Tamas Hajnal trifft mit Stuttgart auf seinen Ex-Klub BVB

Das Interview

Zweieinhalb Jahre trug Tamas Hajnal das Trikot des BVB, bevor er im vergangenen Winter an den VfB Stuttgart ausgeliehen und im Sommer verkauft wurde. Am Samstag (15.30 Uhr) trifft er auf seinen ehemaligen Klub. Zuvor spricht er über seine Leidenschaft Angeln, über Mario Götze und die Über-Bayern.

DORTMUND

von Von Thomas Schulzke

, 27.10.2011, 22:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Tamas Hajnal trifft mit dem VfB Stuttgart auf seinen Ex-Klub Borussia Dortmund.

Tamas Hajnal trifft mit dem VfB Stuttgart auf seinen Ex-Klub Borussia Dortmund.

Ja, wenn ein Fisch am Haken zappelt, ist das schon spannend.

Natürlich. Leider kann ich viel zu selten diesem Hobby nachgehen, weil ich viel unterwegs bin. Deshalb freue ich mich immer darauf, im Urlaub auf Fischjagd zu gehen.

Die waren einfach großartig. Am Tag, als der BVB Meister wurde, hatte ich gleich zwei Gründe, um mich zu freuen.

Wir gewannen zeitgleich mit Stuttgart gegen Hoffenheim. Ein ganz wichtiger Sieg für den Klassenerhalt.

Traurig war ich nicht. Ich habe mich für die Spieler gefreut und ihnen zum Titel gratuliert. Das ist doch klar.

Ich konnte aktiv daran teilhaben, dass der VfB nicht abgestiegen ist. Beim BVB kam ich ja zuletzt nicht mehr so oft zum Einsatz. Für mich ist deshalb der Klassenerhalt mehr wert als ein möglicher Titelgewinn, ohne groß daran beteiligt gewesen zu sein.

Absolut. Sowohl sportlich als auch menschlich war es richtig. Hier fühle ich mich richtig wohl.

Es ist ja nicht so, als hätte ich beim BVB keine gute Phasen gehabt. Zuletzt lief es natürlich nicht mehr so gut, das ist klar. In Stuttgart hat mich die Mannschaft vom ersten Tag an akzeptiert. Der Trainer hat mir vertraut. Das hat mir geholfen, schnell meine Leistung zu bringen.

Na klar, Mario hat überragende Fähigkeiten. Er macht Dinge auf dem Platz, die nicht viele beherrschen.

Es kommt darauf an, auf welcher Position man ihn sieht. Einige sehen ihn in der Zentrale, andere auf der Außenbahn.

Wäre ich Trainer, würde ich ihn auf die linke Außenbahn stellen. So könnte er viel öfter nach innen ziehen und zum Torabschluss kommen.

Er gehört natürlich zu den größten Talenten in Europa. Er besitzt Fähigkeiten wie Lionel Messi. Die Zukunft wird zeigen, wie weit es für ihn geht.

Den Grundstein haben wir schon in der vergangenen Spielzeit gelegt. In der Rückrunde haben wir 30 Punkte geholt. Diese guten Leistungen setzen sich jetzt fort. Außerdem kamen im Sommer William Kvist und Maza dazu. Sie sind neue Qualität für unser Team.

Natürlich einen großen. Er ist ein akribischer Trainer mit großem Fachwissen.

Ich vergleiche grundsätzlich keine Trainer. Jeder hat seinen eigenen Stil. Beide haben aber bewiesen, dass sie erfolgreich arbeiten können.

Ich habe nicht alle Spiele des BVB gesehen. Die Ergebnisse sprachen für sich. Aber auch wir sind gut drauf.

München hat bisher sehr dominant und überzeugend gespielt, trotzdem liegen die nur drei Zähler vor dem BVB und fünf vor uns, wobei ich sagen muss, dass wir uns bestimmt nicht als Bayern-Jäger sehen. Der Abstand ist allerdings nicht groß, und es wird aus meiner Sicht keinen Alleingang geben.  

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