Hofft auf das Weiterkommen: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke © picture alliance/dpa
Champions League

Showdown in Lissabon: BVB-Aus könnte weitreichende Folgen haben

Die Corona-Pandemie hat dem BVB finanziell zugesetzt. Den Einnahmen aus der Champions League kommt eine noch größere Bedeutung zu. Das Aus in der Vorrunde könnte weitreichende Folgen haben.

Am Montagabend war Hans-Joachim Watzke noch Augenzeuge des 3:0-Erfolgs der BVB-Fußballfrauen gegen Eintracht Dorstfeld in der dritten Runde des Kreispokals, dort steht das jüngste Baby der BVB-Familie nun im Halbfinale. Kaum 14 Stunden später stand für Borussia Dortmunds Geschäftsführer die wichtigste Dienstreise der bisherigen Saison an.

Seit der Saison 17/18 stand der BVB immer im Achtelfinale der Champions League

In Lissabon geht es für den BVB darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, sportlich weiter im Teich der großen europäischen Klubs mitschwimmen zu dürfen. Ob der BVB nach der Winterpause in der Königsklasse weiterspielen darf oder als bereits sicherer Gruppendritter in die Europa League „absteigen“ muss, beinhaltet für Kaufmann Watzke auch einen nicht unerheblichen finanziellen Aspekt.

9,6 Millionen Euro allein aus dem Prämien-Pool der UEFA werden an die Teams ausgeschüttet, die das Achtelfinale der Champions League erreichen. Würde der BVB dieses Ziel erstmals seit der Saison 2017/18 wieder verpassen, ginge es im Februar in der finanziell zweitklassigen Europa League weiter. Dort könnte die Borussia nur einen Bruchteil des Geldes verdienen.

Europa League wäre deutlich weniger lukrativ für den BVB

Allein durch das Verpassen des Champions-League-Achtelfinals würden 9,1 Millionen Euro weniger an Prämien nach Dortmund fließen. Auch das Erreichen des Achtel- (1,2 Millionen Euro), Viertel- (1,8 Millionen Euro) und Halbfinals (2,8 Millionen Euro) in der Europa League würde diesen Verlust nicht auffangen.

Dass die kleine Schwester der Königsklasse finanziell deutlich weniger lukrativ, sportlich aber spätestens mit dem Eintauchen in die K.o.-Phase attraktiv und anspruchsvoll ist, musste Dortmund vor fast vier Jahren beim Ausscheiden gegen RB Salzburg anerkennen.

Über 80 Millionen Euro flossen vergangene Saison an den BVB

In der vergangenen Saison generierte der BVB, der gegen Lissabon kurzfristig auf Raphael Guerreiro verzichten musste, allein aus der Champions League Einnahmen von 83,1 Millionen Euro. Eine gewaltige Summe. Zum Vergleich: Der FC Villarreal als Gewinner der Europa League spielte durch diesen internationalen Erfolg lediglich 25,08 Mio. Euro ein.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Dirk Krampe, Jahrgang 1965, war als Außenverteidiger ähnlich schnell wie Achraf Hakimi. Leider kamen seine Flanken nicht annähernd so präzise. Heute nicht mehr persönlich am Ball, dafür viel mit dem Crossbike unterwegs. Schreibt seit 1991 für Lensing Media, seit 2008 über Borussia Dortmund.
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Dirk Krampe

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