Trainingslager in Bad Ragaz: Das sind die Baustellen des BVB

mlzBorussia Dortmund

Borussia Dortmund setzt seine Saisonvorbereitung ab Samstag in der Schweiz fort. Auf Trainer und Mannschaft wartet viel Arbeit. Das sind die BVB-Baustellen in Bad Ragaz.

Dortmund

, 26.07.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sogar das Hotel erstrahlt in schwarz und gelb, eine neue Lichtanlage im Grand Resort Bad Ragaz macht es möglich. Es soll eben an nichts fehlen. Am Samstagabend bezieht Borussia Dortmund sein Trainingslager in der Schweiz, auf dem Weg dorthin wartet ein Testspiel gegen Udinese Calcio (17 Uhr, Altach).

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Bis kommenden Freitag bereitet sich der BVB in den Alpen auf die neue Saison vor - und spätestens ab jetzt wird es richtig ernst im Kampf um die elf Startelfplätze. Lucien Favre und sein Trainerteam haben viel Arbeit vor sich und werden genau hinsehen, wer den Aufgaben in der kommenden Spielzeit gewachsen ist und wer nicht. Der BVB-Fußball soll flexibler und resistenter gegen Rückschläge werden, als er es vor allem in der vergangenen Rückrunde war.


Was erwartet die BVB-Profis in der Schweiz?

Viel Arbeit bei perfekten Bedingungen. Die Anlage des FC Bad Ragaz bietet beste Trainingsmöglichkeiten, das Mannschaftshotel ist eine Klasse für sich. Nach dem Testspiel gegen Udinese warten in der Regel zwei Trainingseinheiten pro Tag auf die Spieler.


Welche Testspiele stehen auf dem Trainingsplan?

Für Dienstag (30. Juli) ist ein weiteres Testspiel gegen den FC St. Gallen angesetzt. Anstoß im Kybunpark in St. Gallen ist um 19.30 Uhr. Nicht ausgeschlossen, dass noch ein weiteres Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit dazukommt. In der Vergangenheit legte Favre stets Wert darauf, seine Spieler auch mal über eine längere Spielzeit sehen zu können. So war es vergangenen Sommer in der Schweiz, und auch im Wintertrainingslager in Marbella ließ Favre zwei Testspiele an einem Tag ansetzen.

Trainingslager in Bad Ragaz: Das sind die Baustellen des BVB

Schauen in Bad Ragaz ganz genau hin (v.l.): Sebastian Kehl, Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke. © Guido Kirchner

An welchen sportlichen Baustellen muss der BVB arbeiten?

Während der Testspiele der USA-Reise (3:1 gegen die Seattle Sounders, 3:2 gegen den FC Liverpool) haben beim BVB bereits viele Rädchen ineinandergegriffen. Genug zu tun gibt es trotzdem. In erster Linie soll das BVB-Spiel offensiv flexibler und defensiv stabiler werden.


Welches System will Favre spielen lassen?

Bislang pendelte Favre beim System zwischen einem 4-2-3-1-System, auf das er auch in der vergangenen Saison meistens zurückgriff, und einem 4-1-4-1-System mit nur einem Spieler vor der Abwehr und zwei offensiven Mittelfeldspielern im Zentrum. Aber auch eine Variante mit Dreier- bzw. Fünferkette scheint nicht ausgeschlossen zu sein. Favre deutete in Amerika an, an dieser Option arbeiten zu wollen. Insgesamt will der BVB-Trainer mehr Möglichkeiten erarbeiten, um auf die Gegebenheiten während eines Spiels reagieren zu können. Immer im Mittelpunkt: das Gleichgewicht zwischen Defensive und Offensive. Favre sagt: „Wir müssen die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive finden. Wir haben in der Rückrunde zu viele unnötige Gegentore kassiert.“


Welche Probleme muss Favre in der Trainingsarbeit lösen?

Der BVB-Kader besteht eigentlich aus drei Trainingsgruppen. Ein Teil hat die komplette Vorbereitung absolviert, der zweite Teil um die meisten Nationalspieler ist kurz vor der USA-Reise eingestiegen und der dritte Teil um Achraf Hakimi und Mahmoud Dahoud arbeitet nach Afrika-Cup und U21-EM erst seit dieser Woche mit der Mannschaft. „Wir müssen aufpassen, dass wir jeden richtig belasten“, sagt Favre.

Trainingslager in Bad Ragaz: Das sind die Baustellen des BVB

Achraf Hakimi (l.) ist er Anfang dieser Woche ins Training eingestiegen. © Guido Kirchner

Wie geht Favre mit dem großen Kader um?

Favres Wunsch ist es eigentlich, mit 22 Feldspielern plus drei Torhütern und einigen Nachwuchsspielern zu arbeiten. Gut möglich also, dass manch ein Spieler abseits der Gruppe individuell arbeiten muss, wenn Favre elf gegen elf trainieren lassen möchte. Oder gar nicht erst mit in den Flieger steigt - wie beispielsweise Maximilian Philipp oder Shinji Kagawa - , der am Samstagmittag in Richtung Alpen aufbricht.

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