Rode will verkorkstes BVB-Jahr vergessen machen

Erstes Ausrufezeichen

Die erste Saison bei Borussia Dortmund verlief für Sebastian Rode - auch wegen der vielen Verletzungen - enttäuschend. Dass er am Sonntag den Test in Erfurt verpasste, weil er sich beim Aufwärmen erneut am Oberschenkel verletzte, bedeutet hoffentlich nicht die Fortsetzung der Rückschläge. Denn im Supercup konnte Rode durchaus auf sich aufmerksam machen.

DORTMUND

, 08.08.2017, 07:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zweikampfstärke, Robustheit, defensive Präsenz: Sebastian Rode, hier gegen Arturo Vidal, bringt diese Attribute mit. Jetzt muss Rode allerdings erneut pausieren.

Zweikampfstärke, Robustheit, defensive Präsenz: Sebastian Rode, hier gegen Arturo Vidal, bringt diese Attribute mit. Jetzt muss Rode allerdings erneut pausieren.

Die Laune am Gepäckband des Dortmunder Flughafens war nicht gerade blendend, als Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc am Mittag nach dem 3:4 beim FC Liverpool, das das Ausscheiden aus der Europa League bedeutete, darüber sinnierten, welche Konsequenzen die Art und Weise der Niederlage haben müsse. Die Quintessenz der Überlegungen damals führten zur Verpflichtung von Sebastian Rode.

Mentalitätsspieler gesucht

Das Ausscheiden damals war unnötig wie ein Kropf, Borussia Dortmund hatte schließlich eine 3:1-Führung verspielt und sah mehr als eine Stunde lang im Prestige-Duell mit dem ehemaligen Trainer Jürgen Klopp wie der sichere Sieger aus.

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Was da in den letzten 30 Minuten passiert war, als dem BVB die Partie komplett aus den Händen glitt, führte zu der Erkenntnis, dass in der heißen Phase auf dem Platz ein Spieler gefehlt hatte, der in der Lage ist, den Laden zusammenzuhalten, die Ärmel hochzukrempeln. Und der allein aufgrund seines Auftretens Respekt einflößend sein könnte.

Neu beweisen

Borussia Dortmund glaubte, diesen „Mentalitätsspieler“ in Sebastian Rode gefunden zu haben. Rode hatte sich im Starensemble des FC Bayern durchaus einen Namen gemacht, auch wenn er sich dort nicht als Stammspieler zählen durfte. In der Saison 2014/15 aber stand er in der Bundesliga sogar 23 Mal auf dem Platz, im Jahr danach immerhin noch 15 Mal. Borussia Dortmund nahm zwölf Millionen Euro in die Hand, Rode die Herausforderung an, sich in einem auch nicht schlecht besetzten Kader neu beweisen zu können.

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Doch das erste Jahr in Dortmund verlief für den 26-Jährigen enttäuschend. Das hatte auch mit Verletzungen zu tun. Rode stand in der kompletten Rückrunde nur noch 56 Minuten auf dem Platz, verteilt auf drei Einwechslungen in der Bundesliga. Sein Leiden begann mit einer Blinddarm-OP im Spätherbst 2016, danach folgte im Februar 2017 eine Leisten-Operation. Und nach seiner Genesung zwang ihn ein Muskelbündelriss zu einer erneuten Pause.

"Für mich ein guter Test"

Jetzt soll alles anders werden: Beim 45-Minuten-Einsatz am Samstag gegen den FC Bayern lief Rode viele Löcher zu, er brachte das nötige Maß Aggressivität mit ein und war mit ein Grund, warum Borussia Dortmund nach der Pause deutlich stabiler stand. „Es war wichtig, gut reinzukommen in dieses Spiel. Ich konnte mich präsentieren, für mich war es ein guter Test“, hatte Rode danach zufrieden erklärt.

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Bildergalerie

Supercup: BVB - FC Bayern München 6:7 n.E. (2:2, 1:1)

Bilder der Supercup-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.
05.08.2017
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Bilder der Supercup-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.© Foto: Guido Kirchner
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Fußball: DFL-Supercup, Borussia Dortmund - Bayern München am 05.08.2017 in Signal Iduna Park, Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Bayerns Robert Lewandowski (v) und Dortmunds Sokratis kämpfen um den Ball. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Guido Kirchner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++© Foto: dpa
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Seine Chancen auf Spielzeit dürften, wenn er gesund ist, gerade zu Saisonbeginn gar nicht so schlecht stehen. Durch Julian Weigls Ausfall steht nominell „nur“ noch Nuri Sahin vor ihm, auf den Halbpositionen kann der BVB mit einigen Spielern die nötigen spielerischen Impulse setzen. Auf der Sechs dann einen zu haben, der eine gewisse Robustheit mitbringt, das ist keine schlechte Option für Trainer Peter Bosz.

Leider muss ich wegen einer Oberschenkel-Verletzung einige Tage pausieren. Werde alles geben fürs Comeback. Drücke den Jungs die Daumen?@BVBpic.twitter.com/LUawHjUbqw

— Sebastian Rode (@Sebastianrode20)

Als darüber spekuliert wurde, welche Spieler den BVB in diesem Sommer verlassen könnten, tauchte auch der Name Sebastian Rode häufig auf. Er selbst aber will sich durchbeißen. Sebastian Rode möchte den Eindruck korrigieren, der von ihm entstanden ist. Als jemand, der dieser Mannschaft nicht weiterhelfen könne. Die 45 Minuten am Samstag waren ein erster Schritt. Jetzt muss er nur noch gesund bleiben. Die zehn Tage Pause wegen eines kleinen Faserrisses sollen nur ein kleiner Rückschlag sein.

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