Sahin genießt - Castro hofft auf neue Chance

BVB-Comeback

Das Comeback des lange verletzten Regisseurs drängte das 2:0 Borussia Dortmunds gegen den FC Porto beinahe komplett in den Hintergrund. Die Regenerationsphase ist kurz, am Sonntag reist der BVB zum West-Kracher nach Leverkusen. Ein am Donnerstag verschmähter Spieler hofft dabei auf eine neue Chance.

DORTMUND

, 19.02.2016, 22:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Meldete sich eindrucksvoll zurück: Nuri Sahin.

Meldete sich eindrucksvoll zurück: Nuri Sahin.

Nuri Sahin erzählte von einem langen Gespräch mit Thomas Tuchel aus der vergangenen Woche. In dem habe ihm Dortmunds Trainer sein Dilemma geschildert. Er würde so gern ein Testspiel für ihn vereinbaren, habe Tuchel gesagt, aber es gebe einfach keinen freien Termin. Sahin grinste beseelt, als er seine Antwort weitergab: „Ich habe ihm gesagt, Trainer, ich brauche keinen Test. Ich bin bereit.“ Genau so wollte Borussia Dortmunds so lange verletzter Mittelfeldspieler es haben: „Nicht groß planen, nicht nachdenken, einfach ins kalte Wasser springen.“

"Nuri wird ein großes Spiel machen"

Die Geschichte um Sahin überstrahlte die 90 Minuten im Hinspiel des Sechzehntelfinals der Europa League gegen Porto. Tuchel war schon vor dem Spiel euphorisiert, als er versprach: „Allein deshalb lohnt sich das Kommen heute. Nuri wird ein großes Spiel machen.“ Und er war hinterher nicht minder begeistert, weil sein Schützling das Vertrauen gerechtfertigt hatte. „Super“ habe Sahin das gemacht, „wir konnten ihn einfach nicht mehr zurückhalten, er brannte seit Wochen darauf.“  

Mit der Nummer 18: Nuuuuuuri #Sahin! @nurisahin05#BVB#BVBFCPpic.twitter.com/JI4iE1Y3RZ

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Alle Mitspieler Sahins hatten nach dem Spiel nur lobende Worte für den wegen einer hartnäckigen Sehnenreizung fast ein Jahr pausierenden Sahin übrig. Auch Tuchel hatte seit Monaten beharrlich betont, wie sehr er sich auf die Rückkehr des Strategen freue. Nun darf er auf einer zentralen Position vor der Abwehr aus einem noch größeren Fundus an gleichwertigen Alternativen schöpfen.

Pikante Personalie

Der Glanz von Sahins Comeback drängte nicht nur das überlegen geführte Spiel gegen zu brav agierende Portugiesen an den Rand, unter ging beinahe auch eine andere Personalie. Für Gonzalo Castro hatte Tuchel nämlich keinen Platz im Kader. Daraus wollte er ähnlich wie vor Wochen im Fall von Shinji Kagawa keine große Sache machen. Es ist dennoch eine pikante Personalie, denn am Sonntag tritt der BVB bei Bayer Leverkusen an. Castros Ex-Verein, den er nach 16 Jahren verlassen hatte, um in Dortmund eine neue Herausforderung zu suchen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern

Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
18.02.2016
/
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: dpa
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: DeFodi
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: DeFodi
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: DeFodi
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: DeFodi
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: DeFodi
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: DeFodi
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: dpa
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: DeFodi
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.© Foto: dpa
Schlagworte Borussia Dortmund,

Weil Sahin nach so langer Pause kaum zwei Spiele binnen drei Tagen zugemutet werden dürfte, kann sich Castro Hoffnungen auf eine Rückkehr in den Kader machen. Zumal Ilkay Gündogan nach seiner Grippe am Freitag noch nicht wieder mit dem Team trainierte und ein Kagawa gegen Porto erneut enttäuschte.

"Wir sind noch nicht durch"

Planen kann der BVB hingegen voraussichtlich mit Marco Reus, der den brutalen Tritt von Portos Varela wohl unbeschadet überstanden hat. Auch wenn die Portugiesen gegen die abgeklärte Spielweise des BVB kein Mittel fanden, blieben bei Dortmunds Spielern doch die Warnlampen an.

Jetzt lesen

„Wir sind noch nicht durch“, meinte Kapitän Mats Hummels, der auch auf die besondere Atmosphäre beim Rückspiel hinwies: „Sie haben eine geile Kulisse im Rücken. Sie werden mutiger spielen, darauf müssen wir vorbereitet sein.“

Lesen Sie jetzt