Rückkehrer Shinji Kagawa muss um seinen Platz kämpfen

BVB-Kommentar

Jedem Fan des schönen Fußballs muss es in den vergangenen zwei Jahren durch Mark und Bein gegangen sein, die zunehmend verzweifelteren Bemühungen Shinji Kagawas mit anzusehen, in England bei Manchester United richtig anzukommen. Die Rückkehr des Japaners zum BVB kommentiert Redakteur Dirk Krampe.

DORTMUND

, 01.09.2014, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Und man kann annehmen, dass auch Kagawa selbst in dieser Zeit gelitten hat. Die Premier League genießt in seiner Heimat einen unglaublichen Zuspruch, neben dem die Bundesliga doch deutlich verblasst. Sich dort behaupten zu wollen und Manchester den Fußball zu zeigen, mit dem er in Deutschland nicht nur Borussia Dortmunds Fans verzaubert hat, das war sein hehres Ziel.  

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. Jetzt ist er dennoch zurück in Dortmund, und das ist ein klares Signal, dass Shinji Kagawa nach zwei verlorenen Jahren seine Karriere an dem Ort wieder ankurbeln will, an dem er den großen Durchbruch zu internationaler Bekanntheit schaffte.

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Der BVB hat sogleich betont, dass man ihm genügend Zeit geben wolle, zurück zu alter Stärke zu finden. Auch ein Nuri Sahin hat seinerzeit eine Anlaufphase benötigt, um nach Monaten ohne regelmäßige Spielpraxis wieder in die Spur zu kommen. Erbhöfe allerdings gibt es im knallharten Geschäft Bundesliga nicht.

Es wird schnell der Zeitpunkt kommen, an dem sich Shinji Kagawa dem normalen Wettbewerb um die Stammplätze stellen muss. Und es steht nicht zu erwarten, dass beispielsweise ein Henrikh Mkhitaryan ohne Gegenwehr seinen Platz räumen wird. Kagawa wird außerdem auch erkennen, dass sich der BVB in den vergangenen zwei Jahren fußballerisch weiterentwickelt hat. Und dass der Konkurrenzkampf um die Plätze nicht weniger hart geführt wird als in England.Kaum tauchte vor wenigen Tagen der Name Kagawa wieder auf dem BVB-Radar auf, sorgten sich die Fans, der sich anbahnende Transfer des Japaners bedeute, dass die Zeit von Marco Reus im kommenden Sommer ablaufen würde. Kagawas Verpflichtung aber soll vielmehr ein klares Signal an Spieler wie Reus sein: Um seine Ziele zu verfolgen, braucht der BVB auch die nötige Tiefe im Kader. Nationalspieler auf der Bank? Das zählt bei den Bayern schon lange zum normalen Bild.

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