BVB-Spieler international im Einsatz: Jubel, Kritik und Enttäuschungen

Borussia Dortmund

Neun BVB-Spieler waren international im Einsatz. Die meisten Borussen durften jubeln. Erling Haaland musste hingegen viel Kritik einstecken, Youssoufa Moukoko hadert mit dem Verletzungspech.

Dortmund

, 01.04.2021, 22:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für BVB-Offensivspieler Thorgan Hazard lief es mit der belgischen Nationalmannschaft gut. Hier jubelt er über seinen Treffer beim 3:1-Sieg gegen Wales.

Für BVB-Offensivspieler Thorgan Hazard lief es mit der belgischen Nationalmannschaft gut. Hier jubelt er über seinen Treffer beim 3:1-Sieg gegen Wales. © dpa

Neun Nationalspieler von Borussia Dortmund waren in den vergangenen Tagen für ihre Nationalmannschaften im Einsatz. Bis auf wenige Ausnahmen standen für alle Spieler drei Partien auf dem Programm. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Hier kommt die Zusammenfassung:


Giovanni Reyna (USA): Der US-Amerikaner war einer der Akteure, für den nur zwei Begegnungen anstanden. Das erste der beiden Testspiele, das in Österreich stattfand, gewannen die USA mit 4:1 gegen Jamaika. Reyna stand in der Startelf, wurde in der 68. Minute ausgewechselt. In der zweiten Begegnung in Nordirland (2:1) wurde der 18-Jährige zwar auch nach knapp einer Stunde ausgewechselt, nutzte seine Spielzeit aber umso besser. Nach genau 30 Minuten brachte der BVB-Youngster sein Land mit 1:0 in Führung.


Jude Bellingham (England): In den drei Qualifikationsspielen für die Weltmeisterschaft 2022 kam Bellingham für England nur in der ersten Partie (5:0 gegen San Marino) zum Einsatz. Er wurde zum zweiten Durchgang eingewechselt. Beim 2:0-Erfolg in Albanien und dem 2:1-Sieg gegen Polen blieb der 17-Jährige ohne Einsatz.

Erling Haaland (Norwegen): Der BVB-Torschütze vom Dienst musste in seiner Heimat viel Kritik einstecken. In allen drei WM-Qualifikationsspielen stand der Norweger in der Startelf. Ein Tor gelang dem Stürmer aber weder gegen Gibraltar (3:0) noch gegen die Türkei (0:3) oder Montenegro (1:0).

Für seine Leistungen erntete Haaland in seinem Heimatland schlechte Kritiken. Mehrere norwegische Ex-Profis kritisierten ihn für seine angebliche Lustlosigkeit und vermissten die gewohnte Emotionalität.


Thomas Delaney (Dänemark): Erfolgreicher als Haaland agierte Borussia Dortmunds Mittelfeldspieler. Er gewann mit seiner Nation in der WM-Qualifikation 2:0 in Israel und 8:0 gegen Moldawien. Beim ersten Spiel wurde Delaney kurz vor Schluss ausgewechselt, bei der zweiten Begegnung wurde er geschont. Zum 4:0-Testspielerfolg in Österreich steuerte der Borusse die Vorlagen zu den ersten beiden Treffern bei.


Manuel Akanji (Schweiz): Zwei von drei Spielen absolvierte Akanji über 90 Minuten - mit Erfolg. In Bulgarien (3:1) und gegen Litauen (1:0) gewann die Schweiz. Beim Test gegen Finnland (3:2) wurde der BVB-Innenverteidiger in der 46. Minute eingewechselt.


Thorgan Hazard und Thomas Meunier (Belgien): Hazard stach besonders beim 3:1-Erfolg in der WM-Qualifikation gegen Wales hervor. Erst lieferte er die Vorlage zum 1:1, eher der 28-Jährige die 2:1-Führung selbst erzielte. Die Vorlage dafür lieferte sein BVB-Teamkollege Meunier. In Tschechien holte Belgien ohne Hazard und Meunier ein 1:1. Beide Spieler fehlten aufgrund der sich anschließenden Quarantäneregeln. Beim dritten Spiel standen Hazard und Meunier dann wieder im Kader. Hazard war beim 8:0-Kantersieg gegen Belarus diesmal nicht direkt an einem Tor beteiligt, dafür steuerte Meunier den Assist zum 2:0 bei.


Emre Can (Deutschland): Can wurde zum Dauerbrenner der BVB-Nationalspieler. Als einziger Dortmunder stand der Defensivspieler in allen drei WM-Qualifikationsspielen über die volle Distanz auf dem Platz. Beim 3:0 gegen Island und dem 1:0 in Rumänien kam die Allzweckwaffe als Linksverteidiger zum Einsatz. Beim peinlichen 1:2 gegen Nordmazedonien setzte Joachim Löw Can als Innenverteidiger ein.

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Youssoufa Moukoko (Deutschland, U21): Die Berufung des Youngsters hatte im Vorfeld für Furore gesorgt, doch in der Vorrunde der Europameisterschaft in Ungarn und Slowenien spielte der 16-Jährige keine einzige Minute. Beim Aufwärmen vor dem Auftaktspiel gegen Ungarn (3:0) zog er sich eine Fußverletzung zu und fiel für die weiteren Partien gegen die Niederlande (1:1) und Rumänien (0:0) aus. Auch ohne Moukoko qualifizierte sich die Mannschaft von Stefan Kuntz als Tabellenzweiter für die Endrunde, die erst Ende Mai stattfindet. Dann trifft Deutschland im Viertelfinale auf Dänemark.

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