Stadionführung XXL

DORTMUND „Den Signal Iduna Park kenne ich wie meine Westentasche.“ Das hatte Roman Weidenfeller gedacht. Ein Besuch im Rahmen der „Lokal“-Tour bewies das Gegenteil.

von Von Constantin Blaß

, 14.09.2007, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Besuch im Signal Iduna Park wagte sich Roman Weidenfeller auf den in 30 Meter Höhe und unter dem Stadiondach angebrachten „Catwalk“.

Beim Besuch im Signal Iduna Park wagte sich Roman Weidenfeller auf den in 30 Meter Höhe und unter dem Stadiondach angebrachten „Catwalk“.

Stadiontechniker Jörg Börnard zeigte dem Stammtorwart von Borussia Dortmund den Fußball-Tempel bis ins letzte Detail. Unter dem Motto „Stadionführung XXL“ führte er Weidenfeller auch dorthin, wo normalerweise niemand hinkommt.

Auf den „Catwalk“ zum Beispiel. Den fast höchsten Punkt im Stadion. „Hier stehen ab und zu mal ein paar Kameramänner, um einen anderen Blickwinkel für das Fernsehen einzufangen“, erklärt Börnard. Der gelernte Energieanlagen-Elektroniker arbeitet seit 13 Jahren bei Borussia Dortmund. Er ist einer von insgesamt sieben Stadiontechniker.

Den zweiten Stopp machte der 39-Jährige mit Roman Weidenfeller im Regieraum. Dort wird die 190 Leuchten umfassende, 1500 Lux starke Flutlichanlage ein- und ausgeschaltet. Als Schaltpult dient eine Spielfeld-Nachbildung aus dem Jahre 1974.

Weiter ging‘s in die Katakomben der Nordtribüne. Dort befinden sich mit Öl betriebene Aggregate, um dem Stromausfall vorzubeugen. Weidenfeller kommt bei einer Raum-Temperatur von gut 30 Grad ins Schwitzen. Und staunt: „Unglaublich, was alles nötig ist, um uns das Spielen in diesem Stadion zu ermöglichen. Ich ziehe den Hut vor all den vielen Leuten, die im Hintergrund für Borussia Dortmund arbeiten. Respekt!“

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