Der BVB zeigt Interesse an Gladbachs Trainer Marco Rose. © imago / Moritz Müller
Borussia Dortmund

Trainersuche: Der BVB streckt seine Fühler nach Marco Rose aus

Als Interimsnachfolger für Lucien Favre soll Edin Terzic die BVB-Saison zu einem guten Ende führen. Doch im Hintergrund laufen bereits die Planungen für die Spielzeit 21/22. Im Fokus: Marco Rose.

Im Sommer durfte sich Marco Rose über eine ungewöhnliche Auszeichnung freuen. In einer Umfrage wurde er zum erotischsten Bundesliga-Trainer gewählt – noch vor Bruno Labbadia, wie er in einem Interview mit der „Welt“ spöttisch bemerkte. „Da muss bei der Wahl doch irgendwas schiefgelaufen sein.“

Der BVB hat bereits Kontakt zu Marco Rose aufgenommen

Rose hat allerdings auch als Fußballtrainer Duftmarken hinterlassen in seinen ersten 18 Monaten in der deutschen Bundesliga – und das hat nach Informationen der Ruhr Nachrichten auch Borussia Dortmund auf den Plan gerufen. Ob das neue Trainergespann, das der BVB am Sonntag nach der Freistellung von Lucien Favre installiert hat, auch eine längerfristige Zukunft über das Saisonende hinaus hat, darüber werden letztlich die Ergebnisse richten. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat Borussia Dortmund jedoch schon vor geraumer Zeit Kontakt zum Trainer aus Gladbach aufgenommen. Dessen Art des Coachings, und wie er Fußball spielen lässt, trifft in Dortmund auf viel Gegenliebe.

Rose stammt gebürtig aus Leipzig, in seiner aktiven Karriere spielte der Abwehrspieler für den VfB Leipzig, Hannover 96 und Mainz 05. Seit 2010 ist der 44-Jährige als Trainer aktiv und erwarb seine größten Meriten bei RB Salzburg. Mit dem österreichischen Brauseklub wurde er zweimal Meister und einmal Pokalsieger. Zudem gewann er mit der U19 die Youth League.

Einstiger Wunschkandidat Nagelsmann wohl kein Thema beim BVB

In Gladbach ist Rose im zweiten Jahr tätig, führte die Gladbacher gleich in die Champions League und durfte am vergangenen Mittwoch den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte bejubeln, als sich die Borussia trotz der Niederlage bei Real Madrid für das Achtelfinale der Champions League qualifizierte. Als er in Gladbach antrat, erklärte Rose, einen Stil spielen lassen zu wollen, „bei dem die Fans sagen, dass sie gern ins Stadion kommen.“ Dieses Versprechen konnte auch in seiner zweiten Saison bislang erfüllen.

Dem Vernehmen nach soll auch Roses aktueller Verein über das Interesse des BVB informiert sein und sich bereits auf die Nachfolger-Suche vorbereiten. Auch wenn noch keine Entscheidung gefallen ist, sollen die Gespräche schon sehr weit sein. Dieser Stand galt allerdings vor der Entlassung Favres. Kein Thema in Dortmund dürfte hingegen ein einstiger Wunschkandidat von Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc sein. Julian Nagelsmann (RB Leipzig) sieht seine Zukunft eher bei einem Top-Klub im europäischen Ausland.

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Dirk Krampe, Jahrgang 1965, war als Außenverteidiger ähnlich schnell wie Achraf Hakimi. Leider kamen seine Flanken nicht annähernd so präzise. Heute nicht mehr persönlich am Ball, dafür viel mit dem Crossbike unterwegs. Schreibt seit 1991 für Lensing Media, seit 2008 über Borussia Dortmund.
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Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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