Marco Reus ist in der Form seines Lebens - und das Herzstück des BVB

mlzKommentar

Marco Reus ist Fußballer des Jahres. Diese Auszeichnung ist fraglos verdient, sie würdigt den BVB-Kapitän als Fußballer und als gereifte Persönlichkeit. Restlos glücklich macht ihn dieser Titel dennoch nicht.

Dortmund

, 28.07.2019, 12:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum zweiten Mal nach 2012 erhält Marco Reus (30) die Auszeichnung als Fußballer des Jahres. Diese Ehrung hat sich der BVB-Kapitän für seine Leistungen in der Saison 2018/19 fraglos verdient. Kein anderer Spieler prägte wie er mit herausragenden Auftritten einzelne Partien und das Spiel seiner gesamten Mannschaft. Reus war der stärkste Kicker der Spielzeit. Daran gibt es wenig Zweifel.

Reus erzielt 17 Tore und bereitet 13 Treffer vor

Im Detail: Nach einer superben Hinrunde, in der Borussias Superstar seine eigenen Grenzen noch einmal nach oben verschob, folgte eine immer noch sehr gute Rückserie. Dreimal wurde er als Bundesliga-Spieler des Monats gewählt (September, November, Dezember). In Summe begründet das Platz eins bei der Wahl der Sportjournalisten. Kompliment, Marco Reus!

Das Dortmunder Urgestein nimmt diese höchste Tauglichkeitsbescheinigung hocherfreut entgegen. Endlich einmal über lange Zeit verletzungsfrei, trumpfte er in der Form seines Lebens auf. Gewürdigt wird neben seinen fußballerischen Fertigkeiten, die unter anderem in 30 Scorerpunkten (17 Tore, 13 Vorlagen) ihren statistischen Niederschlag findet, auch die persönliche Weiterentwicklung.

Der fehlende Meistertitel lässt Reus nicht ruhen

Seit Reus bei Borussia Dortmund die Binde und Bürde des Mannschaftsführers trägt, hat er als Führungsfigur, Antreiber, Koordinator und Moderator noch einmal charakterlich imposant zugelegt. Reus steht Rede und Antwort, auf und neben dem Platz. Er geht voran, mit Worten und mit Taten. Im BVB-Spiel ist er der Fixpunkt. Nicht ohne Grund würdigte ihn auch Klubchef Hans-Joachim Watzke als „Herzstück“ der aktuellen BVB-Mannschaft.

Restlos glücklich ist der 30-jährige Familienvater dennoch nicht. Bei aller Hochachtung, die er für seine Fußballkunst einheimst, wäre ihm eines, und das zeichnet ihn ebenso aus, wichtiger als der persönliche Lorbeer: Reus fehlt noch der Deutsche Meistertitel in seiner Sammlung an Erfolgen. Er wird nicht ruhen, das scheint sicher, bis er auch noch die Schale in die Luft stemmen kann. Fußball-Deutschland darf sich freuen auf die nächste Saison mit einem Marco Reus, der unter Volldampf arbeitet. Es ist eine Freude, ihm beim Fußball spielen zuzuschauen.

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