalen Bereich, zeigen die Notwendigkeit, dort auch regelmäßig präsent zu sein. Ausrüster Puma erwirtschaftet mittlerweile fast 50 Prozent seiner Umsätze mit BVB-Artikeln im Ausland, diesen Markt muss und wird der Klub daher in Zukunft noch stärker bearbeiten.

Sportlicher Erfolg bleibt die größte Triebfeder

Vor einem Jahr hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ein ambitioniertes Ziel ausgegeben, als er erklärte, im Jahre 2024 einen transferbereinigten Umsatz von 500 Millionen Euro anzustreben. Auf dem Weg dahin dienen die 56 Millionen Euro Umsatzsteigerung ohne Einbeziehung von Transfers im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017/18 als willkommene Motivationsspritze. Dass der BVB im abgelaufenen Geschäftsjahr ohne Spielerverkäufe Umsatzerlöse in Höhe von knapp 370 Millionen Euro erwirtschaftet hat, lässt erahnen, dass der Klub das angestrebte Ziel sogar schon eher erreichen könnte.

Rasantes BVB-Wachstum! Aus dem einstigen Sorgenkind ist ein Global Player geworden

Peilen mit dem BVB 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr an: Hans-Joachim Watzke (l.) und Thomas Treß. © dpa

Dass mit den Umsatzsteigerungen in den vergangenen Jahren auch erheblich mehr in die Profimannschaft investiert wurde, ist eine logische Konsequenz. Denn der sportliche Erfolg wird auch weiter die größte Triebfeder für das Wachstum des gesamten Unternehmens bleiben.

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