So ist die Lage beim kommenden BVB-Gegner Eintracht Frankfurt

Borussia Dortmund

Wild, offensiv und attraktiv: Der Auftakt gegen Arsenal war ein Europapokal-Spiel, wie man es von Eintracht Frankfurt gewohnt ist - nur mit anderem Ausgang. Die Gründe dafür sind offensichtlich.

von dpa

Frankfurt

, 20.09.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
So ist die Lage beim kommenden BVB-Gegner Eintracht Frankfurt

Das 0:3 gegen den FC Arsenal spiegelt die starke Leistung der Eintracht nicht wider. © dpa

Ein bisschen Sehnsucht nach seiner furiosen „Büffelherde“ und den glorreichen Europa-League-Abenden konnte Adi Hütter nicht verbergen. Am spektakulären 0:3 gegen den Vorjahresfinalisten FC Arsenal gefiel dem Trainer von Eintracht Frankfurt vieles - nur nicht das ernüchternde Ergebnis.

„Man darf eins nicht vergessen: Wir haben Spieler zu ersetzen, die letztes Jahr viele Tore gemacht haben“, sagte Hütter in wohliger Erinnerung an das Sturmtrio Luka Jovic, Sébastien Haller und Ante Rebic, das den Verein in diesem Sommer kollektiv und für insgesamt mehr als 100 Millionen Euro verlassen hat.

Ohne Haller, Jovic und Rebic - Das ist das neue Sturmdreieck der Eintracht

Anstelle von Haller, Jovic und Rebic stehen nun Sturmkante Bas Dost sowie die beiden Portugiesen André Silva und Goncalo Paciencia. Was aussieht wie ein sehr ordentliches Sturmdreieck, hat in diesem Jahr aber auch mit dem Maßstab von 57 Pflichtspiel-Toren der Vorgänger zu kämpfen.

„Die Jungs brauchen noch ein bisschen Zeit. Speziell die beiden Stürmer, die spät zu uns gestoßen sind. Wichtig ist, dass wir uns Chancen herausarbeiten“, sagte Hütter. Die nächste Möglichkeit auf Wiedergutmachung gibt es schon am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund.

Hütter kündigt gegen Dortmund Veränderungen in der Startelf an

Für die Aufgabe gegen den BVB kündigte der Österreicher Veränderungen in der Startelf an. „Sie spielen ähnlich wie Arsenal, personell werden wir aber sicher nicht die gleiche Mannschaft auf den Platz bringen wie gestern“, sagte Hütter am Freitag, den feinen Zwirn hatte er nach einer Nacht gegen einen Trainingsanzug getauscht.

„Borussia ist sicherlich der Favorit in diesem Spiel und über 90 Minuten schwer zu neutralisieren“, sagt Hütter. „Der BVB hat sehr schnelle, intelligente Spieler, aber wenn eine Mannschaft defensiv und kompakt steht, hat Dortmund Probleme.“ Das habe man auch beim Spiel gegen Union Berlin so beobachten können.

So ist die Lage beim kommenden BVB-Gegner Eintracht Frankfurt

Ein Wiedersehen mit den ehamligen Mannschaftskollegen gibt es für Sebastian Rode nur am Rande der Partie. Ein Einsatz kommt aufgrund einer Knieprellung nicht in Frage. © dpa

Sebastian Rode fällt weiter aus. Der ehemalige BVB-Spieler hatte im Training einen Schlag auf sein im Sommer operiertes Knie abbekommen. „Es ist alles okay, dauert aber noch etwas“, sagt Hütter und ergänzt: „Wir wollen schauen, dass er in der kommenden Woche wieder einsatzfähig ist.“ Wichtig sei, dass der Knorpel gehalten habe. Für Rode könnten Evan Ndicka, Timothy Chandler und Goncalo Paciencia ihre Chance erhalten.

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Für ihre ordentliche Leistung hatten die 47.000 Fans ihre Helden am Donnerstag mit lautstarken Gesängen und reichlich Applaus belohnt. Die Party fiel für den Halbfinalisten des Vorjahres diesmal zwar aus, eine besondere Europa-Nacht wurde es aber auch ohne Jubel und drei Punkte. „Die Fans in der Kurve haben ein sehr gutes Gespür. Diese Szenen machen den Klub, das macht Eintracht Frankfurt aus“, sagte Sport-Vorstand Fredi Bobic. Angreifer Dost fügte an, man müsse die Siege gegen Lüttich und Guimaraes einfahren, wenn man international überwintern wolle.

Bas Dost will es gegen den BVB besser machen

Dafür muss die Eintracht schnell wieder effizienter werden. „Wir werden weiter arbeiten mit den Jungs. Sie haben bewiesen, dass sie Tore schießen können“, beschrieb Hütter. Der frühere Wolfsburger Dost war an einem Abend der verpassten Chancen das Eintracht-Sinnbild: engagiert, motiviert, im Abschluss aber nicht cool genug. „Für mich persönlich sehe ich noch Luft nach oben, ich kann es besser“, sagte der Niederländer. Die nächste Chance dazu gibt es jetzt im Heimspiel gegen den BVB.

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