Trainerdiskussion? Sportdirektor Zorc stellt sich vor BVB-Coach Favre

Borussia Dortmund

BVB-Sportdirektor Michael Zorc wehrt sich gegen eine angebliche Trainerdiskussion bei Borussia Dortmund. Im Klub seien alle Beteiligten „sehr ruhig“.

Dortmund

, 29.05.2020, 13:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Sportdirektor Michael Zorc (r.) unterhält sich mit Coach Lucien Favre. (Archiv)

BVB-Sportdirektor Michael Zorc (r.) unterhält sich mit Coach Lucien Favre. (Archiv) © Kirchner-Media

Die Frage richtete sich eigentlich gar nicht an Michael Zorc, sondern an BVB-Trainer Lucien Favre, aber der Dortmunder Sportdirektor hatte trotzdem das Bedürfnis, sie zu beantworten. Favre war am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des BVB in Paderborn (Sonntag, 18 Uhr) gefragt worden, ob er sich sorge, dass die Trainerdiskussion in Dortmund nun wieder ein ständiger Begleiter werde – so wie es in der Hinrunde spätestens nach dem 3:3 im Heimspiel gegen jenen SC Paderborn mehrere Wochen der Fall gewesen war.

Zorc verteidigt BVB-Coach Favre

Favre sagte, er konzentriere sich nur auf „das Wesentliche“. Mehr könne er nicht tun und auch nicht dazu sagen. Dann ergriff Zorc das Wort. Eine vermeintliche Trainerdiskussion sei nach der 0:1-Niederlage gegen Bayern München am Dienstagabend von außen in den Verein getragen worden, erklärte Zorc. „Wir können das nicht verhindern, aber im Klub sind wir sehr ruhig.“ Sowohl er als auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hätten sich ja bereits sehr deutlich geäußert und erklärt, dass es keinen Grund für eine Trainerdiskussion gebe.

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Unmittelbar nach der Niederlage am Dienstag gegen die Bayern hatte Favre ins Sky-Mikrofon gesagt, er wisse, wie es laufe, als er gefragt wurde, ob er befürchte, dass nun wieder darüber diskutiert werde, dass Lucien Favre vielleicht ein Trainer sei, der keine Titel gewinnen könne. Darüber werde seit Monaten gesprochen, gab Favre zu Protokoll. Er werde allerdings erst „in ein paar Wochen“ darüber sprechen.

Lucien Favre will BVB-Trainer bleiben

Das wiederum wurde insbesondere von Sky-Experte Lothar Matthäus so interpretiert, als habe Favre durchblicken lassen, dass er in Dortmund nicht über das Saisonende hinaus weiterarbeiten wolle. Am Mittwoch dann stellte Favre seine Aussage richtig. Da sei vielleicht ein falscher Eindruck entstanden, ließ er mitteilen. Er wolle seinen Vertrag in Dortmund (bis 2021) auf jeden Fall erfüllen. „Es gefällt mir hier.“

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