Sahin im medialen Schleudergang

Wechsel ins Ausland?

Schon seit Wochen ranken sich Gerüchte um die Zukunft von Nuri Sahin (22). Dortmunds defensiver Mittelfeldakteur, von Experten als stärkster Spieler der Hinrunde geführt, erwägt womöglich einen Wechsel ins Ausland.

DORTMUND

von Von Sascha Fligge

, 13.04.2011, 21:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Begehrt: Nuri Sahin.

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BVB-Training am 13. April

Bilder vom BVB-Training am 13. April.
13.04.2011
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Angesprochen auf den angeblichen Flirt mit Real schaltete der türkische Nationalspieler bereits am vergangenen Samstag in Hamburg abrupt in den Rückwärtsgang. Es wäre „fatal“, so Sahin, sich auf der Zielgerade der Meisterschaft über Vertragsangelegenheiten zu äußern. Sein Berater Reza Fazeli hatte zuvor mit ähnlichem Duktus den Verhandlungs-Stopp über eine Vertragsverlängerung in Dortmund verkündet. „In einer Phase, in der es um so viel geht“, sagte Fazeli, „sollte man alles zur Seite legen. Im Moment besteht keine Not. Nuri denkt gerade zu 100 Prozent an die Meisterschaft.“

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Dass Fazeli in der jetzigen Phase der Saison wirklich die Füße still hält, gilt allerdings als ausgesprochen unrealistisch. Das würde nicht dem Bild dieses äußerst gewieften Spieleragenten entsprechen, der im vergangenen Sommer schon Nationalspieler und Sahin-Kumpel Mesut Özil (22) zu den Königlichen transferierte. Vielleicht wäre es sogar unprofessionell, jetzt nichts zu tun. Schließlich verdienen Berater immer dann besonders gut, wenn Spieler ihre Arbeitgeber wechseln. Und natürlich würde der Geldregen vergleichsweise stark ausfallen, wenn der neue Klub gleich der ruhmreichste auf dem Globus sein sollte: Real Madrid.

Rein fußballtechnisch stellt sich durchaus die Sinnfrage. „Real sucht einen defensiven Mittelfeldspieler“, sagt Luis Nieto, Fußballchef beim Madrider Revolverblatt „AS“. Allerdings stehen in Sami Khedira, Xabi Alonso und Lassana Diarra schon drei hochkarätige „Sechser“ im Kader, von denen Trainer José Mourinho vornehmlich Bollwerk-Mentalität verlangt. Sahin indes ist kein Fußball-Panzer, er hat seine Stärken in der Vorwärtsbewegung und zahlt für die ihm gegönnten Freiheiten in dieser Saison mit beeindruckender Raffinesse und inzwischen acht Pflichtspieltoren zurück. Der Dortmunder Vertrag des jüngsten Bundesligaspielers aller Zeiten läuft erst am 30. Juni 2013 aus. Er beinhaltet jedoch eine Klausel, die es Sahin ermöglicht, für eine festgeschriebene Ablösesumme zu wechseln. Dass diese Summe auch im Falle eines Auslandstransfers die vielfach kolportierten sechs Millionen Euro beträgt, ist unwahrscheinlich. Im Fall der Fall würde der BVB wohl eine höhere Einnahme erzielen können.

Nuri Sahin meldete sich am Mittwochnachmittag in unserer Redaktion und warb um Verständnis für seine Zurückhaltung. „Es ist mir nicht verborgen geblieben, dass mein Name zurzeit mit vielen Vereinen in Verbindung gebracht wird“, sagte der intelligente Stratege. Und: „Darüber hinaus möchte ich mich nicht äußern.“  

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