Borussia Dortmund II

Souveräner Sieg: BVB-U23 fährt gegen Wuppertal den nächsten Dreier ein

Die BVB-U23 besiegt den Wuppertaler SV deutlich und souverän mit 3:0. Einige Akteure in der Startelf überraschen. Rotation ist angesagt.
Die BVB-U23 besiegt den Wuppertaler SV. © Bielefeld

Björn Mehnert ist ein alter Bekannter in Dortmund. Einerseits lief er vor Jahren selbst für die U23 der Borussia auf, andererseits traf er erst Mitte Oktober in verantwortlicher Position auf den BVB – als Cheftrainer von RW Ahlen setzte es seinerzeit eine heftige 0:6-Niederlage. Diesmal, im Dienst des Wuppertaler SV, verlief der Arbeitstag für Mehnert deutlich besser, dennoch musste er die nächste Niederlage verzeichnen. Die Borussia siegte nach zwei Remis in Folge mit 3:0 (1:0).

BVB-U23 rotiert gegen Wuppertal

Im Vergleich zum 2:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen hatte sich BVB-Trainer Enrico Maaßen für eine größer angelegte Rotation entschieden. Gleich fünf Veränderung nahm der U23-Coach vor – und wusste damit durchaus zu überraschen: Zum einen beließ er die Profis Ansgar Knauff und Tobias Raschl nach zwei aufreibenden Partien gegen Homberg (0:0) und RWO auf der Bank. Zum anderen berief er zwei Akteure, die nicht zwingend in der Startelf zu erwarten waren.

Haymenn Bah-Traore, nach langer Verletzungspause längst nicht bei optimaler Leistungsfähigkeit, wirkte von Beginn an mit; und Patrick Osterhage, der gegen Oberhausen nach anderthalbjähriger Zwangspause in Hälfte zwei sein Debüt für den BVB II gefeiert hatte, bekam gleich das Vertrauen von Anfang an. Darüber hinaus gab Maaßen Kolbeinn Finnsson, Philipp Harlaß und Alaa Bakir mal wieder die Startchance – und trug damit den Verschleißerscheinungen Rechnung.

BVB-U23 trifft auf einen kompakten Wuppertaler SV

Zuletzt hatte die Borussia nämlich ein wenig müde gewirkt – frisches Personal sollte für den 13. Sieg im 18. Regionalliga-Spiel sorgen. Kein einfaches Unterfangen, zumal sich der Gegner in der dichten 5-4-1-Formation anordnete, um den besten Angriff der Liga bestmöglich an seiner Arbeit zu hindern. Das gelang ganz passabel – die neu zusammengestellte Offensive, in der Bakir und Harlaß Kapitän Steffen Tigges links und rechts unterstützten, wurde beharkt und häufig gestoppt.

Ja, Stürmer Tigges versuchte es zweifach in der Anfangsphase – seine Abschlüsse gehörten aber sicherlich nicht zur obersten Chancenkategorie, in beiden Fällen konnte Wuppertals Schlussmann Daniel Szczepankiewicz ohne wirklich große Probleme parieren (4., 9.). Anschließend probierte es vor allem Osterhage ab und an mit nach vorn gerichteten Flachpässen und dynamischen Vorstößen aus dem zentralen Mittelfeld – einer davon führte zum Erfolg.

BVB-U23 trifft in Hälfte eins gegen Wuppertal

Osterhage nahm sich die Kugel, trieb sie nach vorne und bediente Tigges – dessen Schuss mit dem linken Fuß flog abgefälscht ins WSV-Tor (23.). Die Borussia hatte ihren ersehnten Treffer in Hälfte eins und hätte in der 36. Minute nachlegen müssen. Doch nachdem sich Tigges in der Nähe der Mittellinie toll vom Gegenspieler lösen konnte und den freien Finnsson auf links bediente, legte der nicht quer auf Bakir, sondern versuchte es selbst – Keeper Szczepankiewicz hielt, Bakir fluchte.

Da blitzte sie mal wieder kurz auf, die mangelnde Cleverness, die vor Kurzem selbst vom BVB-Personal angesprochen wurde. Mit mehr Übersicht wäre dieser zweite, etwas beruhigendere Treffer reine Formsache gewesen – so kam der BVB nur mit dünner Führung aus der Pause gegen einen WSV, der etwas mutiger wurde. Wuppertal verteidigte nach wie vor diszipliniert, hatte einmal Glück, dass Finnsson zu hektisch den Schuss suchte (51.) – und versuchte sich darüber hinaus am Vorwärtsgang.

Borussia Dortmund II entscheidet das Spiel in der 70. Minute

Der sah nicht gepflegt aus, war jedoch zumindest bisweilen gefährlich, wenngleich Borussia Dortmunds Torwart Luca Unbehaun letztlich keinen einzigen Torschuss parieren musste. Kurz vor knapp bekamen seine Abwehrleute immer noch ein Bein dazwischen oder der Gegner verzettelte sich. Die Spannung indes blieb natürlich. Und nahm erst ab, als der eingewechselte Aday Ercan (70.) auf 2:0 stellte – Knauff hatte den Ball tief in der Wuppertaler Hälfte gewonnen und seinen Kollegen bedient.

Spätestens jetzt befand sich der BVB auf Pflichtsieg-Kurs – und feierte kurz vor Schluss noch das 3:0 durch Knauff (87.), Tigges hatte ihm selbstlos assistiert. Der Erfolg, mehr erkämpft als mit Glanz erspielt, war perfekt – und wurde nach Schlusspfiff kurz gefeiert. Die Borussia hatte sich in veränderter Zusammenstellung bis zuletzt verausgabt, eifrig verteidigt und die drei siegbringenden Treffer geschafft. Das war die Hauptsache – und sorgte für erleichterte Gesichter in den Dortmunder Reihen. Mehnert dagegen fuhr chancenlos heim.

  • BVB II: Unbehaun – Hippe, Dams, Maloney – Bah-Traore (78. Tachie), Osterhage (55.Ercan), Pfanne, Finnsson (66. Knauff)– Harlaß (55. Raschl), Tigges, Bakir – Trainer: Maaßen
  • Tore: 1:0 Tigges (23.), 2:0 Ercan (70.), 3:0 Knauff (87.)

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