Roman Bürki hält den BVB lange Zeit im Spiel - Nico Schulz pennt vor dem 0:1

mlzEinzelkritik

Roman Bürki hält den BVB beim 0:2 in Mailand lange Zeit im Spiel. Ganz anders präsentiert sich Nico Schulz, der vor dem ersten Gegentreffer den entscheidenden Fehler begeht. Die Einzelkritik.

Mailand

, 23.10.2019, 23:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Gegen Martinez versuchte er zu retten, was nicht mehr zu retten war. Wurde bis zum Elfmeter nur noch einmal gefordert. Den Strafstoß hielt er dann sehr stark. Note: 2,0


Manuel Akanji: Hatte einmal Glück, als er Martinez bei einem langen Ball aus den Augen verlor (19.). Danach weitgehend solide. Seine langen Passversuche fanden selten Abnehmer. Note: 3,5


Julian Weigl: Beim 0:1 hing er leicht mit drin, weil ihm Torschütze Martinez im Rücken entwischte, die Hauptlast an diesem Gegentor trug aber Nico Schulz. Esposito lief ihm vor dem Elfmeter mit Ball davon, bis dahin eigentlich ordentlich und auch mal mit rustikalem Einsatz. Note: 4,0

Mats Hummels: Hätte das emotionslose Treiben seiner Mitspieler als Kapitän durchaus energischer rüffeln dürfen. Romelu Lukaku hatte er im Griff. Blieb auch nach der Halbzeit aufmerksam, sein Foul an Esposito führte allerdings zum Elfmeter (82.). Note: 2,5


Nico Schulz: Kein guter Auftritt. Offensiv mit einigen schlampigen Abspielen, defensiv mit dem groben Patzer, als er eineinhalb Meter hinter der Abwehrlinie stand und das Abseits gegen Torschütze Martinez aufhob - nicht sein einziger Stellungsfehler. Offensiv nach dem Wechsel weitgehend wirkungslos. Note: 5,0


Thomas Delaney: Sein Passversuch ins Nichts (35.) resultierte auch aus dem Frust über mangelhafte Angebote im Offensivzentrum. Gewann bis zur Pause alle seine Zweikämpfe und erfüllte seine Aufgabe solide. Note: 3,5


Axel Witsel: Zwei frühe Ballverluste verwunderten. Wann immer die Kugel in seiner Nähe war, spürte er den Atem von Nicolo Barella. Sorgte in der 31. Minute für Dortmunds ersten Torschuss - ein Versuch aus dem Frust heraus. Ordnung ins Spiel der Borussia konnte er auch nach der Pause nicht schaffen. Note: 3,5


Jadon Sancho: Weil Hakimi die Außenbahn besetzte, rückte er auf die Halbposition zwischen Außen und Stürmer - da kamen seine Stärken überhaupt nicht zum Zug. Als ihn Julian Brandt im Strafraum freispielte, sorgte sein Schuss für die einzige echte BVB-Gelegenheit der ersten Hälfte. Aus spitzem Winkel hatte Inter-Keeper Hadanovic aber keine Mühe (45.+1). Schöne Hereingabe auf Brandt (49.). Nach dem Wechsel insgesamt lebhafter, Brozovic blockte seinen Schuss auf der Linie. Note: 4,0

Roman Bürki hält den BVB lange Zeit im Spiel - Nico Schulz pennt vor dem 0:1

Schwacher Auftritt in Mailand: BVB-Offensivspieler Thorgan Hazard (r.). © Kirchner/Christopher Neundorf

Thorgan Hazard: In Dortmunds Dreiersturm wirkungslos. Ständige Rochaden mit den Nebenleuten sorgten eher für Konfusion im eigenen Lager als beim Gegner. Seine Ecken: dramatisch schlecht. Note: 5,0


Achraf Hakimi: Klebte an der Außenbahn, kam dort bis zur Pause aber nur einmal durch nach einem Doppelpass mit Brandt. Bezeichnend seine Flanke danach: Flach in den Fuß eines Italieners (30.). Sein Spiel blieb nach dem Wechsel extrem fehlerhaft, versiebte auch die größte Chance (75.). Note: 5,0


Julian Brandt: Im Dreier-Angriff der Mittelstürmer, doch der Raum, wo die „Neun“ auftauchen sollte, war oftmals verwaist. Brandt suchte Bindung zum Spiel, agierte aber in seinen Aktionen viel zu lässig. Sein Aufsetzer war ein spätes Lebenszeichen. Unterm Strich erneut ein enttäuschender Auftritt. Note: 5,0


Mahmoud Dahoud, Jacob Bruun Larsen und Raphael Guerreiro blieben ohne Note

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